Diese Jugend von heute...
Die Spatzen-Babies in dem einen Kasten sind von Anfang an so gierig mit dem Fressen gewesen, daß sie schon als Minis die Köpfe weit aus dem Loch reckten. Je größer sie wurden, desto ungeduldiger und verfressener schienen sie zu werden. Jedesmal beim Füttern reckten sie sich so weit hinaus, daß sie schon fast rausfielen.
Tja, und jetzt war es soweit. Einer war so weit draußen, daß die Flügel auch draußen waren. Er hing kopfüber auf / über der Sitzstange. Ein zweiter Spatz reckte sich, schwupp, auch die Flügel draußen. Beide versuchten irgendwie, Halt zu bekommen. Und auf einmal fielen sie gemeinsam hinunter. Aber sie waren so schlau und fit, daß sie sofort in einem enormen Tempo unter den nächsten Busch gerannt sind.
Wenig später kam ein dritter dazu.
Nun sitzen sie zusammen unter dem Busch. Mama Spatz bringt ihnen regelmäßig Futter.
Fliegen können sie noch nicht, nur ein wenig geflatter ein paar Zentimeter weit. Die Nacht wird also gefährlich werden. Vielleicht hüpfen sie ja noch in die "Spatzenburg"*, die einen Meter von ihrem Busch entfernt ist. Wenn sie sich darin schön tief verkriechen, dann dürfte da eigentlich kein Tier rankommen.
*Spatzenburg: So nenne ich einen ca. meterhohen Baumstumpf, der dicht mit Efeu bewachsen ist. Die Spatzen halten sich darin immer gerne auf; hüpfen hier rein, an anderer Stelle wieder heraus u.s.w.