Beiträge von mogambi

    WorkingDogs


    was verstehst du unter strafe bzw wie sieht die bei dir aus?

    strafe kann ja nun ein breites spektrum haben....

    du schreibst; du erlebst es bei schäfer und hütehunden das die am wild besser kontrollierbar wären wenn sie "angezüchteten" tätigkeit nachgehen.

    dazu habe ich aus fachlichen kreisen ,durchaus auch andere informationen.

    und ,angezüchtete" tätigkeiten ist ein wenig irreführend.

    zwar sind einige anlagen bei hütehunden genetisch festgelegt ,aber vieles muß antrainiert werden.

    die können nicht alles ohne es zu lernen arbeiten wofür ein schäfer sie braucht.

    meine beiden sind zwar weder im jagdlichen noch im hüteeinsatz..... was aber nicht heißt das ich mich mit den grundlagen beider bereiche nun garnicht auskenne.


    lg

    Massai

    so ist das eine gute erklärung ,die mit sicherheit auch jeder nachvollziehen kann.

    klar arbeitet man von anfang an am gehorsam....

    aber man sollte ehrlich bedenken das nicht jeder hund auch in brenzligen situationen sich an sein gelerntes gehorsam hält.

    sind halt lebewesen und keine programmierten roboter(das ist jetzt nicht persönlich gemeint)

    änni war/ist auch sehr gehorsam,achtet unterwegs sehr auf mich,ist immer eng bei mir vom kopf... trotzdem kann es situationen geben wo das mal nicht greift.

    tamilo ist da noch einmal ganz anders ... als hüti hat er ebenso jagdtrieb,zeigt diesen aber ganz anderes als die klm.

    auch er ist für seine 2 jahre sehr gehorsam und meistens mit dem kopf bei mir ,aber er reagiert halt sehr auf bewegungsreize.... stopt dann,hält inne und überlegt(dieses überlegen hat und bei ihm schon als 6 wochen alter welpe beeindruckt) was er tun könnte.....dieses überlegen gibt mir zeit zu handeln.....

    so ist einmal neben uns im knick/wall ein hase aufgesprungen und den hang rauf gerannt... tamilo hat gestopt,dem hasen nachgesehen udn ist dann zielstrebig(er war angeleint) richtung wieseneinfahrt um dort nachzusehen wo der hase abgeblieben ist.

    der wäre nicht durchs gestrüpp hinterher..... anders da ein klm,der würde den direkten weg nehmen.

    änni ist allerdings immer nur erstaunt das die hasen weglaufen ,sie schaut denen nur verständnislos hinterher...versteht das nicht...... weil... unsere hasen(wir haben kaninchen) laufen vor den hunden nicht weg.

    auch vögel sind für den milli kein thema,er schaut nur wo die hinfliegen,geht aber nicht hinterher.

    änni steht halt vor und geht ohne einspringen nach einer minute weiter.

    vor uns wechselnde rehe haben tamilo so erschreckt das er sich hinter mir versteckt hat.... hat ihn aber nicht davon abgehalten am nächsten tag zu schauen ob die noch da sind.

    was rück/abruf angeht,da dreht der milli auf der stelle wenn man ruft,egal ob zuhause im garten oder unterwegs....änni ist unterwegs auch zuverlässig(aber sie schaut auch sich alle 3 meter nach mir um),im garten überlegt sie erst einmal ob ein kommen aus ihrer sicht wichtig ist.

    trotzdem würde ich für keinen der beiden meine hand ins feuer legen das die nicht doch mal hinterher laufen.

    mäuse/maulwurf hatte änni schon mehrmals im maul,sie läßt die umgehend wieder laufen,nachdem im garten mal eine von ihr gefangene maus gepiepst hat und sie die vor schreck hat fallenlassen.


    nach der erfahrung mit dem flüchtenden reh,trainiere ich mit tamilo nach dem plan den ich für änni bekommen habe,aber schon von welpe an.

    der hat zwar nie schreiend in der leine gehangen,aber stillsitzen und beobachten fiel ihm lange lange sehr schwer.mittlerweile bietet er das oft schon von selbst an.


    lg

    ich lese hier immer wieder mal das ihr jagdliche "probleme" über gehorsam regelt

    dazu wäre eine genauere angabe sinnvoll...

    was versteht sich da unter gehorsam ?

    wie fordert ihr das ein?

    meistens sind ja hunde die im jagdmodus sind in ihrer "eigenen welt" und eher selten ansprechbar oder empfänglich für soche ansagen.

    und gerade junghunde sind ja nicht immer schon so im gehorsam gefestigt das man das geraxde in solchen situationen zuverlässig abrufen kann.

    ich kann mir vorstellen das viele halter,gerade mit jungen hunden die ihren jagdtrieb erst ab einem bestimmten alter so richtig zeigen,bei solchen aussagen oft an sich und ihrem verhältnis zum hund zweifeln.

    das finde ich sehr schade,denn jeder hund ist ein individium ,nicht für jeden paßt das ganz normale 0815 training.

    klar,jemand der schon lange im jagdlichen bereich mit seinem hund unterwegs ist oder sport in dieser richtung ausübt,kann das leicht sagen.... hilft nur dem der gerade das problem hat nicht weiter....

    lg

    wenn ihr einen trainertermin habt,würde ich solche begegnungen bis dahin wenn irgend möglich vermeiden.

    ich selbst würde wenn machbar umdrehen oder wenn nicht den hund kurz nehmen und zügig ohne worte an den hund dran vorbei,egal wie sie schreit.... tief durchatmen und ruhig weitergehen... "bei dir bleiben",nicht so sehr den fokus auf den hund richten.

    bin gespannt was der trainer dir rät.

    mir wollte damals kein trainer helfen..... ich hab nächtelang das www. durchsucht , bin dann beim deutschen jagdportal gelandet,hab mich da angemeldet und bin so auf diesen jagdhundeausbilder/trainer gestoßen.

    wenn du interesse hast ,gebe ich dir gerne den nahmen per pn.

    lg

    ich hab damals mit änni auch wochenlang den wald gemieden....

    mir wurde dann von ausbilder/trainerseite gesagt das das wenig sinn macht.... ich sollte kleinschrittig an begegnungen arbeiten.

    im wald sollte ich mit änni im fuß ,stop gehen,immer wieder so das ihr keine zeit blieb den kopf für anderes zu gebrauchen.solange bis sie von sich aus mit dem kopf "bei mir" ist

    er hat immer gesagt; der hund hat 2 ohren und eines davon hat immer bei seinem menschen zu sein... das geht auch wenn der hund vorweg läuft...

    dann wildbegegnungen "suchen",nicht vermeiden und in minischritten das aushalten üben.

    wie sagt der ausbilder immer, du mußt ganz lange am fundament arbeiten bevor es an die etagen geht.

    ist was wahres dran..... und ja,das ist täglich arbeit mit dem hund ... und auch nicht immer spaß,aber es lohnt sich ... auch wenn es lange dauert.

    wir sind jetzt seit 4 jahren dabei und noch nicht ganz am ziel,aber auf dem weg dahin....

    uns kommt jetzt noch erschwerend hinzu das änni blind wird.

    viele denken ,das das ganze vereinfacht,sieht sie doch auf entfernung wild nicht mehr........dem ist aber nicht so ,denn ihre nase und die ohren werden mit dem verlust des augenlichts immer sensibler....

    aber wir haben beide freude an der arbeit und das finde ich wichtig... änni macht das wirklich gerne und bietet inzwischen vieles von ganz alleine an.

    und,man lernt seinen hund noch einmal ganz anders lesen.

    lg