Meine Hündin hatte auch Anaplasmose.
Und ich kenne etliche Hunde, die Zeckenkrankheiten hatten. Auch diverse Hunde, die daran verstorben sind.
Von daher bin ich gebranntmarkt und nehme - zähneknirschend - Seresto. Warum Seresto? Weil es das einzige ist, das meine Hündin verträgt.
Natürlich können die Mittel sonstwas verursachen. Aber ich finde das Risiko, an einer Zeckenkrankheit zu erkranken oder gar zu sterben, höher als eine evtl. Erkrankung durch Zeckenmittel. Außerdem macht sich manches erst so spät bemerkbar, daß das Hundeleben sowieso schon fast vorbei ist.
Vielleicht muß man auch abwägen, in was für einem Gebiet man lebt. Gibt es viele Zecken, würde ich immer was gegen Zecken geben; spätestens dann, wenn es Fälle von Zeckenkrankheiten gibt. Bin ich in einem Gebiet, wo es kaum Zecken gibt, kann ich getrost darauf verzichten.
Bei uns gibt es haufenweise Zecken. Und Fälle von Zeckenkrankheiten, was heißt, daß viele Zecken hier "verseucht" sind. Von daher ist es mir zu gefährlich, ohne Mittel herumzulaufen.
Früher, als meine Hündin jünger war, habe ich auch nichts gemacht bzw. hatte sie ein Bernsteinhalsband. Seltsamerweise hatte das damals bei ihr geholfen. Hatte sie es an, hatte sie keine einzige Zecke gehabt. War es ab, hatte sie Zecken. Es schien also bei ihr geholfen zu haben. Aber irgendwann hat es nicht mehr funktioniert (ich habe jedes Jahr Neue gekauft). Chemie hatte sie nicht vertragen.
Als sie Anaplasmose gehabt hat, dachte ich, sowas will ich nicht nochmal haben. Also habe ich Seresto ausprobiert. Das hatte ich, weil Halsband im langen Fell doof ist, noch nicht probiert. Als ich merkte, daß sie ausgerechnet das verträgt, habe ich mir schon fast Vorwürfe gemacht, warum ich das nicht schon eher ausprobiert habe (dann hätte sie die Anaplasmose vielleicht nicht bekommen).