Beiträge von BeardiePower

    Die Blumen im Sonnenuntergang - einfach zauberhaft! Deine Bilder sind immer zu schön!

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    Gestern lief eine Renn-Zecke bei meiner Hündin auf der Nase rum. Ehe ich die eingefangen hatte...
    Und als ich sie dann wie ihre Vorgänger in Klebestreifen einhüllen wollte, rannte sie auf einmal meinen Finger lang. Boah, war die schnell!

    Definitiv Jäger. Ich kenne ja die Teile, und wo die Schnitte gesetzt werden. Das waren hauptsächlich Köpfe vom Wildschwein, bei starken die Nase und vorderer Unterkiefer abgesägt, untere Läufe bei Reh und Rotwild sauber am Gelenk abgetrennt, Köpfe von weiblichen Stücken, Fuchs und Dachs im Ganzen.
    Ob das nun die feine englische Art ist, das da alles in der Nähe eines Wegs hin zu schmeißen, darüber lässt sich streiten...

    Ach so. Ich dachte, die Kadaver wären komplett gewesen, und keine Einzelteile.

    @BeardiePower

    Einer unserer Nachbarn hat letztens eine aus Metall ausgeschnittene Wildschwein-Silouette als Deko in den Vorgarten gestellt. Ich war spät abends noch mal mit Frieda unterwegs und die war sich nicht sicher, ob das Viech echt ist. Alle Nachbarn waren vermutlich wieder wach...

    Zum Thema: Ich hab heute bei der Arbeit den Friedhof der Kuscheltiere gefunden. Wildschweine, Rehe, Hirsche, Füchse, Dachse ind sämtlichen Größen und Verwesungszuständen in einer kleinen Schlucht. Offenbar schmeißt da ein Jäger regelmäßig seine Abfälle rein. Frieda war begeistert und riecht jetzt intensiv nach gammligem Reh... :ugly:

    Oh ja, da kann man sich so wunderbar erschrecken.

    Zu den toten Tieren: Oder ob man das melden sollte? Kann ja sein, daß die Tiere z.B. durch Vergiftung verendet sind (oder durch anderes Schändliches) und man sie da entsorgt, in der Hoffnung, daß es niemand mitbekommt.

    Hier gibt es auch eine versteckte Schlucht mit zig Rinderskeletten. Die waren schon da, als ich Kind war (und als meine Mutter Kind war, waren sie auch schon da).
    Keiner weiß, von wem die sind, warum die da sind - wenn denn überhaupt jemand davon weiß. Ist ja sehr versteckt.
    Daß das die ganzen Lost-Place-Filmer, die hier rumwurschteln, noch nicht gefilmt haben, wundert mich. Aber na ja, wenn davon kaum jemand weiß...
    Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, daß die Rinder vielleicht bei einem Bombenangriff im Krieg verendet worden sein könnten; daß sie da geweidet haben, als die Bomben fielen. Wäre jedenfalls eine Erklärung.

    Den Text in einen Spoiler zu packen, hatte ich auch schon überlegt.
    Dann mache ich mal das Versuchskaninchen, ob das überhaupt lesbar ist, längere Texte hier zu posten.

    Die Leseprobe ist aus meinem Kurz-Roman, der nicht veröffentlicht ist. Also exklusiv für euch.
    Zum Verständnis:
    Wie weiter vorne erwähnt, geht es um eine Gipsfirma, die in dubiose Machenschaften verwickelt ist. Zum einen geht es um Giftfässer, die in einem ehemaligen Steinbruch unter der Erde, die den Steinbruch schließen soll, "eingearbeitet" wurden; die dann die Umwelt vergiften. Zum anderen um ein gefälschtes Gutachten, das für eine Abbaugenehmigung geschrieben wurde, da sonst nicht hätte abgebaut werden dürfen, weil es direkt hinter Häusern sein soll. Die Häuser stehen unterhalb des Berges, der Hang hinter ihnen wurde abgeholzt - was zum Schluß dank Regens zu einem Erdrutsch, der die Häuser beschädigt, führt.
    Folgender Text spielt nach dem Erdrutsch:

    Spoiler anzeigen

    Dunkelheit und Kälte war das erste, was Hermann spürte, als er benommen aufwachte.

    Langsam hob er den Kopf, was ihm nur sehr schwer gelang. Ihm tat alles weh. Zudem fror er leicht. Es war kalt und feucht, da, wo er lag. Und immer noch diese Dunkelheit.

    Ihm kam es so vor, als wäre es damals.

    Damals, ja, als er mit seiner Frau zum Skifahren gewesen war. Als aus dem Nichts eine Lawine angekommen und sie unter sich begraben hatte. Damals war er auch bei Bewusstsein gewesen, als er verschüttet war.

    Genauso fühlte er sich jetzt wieder. Ein scheiß Gefühl!

    Ja, ihn hatte es nicht so schlimm erwischt damals. Gut, er hatte sich Hüfte und Bein gebrochen, dass er sehr lange im Krankenhaus bleiben musste. Doch seine Frau hatte es schlimmer erwischt. Sie war zu einem Pflegefall geworden, dann aber trotzdem nach einem Jahr gestorben. Die ganzen Kosten vom Pflegeheim hatten die Abzahlung des Hauses verzögert, dass er noch heute zahlen musste – der Grund, warum er Geld brauchte, und das Gutachten so schrieb, wie sie es haben wollten. Ohne die Geldnot hätte er das nie getan. Was Geld doch alles so anstellen konnte…


    Hermann streckte vorsichtig den Arm aus und tastete um sich. Selbst diese Bewegung tat ihm weh und nahm ihm die Luft.

    So benommen wie er war, konnte er trotzdem ertasten, dass er auf Stein lag; dass neben ihm mehrere Steine auf dem Boden lagen; dazu noch die Feuchtigkeit.

    In den Nebel seines Gehirns kam das Wort »Höhle«. Er musste in einer der Höhlen sein, die es hier gab. Deshalb war es hier so dunkel, feucht und kalt.

    Wenn ihn hier niemand fand, dann würde er es nicht mehr lange machen, dachte er. Eben wie damals.


    Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er gar nicht mehr aufgewacht wäre? Dann wäre alles viel leichter gewesen. Und er hätte bestimmt seine Frau wiedergesehen, irgendwo in der Anderswelt oder wo auch immer, oder?

    Mit großen Schmerzen konnte er sich ein wenig aufsetzen. Das hatte ihn allerdings so angestrengt, dass er erneut ein paar Minuten bewusstlos geworden war.

    Als er wieder aufwachte, fror er noch immer und die Schmerzen waren auch wieder da. Ach, wie schön war doch dagegen die Bewusstlosigkeit gewesen, dachte er.

    Auch wenn er in der Dunkelheit nichts sah, so merkte er, dass sich ihm alles drehte. Es war ihm übel. Bestimmt hatte er eine Gehirnerschütterung. Kein Wunder, bei den vielen Schlägen und Tritten, die er abbekommen hatte.

    Ein paar Meter von sich hörte Hermann, wie etwas zu Boden fiel. Bestimmt ein Stein, dachte er, ach, warum kann der nicht auf mich fallen und mich erlösen?


    Als er sich umsah, sah er mit einmal zwischen dem Dunkel etwas Helleres. Als wenn Licht auf den Eingang fiel.

    Nun nahm er allen Mut zusammen und versuchte, dorthin zu kriechen. Nach ein paar Zentimetern musste er erstmal aufhören. Die Schmerzen waren zu stark, er konnte nicht mehr.

    Stöhnend lag er auf dem kalten, feuchten Gestein. Wenn er je wieder lebend hier rauskam, schwor er sich, dann würde er reinen Tisch machen.


    Nach einiger Zeit wurde noch mehr von der Sonne beleuchtet; es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis es wieder dunkler sein würde, wenn der Sonnenstand sich weiter veränderte. Die Zeit, in der der Eingang der Höhle beleuchtet wurde, musste er ausnutzen, um herauszukommen. Wenigstens bis draußen musste er es schaffen, dann könnte er mit seinem Handy Hilfe rufen.


    Vorsichtig kroch Hermann weiter. Zentimeter für Zentimeter. Ihm kam es vor, als würde er kilometerweit kriechen, dabei waren es nur dreißig Zentimeter, die er vorangekommen war, bis er erneut vor Schwäche und Schmerzen eine Pause einlegen musste.


    Es knackte über ihm, dann schlug ein Stein genau vor ihm auf den Boden. War es Glück oder Pech, dass er nicht getroffen wurde? Er wusste es nicht.

    Die Schwäche ließ ein wenig nach, er konnte weiterkriechen. Wegen des blöden Steins hatte er nun einen Umweg. Verdammt nochmal! Ihm wurde es aber überhaupt nicht leichtgemacht.


    Der Eingang schien gar nicht mehr allzu weit zu sein, oder irrte er sich? Auf jeden Fall hatte er ziemlich Zeit dafür gebraucht, da die Sonne schon wieder weitergezogen war und nun der Einfall der Strahlen anders war als vorher – und vor allem wurde das beleuchtete Stück immer kleiner. Ohne die Sonne jedoch hatte er keinen Anhaltspunkt mehr, wo er hin kriechen sollte. Also musste er sich beeilen.


    Die Schmerzen wurden beim Kriechen immer mehr, dass er stöhnen musste. Zum Stöhnen kamen aber auch Flüche hinzu.


    Was war das? Halluzinierte er etwa schon? Er konnte von weitem irgendwelche Stimmen hören. War es Wirklichkeit? Oder fing er langsam an zu spinnen?

    Hermann wollte »Hilfe!« rufen, doch es kam nur ein klägliches »Aaaah!« aus ihm heraus.

    Ich muss lauter rufen, dachte er, sonst werden die mich nie finden.