Beiträge von BeardiePower

    Mich hat bisher auch kein Offenstallkonzept überzeugt. Früher hatte ich das Pferd selbst am Haus und nur einen Unterstand. Aber eben mit den entsprechenden Nachteilen der Selbstversorgung.

    Inzwischen bin ich auf einen Pensionsbetrieb angewiesen. Aber die Offenställe sind entweder provisorische ungepflegte Matschlöcher, mit ungepflegten Wiesen (voller Brennnesseln, JKK und Ampfer) , ohne fliessend Wasser und Licht und Rasenreitplatz. Zusätzlich wieder mit viel Eigenleistung, die ich selbst zeitlich nicht leisten kann.

    Die wenigen besseren Offenställe hier sind leider konzeptionell auch nicht optimal durchdacht und es entsteht viel Stress in der Herde durch Missmanagement von Platz, Herdenzusammensetzung und Fütterungsangebot. Eine entsprechende dazugehörige Reitanlage, die auch im Winter zu nutzen ist, ist leider Seltenheit.
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    Ich glaube, daß es sowieso einen Unterschied gibt zwischen Selbstversorger-Offenstall (allein oder mit einem befreundeten Pferdebesitzer zusammen) und einem Pensions-Offenstall bzw. Pensions-Aktivstall.

    Bei einem eigenen Offenstall hat man die Herdenzusammenstellung selber in der Hand. Bei einem Pensions-Offenstall nicht. Das Geld, das ausgegeben wurde für den Bau muß ja irgendwie wieder reinkommen, und so wird dann auch das ein oder andere Pferd aufgenommen, das nicht paßt - ob jetzt ein total Rangniedriges, das von allen verkloppt wird oder eins, das nur Stunk macht.
    Für ein Pferd, das nur verkloppt wird und nicht entkommen kann, kann so ein Offenstall natürlich Streß pur sein.
    Deshalb gilt wie immer: Man muß die Augen aufmachen und sich alles genau ansehen.

    Paßt aber die Herde (und wenn es auch nur zwei Pferde sind, die zusammenstehen), dann ist der Offenstall artgerecht und so ziemlich das beste, was es gibt.

    Was für Vorteile hat es für den Menschen?
    Zum einen, da es artgerecht ist, natürlich ein gutes Gewissen.
    Die Pferde können sich bewegen. Vorteil: Man hat keinen Dampfkessel unter dem Sattel, wie es bei Boxenhaltung (vor allem wenn kaum oder kein Weidegang gegeben ist) oftmals ist.
    Da die Pferde immer draußen sind, wird das Immunsystem trainiert.
    Da sie sich bewegen können, wird der gesamte Bewegungsapparat trainiert.
    Beides unschlagbar für die Gesundheit.
    Auf die Psyche des Pferdes wirkt sich ein Offenstall auch positiv aus (wie gesagt, vorausgesetzt, die Herdenzusammenstellung ist gut). Das wirkt sich auch positiv auf den Menschen aus, weil weniger Macken entstehen.

    Diese Vorteile hat man aber auch bei Paddockboxen, wenn die Paddocks entsprechend groß sind.

    Aber krass wie teuer Stämme sein können. Also, dass Menschen das auch bezahlen, obwohl das Pferd ja nicht viel davon hat ... 2 Stunden Paddock im Winter. Krass.
    Hatten wir auch ein paar Monate, aber für 230 Euro.

    Hier haben etliche Bauern Boxen für Pferde. Die verlangen auch so 200 - 300 Euro - aber bei den meisten müssen die Besitzer trotzdem alles selber machen bzw. ist das einzige, was gemacht wird, füttern und Pferde auf die Koppel bringen.

    Vom Spätherbst bis ungefähr Ende April, Mitte oder Ende Mai (je nach Wetter) stehen die Pferde in den Boxen.
    Paddocks gibt es keine (weder an den Boxen, noch auf dem Grundstück - ist ja nur neumodischer Kram), Weidegang gibt es in der Winter-Zeit auch nicht (macht ja die Koppeln kaputt).
    Wenn die Besitzer sich nicht kümmern und die Pferde bewegen bzw. mal auf dem Reitplatz (sofern es einen gibt) laufen lassen, stehen die Pferde nur rum. Ich weiß aktuell nur von einem Bauernhof, wo es einen Paddock gibt, wo die Pferde auch im Winter für ein paar Stunden drauf kommen.

    Außerdem hatte ich ja schon zig Seiten vorher geschrieben, daß man hier auf dem Land noch immer der Meinung ist, daß Pferde in Boxen gehören - vor allem im Herbst und Winter. Ganzjährig draußen - die armen Pferde!
    Im Nachbarort gibt es einen Islandpferde Reitstall, wo die Pferde im Offenstall gehalten werden. Daß die noch keine Beschwerden bekommen haben, weil die armen Pferde im Winter draußen sind, wundert mich. Aber da die Leute von den Pferden von der angesehenen Sorte Mensch sind, wagt sich da wahrscheinlich keiner, was zu sagen.

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    Ich würde von dem neuen Stall gerne noch mehr Bilder sehen. Vor allem interssiert mich die Überdachung der Paddocks. Sowas kenne ich nicht und würde gerne mal sehen, wie das aussieht.

    Ein Knuddel-Rind hatte ich auch mal. Also, es gehörte mir nicht, aber es kam immer zu mir an den Zaun und ließ sich knuddeln. Ging ich weiter, kam es am Zaun hinter mir her, bis es nicht mehr weiterging. Das war total süß.

    Es gibt aber auch positive Beispiele. Hier gab es das auch mal: Ein Paar, das jahrelang versucht hat, ein Kind zu bekommen. Dann haben sie sich eine Dogge angeschafft. Zwar als Kindersatz, aber doch wie ein Hund behandelt.
    Bald klappte es doch mit dem Kind. Der Hund war trotzdem Teil der Familie geblieben, man unternahm zusammen etwas, aber auch Spaziergänge ohne Kind. Kind Nr. 2 kam. Hund blieb weiterhin Teil der Familie, bekam seine Spaziergänge, sowohl mit als auch ohne Kinderbegleitung. Leider verstarb die Dogge recht früh. Und es kam eine neue Dogge in die Familie, mit der es auch super geklappt hat.

    Kindersatz ist nicht gleich Kindersatz. Wenn der Hund trotzdem Hund bleiben darf, ist es in Ordnung.

    *pfeif* Das ist ja ein stattlicher Preis. 600 Euro ... Wer kann sich denn sowas leisten?

    Sieht sehr edel aus, allerdings machen mir die Verbundsteine etwas Gedanken. Verbundsteine werden sauschnell glatt, wenn es kalt wird, noch bevor andere Untergründe glatt werden. Kann da ein Lied von singen, da vorm Haus Straße und Bürgersteig mit Verbundsteinen gepflastert sind. Wie oft ich da schon gerutscht bin ... während es auf der normalen Straße nicht glatt war.
    Da hätte ich doch eher Rasengittersteine genommen oder Paddockplatten oder so (bin ich persönlich sowieso eher für). Aber Verbundsteine lassen sich halt besser und schneller reinigen und sind hygienischer.

    Darf ich mich hier mal einreiehn? Nach langer Recherche überlege ich nun auch, auf Köbers umzustellen bzw. Köbers zumindest ergänzend zu füttern.

    Bisher bekommen meine Hunde nur Nassfutter Terra Canis und Granatapet), aber mein Rüde hält sein Gewicht damit einfach nicht mehr. Interessieren würde mich bei Köbers das Flockenfutter. Allerdings möchte ich nicht komplett auf Köbers umstellen, sondern nur eine Morgenmahlzeit durch das Köbers ersetzen und Abends weiter reines Nassfutter geben. Macht das hier noch jemand so? Ist das möglich?

    Und meine zweite Frage: Ich habe einen DSH, die gelten ja leider als sehr anfällig für Magendrehungen. Dies ist ein Grund dafür, dass ich kein Trockenfutter füttere. Quillt das Flockenfutter im Magen auf? Bzw. seht ihr bei Fütterung des Flockenfutters eine höhere Gefahr als beim Füttern von Nassfutter? (Dass die genauen Ursachen für eine Magendrehung bisher nicht erforscht sind weiß ich, dennoch ist das ein Risiko, welches ich gerne minimieren würde).

    Bei mir gibt es abends Flockenfutter (von Alsa, Köbers), weil das länger anhält. Morgens gibt es eine kleine Mahlzeit normales TroFu, damit der Rest der "Normal-TroFu-Mahlzeitmenge" über den Tag als Belohung fungieren kann.