Beiträge von Cattledogfan

    Der Frankfurter Flughafen ist ziemlich unübersichtlich wegen der verschiedenen Ebenen, finde ich.

    Zudem gibt es die beiden Terminals 1 und 2.

    Die Gepäckausgabe für Terminal 1 ist im Untergeschoss, Du folgst einfach den Schildern "Baggage Claim" über mehrere Rolltreppen nach unten. Dort schaust Du an den Anzeigetafeln nach Deinem Flug und nimmst Dir am besten gleich einen Trolley, die an mehreren Stellen gut sichtbar rumstehen. Darauf dürften die beiden Flugboxen für 2 mittelgroße Hunde und noch etwas Gepäck extra gut draufpassen.

    Soweit ich mich erinnere, kommt auch Sondergepäck - und das sind Hundeboxen - auf demselben Gepäckband an, ansonsten musst Du fragen. In der Halle mit den Gepäckbändern gibt es auch einen Schalter, der tagsüber besetzt ist.

    Die Ausgänge für "Nothing to declare" (grün) sind gut sichtbar, mit den Hunden musst Du den roten Ausgang nehmen.

    Ich würde die Hunde in den Boxen lassen, denn Du bist noch lange nicht draußen, wenn Du Dir einen Mietwagen nimmst, weil die Autovermietungen auch irgendwo im Untergeschoss bei den Zugängen zu den Parkhäusern sind.

    In Terminal 1, wohlgemerkt, in Terminal 2 bin ich noch nie angekommen bzw. abgeflogen.

    Und wenn Dich ein(e) freundliche(r) dogforum-User(in) abholt, auch noch nicht, denn die Parkhäuser sind sehr weitläufig.

    Sobald Du durch die Zollkontrolle bist, stehen hinter den Absperrstangen normalerweise die Abholer.

    Die Fahrzeit vom Flughafen nach Darmstadt ist relativ kurz, je nachdem, wo Du in DA hin musst und ob Du zu einer stauträchtigen Zeit unterwegs bist. Ich würde irgendwas von 20 - 45 Minuten einrechnen.

    Angus. Rote und schwarze. Mein Highlight: Jungbullen ...

    Die Herde steht auf einer großen Weide des Naturschutzverbandes, wo bis zur Betriebsübergabe die Galloways meines Mannes - ebenfalls ganzjährig - weideten.

    Und genau wie die Galloways haben auch die Angus jede Menge Schlupflöcher im kilometerlangen Zaun entdeckt, selbst wenn der neue Pächter, nun offiziell abgesegnet, die oberste 3. Stacheldrahtreihe durch stromführenden Glattdraht ausgetauscht hat.

    Doch wegen der Gelände- und Witterungsverhältnisse - norddeutsches Piss-, Schnee- und Sturmwetter fast durchgehend seit letztem Herbst - kann man den unmöglich durchgehend kontrollieren, und die kleineren Halbstarken schlüpfen einfach zwischen Stacheldraht 1 und 2 durch, wobei einige mittlerweile schon kahle Stellen haben, weil sie offensichtlich zu groß fürs Durchschlüpfen geworden sind und sich das Fell abreißen bzw. die Haut aufschürfen.

    Selbst wenn der Pächter die Drähte wieder strammzieht, leiern die Tiere sie erneut aus, wenn die Pfähle in dem aufgeweichten Untergrund nicht mehr fest stehen.

    Ich bin so froh über mein Koolie-Radar, der einen 7. Sinn für ausgebüxte Tiere hat, weil die z. T. aus einem Waldstück kommen, um sich auf den Mähwiesen gegenüber ihrer ziemlich abgefressenen, aufgeweichten und zertrampelten eigenen Weide gütlich zu tun.

    [Aber aufgemerkt: Naturschutz verbietet Zufüttern mit Heu, sofern nicht durchgehend geschlossene Schneedecke ... ]

    Ich fahre ja meist E-Dreirad, und mein Gefährt ist ziemlich niedrig. Und wenn einem dann ein bockspringender, vielleicht halbjähriger Jungbulle über einen Hügel auf dem Waldweg mit gesenktem Kopf entgegen kommt, ist der auf Gesichtshöhe ...

    Erst heute habe ich durch Zufall ein neues Schlupfloch im Wald entdeckt. Und natürlich gemeldet.

    Doch das Koolie-Radar warnt nicht nur, sondern schnappt immer noch prächtig ab und scheucht auch 5, 6 neugierig glotzende Jungtiere, denen noch das frische Gras aus dem Maul hängt, von der anderen Wegseite zurück in ihre Koppel. Er schießt schon los, bevor ich die Tiere überhaupt entdecke.

    Meiner subjektiven Erfahrung nach hat die Rasse, wie so viele andere auch, das Problem, dass die Eigenschaften bei uns extrem aufgefächert sind.

    Weil eben keine richtigen Selektionskriterien da sind, die dabei helfen, der jeweiligen Rasse die wesensmäßige Stabilität zu erhalten, weil nur ein nervenstarker Hund als Arbeitshund zu gebrauchen ist.

    Will sagen: Man kann einen doggenartig Sanften, aber auch einen stinkstiefeligen Haus- und Hofwächter erwischen mit ganz unterschiedlich ausgeprägtem Jagdtrieb.

    Und wenn so ein großer, wendiger und wehrhafter Hund - ist ja immerhin kein Berner - hinter Rehen hersetzt, ist die Chance groß, dass er eines erwischt.

    Ich versteife mich mal zu der Behauptung, Eva3985, dass Du wenig bis gar keine Ahnung davon hast, was bei Euch an Wild tatsächlich unterwegs ist, weil man als Mensch mit seinem beschränkten Gehör und Geruchssinn so gut wie jedem Hund unterlegen ist.

    Wie wildreich das eigene Wohnumfeld tatsächlich ist, zeigt einem nämlich erst der Hund, erst recht, wenn er von der Genetik her Jagdtrieb mitbringt.

    Ich an Deiner Stelle würde mich fragen, was kann ich in meinen Lebensverhältnissen einem Vertreter dieser Rasse bieten, wenn er die zu erwartenden Anlagen mitbringt. Kann er sie in meinen Lebensverhältnissen entfalten, werden sie benötigt, will ich sie, freue ich mich, wenn er sie zeigt?

    tassut hat es gut auf den Punkt gebracht:

    Schwierig ist Erziehung immer dann, wenn sie gegen die hündischen Anlagen und Bedürfnisse arbeitet.

    Ich persönlich finde einen so großen Hund einer Rasse, bei der Rüden durchaus +/- 50 kg auf die Waage bringen können und bei der mit Wach- und Schutztrieb sowie Territorialität zu rechnen ist, nicht passend für das beschriebene Wohn- und Arbeitsumfeld, weil einfach zu wenig Platz ist.

    Was ist, wenn der Hund meint, im Fahrstuhl und/oder Treppenhaus hat sonst niemand sonst was zu suchen? Allein vom Platz her wird die Vermeidung von Körperkontakt zwischen Hund und anderen Menschen schwierig ...

    Lass Dir gesagt sein, gegen Genetik kann man nur bedingt anerziehen und trainieren, César Millán und seine Drillmethoden hin oder her.

    Wenn der Hund in seinem Territorium Ordnung halten will, wird er das tun, und wenn er mangels einer geeigneten Wohnsituation kein zu bewachendes Territorium hat, wird er sich Stellen aussuchen, die er dazu erklärt.

    Ich bin sicher, die Züchterin, die Du besuchen willst, wohnt entsprechend.

    Ehrlich, ich kann die heutige Hundehaltung oft nicht verstehen, warum es partout ein Hund sein muss, bei dem man damit rechnen muss, dass man ihn brechen muss, um ihn passend für das eigene Leben hinzubiegen.

    Ach ja: Wenn ein Ridgeback unter Deinem Schreibtisch ruhen soll, kannst Du Dir überlegen, ob Du künftig mit den Füßen auf dem Schreibtisch arbeiten willst bzw. kannst.

    Denn ein Ruheplatz für einen Hund sollte ihm auch ermöglichen, seine Position frei zu wählen.

    Zauber_Kröti: Um Gottes Willen, bloß keine bewaffneten Drohnen in Privathand!

    Jäger, Polizei, meinetwegen auch entsprechend autorisierte Wolfsmanager, die dann anstelle von Märchenerzählungen über Mama Wolf und ihre Kinderchen ganz praktisch Vergrämung an so massiv belagerten Nutztieren testen:

    Eine Art Herdenschutz-Alptraum: wenn man den Wolf einfach nicht wieder los wird:

    Land ODER Wolf Brandenburg http://www.facebook.com


    Ich gehe davon aus, dass die HSH da nach mehreren Stunden "Belagerung" bereits ziemlich k.o. sind und nur noch massiv vehement reagieren, wenn der Wolf NOCH näher kommt als in dem Video.

    Davon bin ich einfach ausgegangen; man kann sich in Europa ja auch nicht mit Handfeuerwaffen eindecken wie in den USA.

    Ist vielleicht eine saublöde Frage, aber ich möchte sie trotzdem mal coram publico stellen:

    Wäre der Einsatz von Drohnen zur Wolfsabwehr denkbar? Vor allem, wenn sich die Risse häufen und in etwa bekannt ist, von wo die Rudel einfallen? Bestückung mit Kamera zur Echtzeitbeobachtung und dann eine Ladung Schrot oder Gummigeschosse in die Bande, noch bevor die Weiden o. ä. erreicht sind?

    Oder sind das Hirngespinste von mir?

    Ein Hund kann in schweren Lebenssituationen sicherlich eine wertvolle Hilfe sein, das habe ich am eigenen Leibe erlebt.

    Nur: Unsere Hunde waren vor einer schweren Erkrankung in meiner Familie und danach während meiner eigenen Erkankung schon jahrelang bei uns, sind - für meinen Geschmack - gut erzogen und draußen extrem leichtführig, d. h. sie liefen quasi wie auf Schienen innerhalb eines gewissen Rahmens.

    Und wir haben extrem viel Platz.

    Hier ist die Konstellation aber eine andere, nämlich ein Junghund aus dem Tierschutz, erst einige Wochen im neuen Zuhause, so dass sich sowohl Menschen als auch Hund erst aufeinander einschießen müssen.

    Und gerade diese erste Phase des Einanderkennenlernens finde ich persönlich extrem spannend und hätte sie bei keinem meiner Hunde missen mögen..

    Außerdem ändert sich bei jungen Hunden noch so viel, die lernen von einer Woche auf die andere so viel Neues, von daher finde ich es nicht ratsam, so einen Heranwachsenden erst mal mit Gassiservice oder Hundetagesstätte quasi in den Standby-Modus zu versetzen.

    Denn meiner Erfahrung nach schweißt nichts mehr zusammen als das gemeinsame Entwickeln von Routinen und gemeinsame Aktivitäten.

    In den Momenten war ich zu 100% beim Hund und habe alles andere vergessen, allen Stress und alle Sorgen

    Dieses hier ist m. E. eine sehr wichtige Aussage, und ich würde mich fragen, ob ich überhaupt die emotionalen Kapazitäten und genügend Empathiereserven hätte, um für bestimmt 2-3 Stunden am Tag mit Kopf und Herz ganz beim Hund zu sein.

    Rein als Hundehalterin würde ich sagen, es wäre für den Hund fairer, ihn wieder abzugeben, damit er so schnell wie möglich die Chance hat, in ein Zuhause zu kommen, wo genügend Empathie für ihn übrig ist.

    Alles Gute!

    Nach meinen Erfahrungen mit krebskranken Menschen, die ihrem Wunsch gemäß zu Hause starben - dazu gehörten auch weitere Familienangehörige -, hängt die verbleibende Lebensqualität in großem Maße davon ab, ob zeitnah ein qualifizierter mobiler Palliativdienst in Anspruch genommen wurde und ob geeignete Hilfsmittel und Hilfsleistungen beauftragt wurden.

    [Ich habe deswegen in meine Patientenverfügung geschrieben, dass ich in einem Hospiz oder auf einer Palliativstation sterben möchte, auf gar keinen Fall zu Hause. Einfach weil ich auch in dieser letzten Phase meines Lebens professionell versorgt werden möchte. Der Aufenthalt in einem Hospiz ist übrigens kostenlos und zeitlich unbegrenzt. Hunde sind, soweit ich weiß, aus Hygienegründen nicht dauerhaft erlaubt, Hundebesuche dagegen sicherlich in den meisten Häusern möglich.]

    Es gibt ja nicht nur die mobile medizinische und pflegerische Palliativversorgung über diverse Hospizvereine und kirchliche Träger (Caritas, Diakonie), sondern auch Ehrenamtliche wie die Grünen Damen und Herren, die bei Besorgungen und Erledigungen zu Hause helfen - sofern man aus der Akuttherapie an ein Krankenhaus oder eine Klinik angebunden ist?

    Hast Du Vorsorge für Hilfsmittel wie einen Rollstuhl getroffen? Hospizvereine beraten und übernehmen auch die Erledigung von Anträgen bei Krankenkassen o. ä.

    Diese Fragen möchte ich einfach als Anregung dalassen.

    Und mich den Vorschreibern anschließen mit der Aussage, dass Du in Bezug auf Bella nichts falsch gemacht hast.

    Bzw. gar nichts falsch machen konntest.

    Weil Du, wie irgendeine der klugen Forenschreiberinnen hier einmal verlauten ließ, mit einem neuen Hund in Deinem Leben Deinen Tagen mehr Leben und nicht dem Leben mehr Tage gegeben hast.

    Die Welt, der Hund und Deine Familie, sie alle werden früher oder später ohne Dich klar kommen müssen, und das werden sie schaffen.

    Ich denke, auf der Zielgeraden des Lebens kann sich jeder Mensch den Luxus leisten, sich nur noch um sich selber zu kümmern.

    Leben ist das, was jetzt passiert!

    In diesem Sinne: Carpe diem!