Beiträge von BeardiePower

    Hui, viel zu lesen hier.

    Ja, ich denke, die Besitzer müssen da weiter dran bleiben und "nerven", daß was getan wird.

    Als er noch ein Welpe war, bin ich immer an den Zaun gegangen und habe mich abschnüffeln lassen, ihn auch mal ein wenig gestreichelt, weil er sich immer so gefreut hat, einen Menschen zu sehen (er war ja schon da nur alleine im Garten, durfte nicht rein - habe ich mal mitbekommen, daß er wirklich nicht rein darf. Er wollte zur Tür rein, und eine Frau ist richtig fuchtig geworden deshalb, schimpfte, daß der Mann aufpassen soll, daß der Hund nicht hinein kommt).
    Ich hatte mir gedacht, daß er mich so als nett kennenlernt und mich bzw. meinen Hund dann später in Ruhe läßt, weil er uns kennt. Denn so manche Wege von mir gehen auch da lang. Aber inzwischen bin ich da auch etwas vorsichtig geworden.
    Wenn er im kleinen Hof ist, also das bißchen zwischen Haus und Schuppen, kann er ja auch noch an einer Stelle gucken (ist aber mit einem Bauzaun abgesperrt). Wenn er bellt, rufe ich immer, daß ich das bin. Bis jetzt hatte er dann aufgehört zu bellen, sobald ich gerufen hatte. Trotzdem traue ich mich inzwischen auch nicht mehr so einfach an dem Grundstück vorbei. Ich will mein Glück da nicht überstrapazieren.
    Aber selbst wenn man das Grundstück überstanden hat, heißt es ja noch lange nicht, daß man nun sicher ist. Der Besitzer geht ja auch öfter mal spazieren. Und kann seinen Hund nicht halten (und läßt ihn auch ganz gerne mal ohne Leine laufen, selber schon von weitem gesehen). Man muß also immer mit ihm rechnen.
    Aber hier gibt es ja noch mehr gefährliche Hunde, die meine Hündin schon angegriffen haben. Wenn ich da alle Orte meiden wollen würde, wo schon was passiert ist, hätte ich kaum noch einen Weg zum Spazierengehen. Hier muß man immer auf der Hut sein, egal wo, egal bei wem. Nur ist ein Kangal dann doch nochmal eine ganz andere Hausnummer.

    Hier wäre es nicht das erste Mal gewesen, wo bei einem auffälligen Hund nichts getan wurde. Wir hatten mal nebenan einen Mischling, der nicht ohne war. Der hatte die Freundin meines Bruders mit der Tochter im Buggy bedroht (stellte sich knurrend und drohend vor sie, war wie so oft alleine unterwegs).
    Sie rief bei Ordnungsamt an. Da hieß es nur "Ja, über diesen Hund haben wir schon einige Beschwerden. Da müßten wir mal der Sache nachgehen". Passiert ist nichts. Der Hund tyrannisierte auch weiterhin alle. Nach einigen Monaten hatte sich die Sache von alleine geregelt: Der Hund verstarb nach einer OP an Embolie.


    Zum Thema Schaufel: Wenn der eigene Hund angegriffen wird, dann versucht man alles, um ihm zu helfen. Meine Hündin wurde auch schon öfter von verschiedenen Hunden angegriffen. Ich bin da auch immer dazwischen gegangen. Das macht man automatisch, ohne nachzudenken. Der Besitzer hatte halt Angst um den Hund. Was das für eine Schaufel war, kann ich nicht sagen. Aber da stehen immer feste Geräte herum.

    Vielleicht wäre es "besser" gewesen, wenn der Besitzer vom Rad gefallen wäre und sich verletzt hätte. Dann hätte man vielleicht etwas getan. Oder man hätte es versucht, und wäre dann auch wieder von dannen gerückt. Wer weiß? Auf jeden Fall wäre es eine andere Situation gewesen.

    Daß der Boxer abhauen konnte, kam deshalb, weil er sich auch mal gewehrt hat bzw. einen Moment ausgenutzt hat, wo der Kangal mal kurz von ihm abgelassen hat. Daß der Kangal irgendwann nicht mehr hinter dem Boxer her lief, liegt vielleicht (?) daran, daß der Boxer trainiert ist und der Kangal nicht.
    Der Boxer wurde von Urlaubern eingesammelt, nicht von den Besitzern selber.

    Ja, mit Hörensagen ist das eine Sache. Aber was diesen Fall mit dem Boxer angeht, habe ich das ja aus erster Hand erfahren und nicht über tausend Ecken, wo jeder noch was dazu dichtet.

    Zum "Kind beißen": Als HSH kann er durchaus irgendwann auch mal auf die Idee kommen, auch Menschen anzugreifen, die dem Grundstück zu nah kommen.

    Und wenn das alles wirklich so stimmt, daß wirklich nichts unternommen wird, dann frage ich mich schon, was dann die Hundegesetze sollen?

    Leider kann ich mein Zitat von mir selber nicht in den Spoiler packen, da es ja ein klein wenig OT ist. Aber es geht um einen Kangal, der hier im Ort für Probleme sorgt.

    Normalerweise sollte man doch denken, daß das Hundegesetz - in diesem Fall von NDS - greifen sollte, wenn ein Hund zugebissen hat. Aber irgendwie ist das wohl nicht immer so.

    Hier gibt es einen Kangal. Von Anfang an durfte er nicht ins Haus, sondern mußte draußen alleine sein. Gut, Kangals möchten ja einen Garten zum Aufpassen haben, aber trotzdem brauchen sie ihre Menschen.
    Jedenfalls ist er, als er groß wurde, über den Zaun und hat einen Hund angegriffen, einen anderen Hund wollte er angreifen, hat es aber nicht geschafft. Seitdem hatte er - laut Hörensagen - die Auflage bekommen, daß er nicht mehr da im Garten, der an die Straße grenzt, sein darf. Das heißt, er ist nun im Hof zwischen Haus und Schuppen; der Hof ist etwa so klein wie ein Zwinger. Oftmals ist er auch im Schuppen.
    Trotzdem muß er aber auch im Garten sein, da er danach noch ein paarmal über den Zaun ist und Hunde gebissen hat.

    Das letzte Mal war ein Boxer aus meiner Nachbarschaft das Opfer. Der Kangal ist über den Zaun und hat sich sofort auf den Boxer gestürzt. Irgendwann konnte sich der Boxer befreien und ist nach Hause gerannt (war nicht allzu weit). Der Kangal hinterher. Im Hof vom Boxer griff der Kangal wieder an. Der Besitzer hat eine Schaufel auf dem Kangal zerdeppert, was diesen überhaupt nicht störte. Der Boxer konnte sich wieder befreien und ist wieder weggerannt, praktisch durch den ganzen Ort - der Kangal hinterher. Da hätte sonstwas passieren können.
    Irgendwann konnte der Boxer eingesammelt werden. Der Kangal war nicht mehr zu sehen.
    Jedenfalls ist der Boxer verletzt; dazu haben sich die Verletzungen entzündet.

    Das ist jetzt ein paar Wochen her.

    Die Besitzer des Boxers haben Anzeige erstattet; haben auch so die Polizei eingeschaltet; ebenso das Ordnungsamt und wer-weiß-was. Passiert ist - nichts.

    Normalerweise hätte der Kangal laut Hundegesetz von NDS zum Wesenstest gemußt, der Besitzer zum Sachkundenachweis. Und der Kangal wäre als gefährlich eingestuft worden mit Leinen- und Maulkorbzwang. Aber nichts. Es wird sich geweigert. Und keiner setzt das Gesetz durch.

    Da die Halter vom Kangal Ersthundehalter sind, hätten sie auch den Sachkundenachweis in Theorie und Praxis machen müssen. Der Besitzer meint aber, er bräuchte das nicht zu machen (hat die Halterin vom Boxer erzählt). Und niemand sagt was. Der Halter meinte sogar, sein Hund wäre so intelligent, der bräuchte nicht zur Hundeschule. Und wenn er mit dem Hund spazieren geht, dann wird er hinterher gezogen und kann ihn nicht halten.

    Das Ordnungsamt war da gewesen, meinte aber danach zu den Besitzern des Boxers, daß der Mann nicht so kooperativ gewesen wäre. Und das war´s.
    Da der Kangal nicht gut gehalten wird, haben sie es über diese Schiene probiert, und dem Vet. Amt Bescheid gesagt. Aber auch da - nichts.

    Es scheint, als wenn alle Angst vor diesen Leuten hätten, und deshalb nichts unternehmen würden.

    Gibt es denn irgendetwas, was die Halter des Boxers noch versuchen könnten? Irgendwelche Ämter, Stellen? Irgendwas Rechtliches?

    Wenn der Hund irgendwann ein Kind gebissen hat, dann heißt es dann wie immer "... eigentlich hätte der Hund schon längst weggenommen werden müssen." oder "... eigentlich hätte der Hund einen Wesenstest machen müssen" und dergleichen.

    Nein, da kann man echt die Wut kriegen...

    Momentan tummelt sich bei uns an den Futterstationen so einiges, was sonst gar nicht hier ist.

    LG, Chris

    Hier tummelt sich der Sperber immer wieder. Bei so vielen Piepmätzen hat er die freie Auswahl. Winterschlußverkauf sozusagen.
    Letztens ist einer der Erlenzeisige auf der Flucht vor ihm vors Fenster geflogen. Ich bin sofort raus, weil ich gedacht habe, er wäre tot. Aber er war nur kurz ohnmächtig gewesen, hat sich in meiner Anwesenheit berappelt. Der Sperber war dann abgehauen, als er mich entdeckt hat. So konnte der Erlenzeisig dann ohne Gefahr wieder wegflattern.

    Ja, Shetties sind einfach klasse!
    Nur schade, daß sie von den meisten Menschen irgendwie unterschätzt werden, was man auch in der Haltung sehen kann.

    Was wird nicht für Schindluder mit Shetties getrieben:

    Als Rasenmäher alleine im Garten; als Beistellpony, um das sich kaum gekümmert wird (es ist ja nur dazu da, daß das andere Pferd nicht alleine ist); beim "Ponyreiten", wo sie Stumpf Runde um Runde mit wackeligen, teils tretenden Kindern gehen müssen; in diversen Reitschulen, wo teilweise viel zu schwere Reiter auf ihnen sitzen; Zirkussen (da auch gerne mal zum Ponyreiten nach der Vorstellung) und so weiter.
    Und auch so werden sie unterschätzt. Es wird geglaubt, sie bräuchten kaum Platz, man bräuchte sich nicht zu kümmern, ihnen könnte man wegen der Sturheit nichts beibringen ... und so weiter. So manche Shetties haben kein schönes Leben.