Beiträge von Pirschelbär

    Aber das ist auch wieder so typisch (nicht für dich ;) )
    Nur weil es ohne Gewalt geht, soll es "einfach" sein, anstatt dass man sich vielleicht einfach mal Gedanken darüber macht, dass man tatsächlich auch schwerer wiegende Probleme völlig gewaltfrei nur über schrittweises positives Training lösen kann.
    Aber nein, wenn das geht, dann kanns ja kein wirkliches Problem gewesen sein :roll:

    Lies dir mal den Blog durch, dann weißt du welche Probleme man durch rein positive Bestärkung alle lösen kann
    http://hoellenhunde.tumblr.com/

    Zitat

    Und mit den Umorientierungssignalen ist das auch so eine Sache - die sind ja meist über Leckerli aufgebaut, aber es gibt einfach Hunde die sich für Leckerli oder Spielzeug nicht interessieren, oder denen die unerwünschte Tätigkeit einfach gerade wichtiger ist als das.

    Oder man belohnt einfach mal mit was anderem als Leckerli oder Spielzeug. Dafür muss man sich aber auf seinen Hund einlassen und seine Bedürfnisse erkennen und vor allem akzeptieren.
    Das Ganze nennt sich dann bedürfnisorientiertes Belohnen und ist gar nicht so kompliziert wie es sich anhört.

    Wenn mein Hund Wild sieht, lässt er sich bestimmt nicht durch Winken mit der Fleischwurst davon abhalten hinterherzusetzten. Trotzdem habe ich es geschafft ihn ohne Strafreiz dazu zu bewegen, so lange zu verharren, bis ich ihn angeleint hab. (Meistens wenigstens, aber wir sind auch noch im Training ;) )
    Die "Deutlichkeit" mit der ich ihm eine Ansage hätte machen müssen um in der Situation zu ihm vorzudringen ist in Deutschland verboten - und ich bin nicht traurig darüber.

    Ich denke, dass das vermeintlich "natürliche" bei den Meisten den Reiz ausmacht.
    Sowie das Versprechen, dass der Hund uns gehorcht, weil er uns akzeptiert (liebt?) und nicht bestochen wird.
    Es wäre doch eine schöne Vorstellung, mit dem Hund auf Hündisch (oder Wölfisch oder Nowakisch oder weißdergeier) kommunizieren zu können. So "back to the roots", naturverbunden. Ich denke darum geht es zum großen Teil.

    Mein Köter stellt im Dunkeln auch alles, was da seiner Meinung nach nichts verloren hat und ehrlich, wenn wir allein draußen unterwegs sind und ich würde von einer unbeleuchteten Person überrascht, wäre mir das sogar ganz recht.
    Solange ich
    1. ihn vorher schon umlenken kann wenn ich die Person gesehen hab,
    2. ihn, wenn er verbellt leicht abrufen kann
    3. sicher bin, dass er nicht körperlich wird
    sehe ich da kein Problem (bei uns ist aber nachts auch eigentlich nix los!)

    Das betrifft übrigens nicht nur nicht-Hundehalter, sondern auch Hundehalter.
    Das war eine nette Überraschung, als plötzlich im Dunkeln ein Paar mit (unangeleintem) Hund auftauchte. Ich hatte ne Stirnlampe dran und Djego an der Flexi. Im Gegenteil wurde ich angepampt, weil ich die Herrschaften wohl geblendet hatte, bei meinem Versuch das grün leuchtende Augenpaar zu identifizieren, das auf uns zu kam.

    Eine Nicht- Kastration hat für die meisten Hunde überhaupt keine Nachteile.
    Es mag Halter geben, die sich davor ekeln, wenn der Hund intensiv draußen Urin schnüffelt und leckt oder die es nicht schaffen, den Hund so zu erziehen, dass er sie nicht zu jedem Laternenpfahl schleift um dort zu markieren.
    Manche Hunde (nicht nur Rüden) entwickeln aus den verschiedensten Gründen eine Aggression gegen Artgenossen, manchmal auch nur an der Leine.
    In 99% der Fälle liegen aber die Probleme in der Erziehung und somit beim Halter und nicht beim Hund und lassen sich folglich durch eine Kastration des Hundes nicht beheben.

    Dass ein kastrierter Rüde generell ruhiger und verträglicher ist, als ein Unkastrierter ist ein Irrglaube.

    Dein Hund ist in der Entwicklung noch lange nicht fertig, er ist unsicher und ängstlich. Das schlimmste was ihr jetzt machen könntet wäre den Hund kastrieren zu lassen. :smile:

    Eine Kastration kann manchmal wirklich Sinn machen, bei einem erwachsenen Tier, das eine sexuell motivierte Aggression gegen Rüden hat, bzw. der an seinem Testosteronüberschuss über die Maße leidet.

    Ängstlichkeit und Unsicherheit sind Gründe, einen Hund unter keinen Umständen kastrieren zu lassen.