Ah, danke.
Bei der Dogge weiß ich tatsächlich nicht, ob die auch schon so lange kupiert wurde, wenn würde die Erklärung in dem Fall ja aber auch Sinn machen.
Beim Dobermann kaum, da hat man sich das wohl einfach "abgeguckt".
Beiträge von Pirschelbär
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Quarus, wurde dem Boxer anfangs (Mittelalter) vielleicht die Rute kupiert weil er für die Jagd eingesetzt wurde? Bzw. weil er sich mit Großvieh anlegen musste?
Ich will einfach nicht glauben, dass man es aus rein ästhetischen Gründen gemacht hat.... -
Ach Mensch. Wie man nur auf die Idee kommen kann:
Komm, lasst uns doch den Hunden Ohren und Schwänze abschneiden, sieht bestimmt schick aus.
Ich hab neulich einen Riesenschnauzer mit Kringelrute gesehen. Man sah das doof aus. Das hat man davon. (Also davon, dass man die Schwänze die ganze Zeit einfach abgeschnitten hat)
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Eine lange, dünne Rute mit wenig Fell dran ist was das angeht natürlich von Nachteil. Dann kommt auch noch das Temperament des Hundes hinzu.
Bei Jagdhunden werden die kurzhaarigen deutschen Vorsteher kupiert, weil die Rute lang und dünn ist und sie eine hohe Rutenaktivität haben.
Beim Pointer als englischem Vorsteher wird die Rute nicht kupiert, obwohl sie auch lang und dünn ist, die Hunde haben aber eine geringere Rutenaktivität.Wurden Boxer und Dobermann die Ruten nur aus optischen Gründen kupiert oder steckte da damals mehr dahinter?
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Das genau habe ich vorher zu schildern versucht: mein Tonfall/Mimik/Gestik etc. passen halt einfach zusammen und sagen deutlich, daß mir genau das, was der Kerle grad macht, nicht paßt. Das hat bislang noch jeder Hund verstanden, bei dem ich das verwendet habe, wenns richtig "getimed" war. Und zwar ohnen nen psychischen Zusammenbruch ;-) -man muß den Hund dabei ja nicht gleich anschreien oderzu Tide erschrecken und bedrohen. Das ist authentische Kommunikation. Ich kann doch nicht NEIN sagen im Tonfall von "ich liebe Dich, mein Engelchen" - WIE soll der Hund das verstehen?
Aber wenn es in dem Moment funktioniert, hast du den Hund durch Bedrohen davon abgehalten. Wie stark diese Bedrohung sein muss damit das Verhalten unterbleibt hängt eben von Hund und Situation ab. Gut, jetzt kann man sagen an so ein bisschen bedrohen ist ja nichts verkehrt. Von mir aus. Ich möchte es aber nicht.
Wenn ein Fremdhund auf mich zurennt und mich anspringen zu wollen scheint - dann hab ich keine Zeit, ein NEIN zu clickern oder so n Qautsch - dann muß das einfach in dem Moment rüberkommen, daß er das besser grade läßt.
Was hat denn das Verhalten eines fremden Hundes damit zu tun?
Ich könnte genauso gut in dem Moment Bahnhof oder Müllbeutel sagen - der Hund würde trotzdem verstehen, daß ich das gerade doof finde. Dazu brauche ich kein Wörterbuch für den Hund, wenn ich einfach ein strenges Gesicht dabei mache, und der Tonfall dazu paßt. ;-)
entspricht Bedrohen
Ich finde, daß man einen Hund total unterschätzt, wenn man schon unterstellt, daß er eine so deutliche Kommunikation nicht versteht. Hunde beobachten ihre Menschen tagaus tagein - der weiß am ersten Abend, wie Du tickst, und was Du meinst, wenn Du diese oder jene Bewegung machst, oder ob Du gut drauf bist oder genervt.
Ich weiß dass mein Hund versteht, wenn ich genervt bin oder sauer. Das ist aber einfach für mich kein Grund es als Erziehungsinstrument einzusetzen. Dass ich meine Gefühle vor meinem Hund nicht verheimlichen kann weiß ich.Es geht um Kommunikation, nicht um Strafe - das ist was Anderes. Strafe gäbe es nämlich hinterher, wenn ein Hund was Blödes bereits gemacht hat - und ich warne schlichtweg vorher und sage damit deutlich und verständlich, er soll´s lassen. Das hat nichts mit Bedrohen zu tun. Wenn ich Dir in ner 30er Zone in warnendem Tonfall sage, Du solltest evtl. doch nicht mit 80 Sachen durch fahren - das ist ja auch keine Bedrohung.....
Vor was warnst du denn? Ja wohl vor den unangenehmen Konsequenzen, die für den Hund folgen, wenn er sein Vorhaben nicht unterbricht. Ich verspreche ihm lieber eine gute Konsequenz, wenn er sein Vorhaben abbricht.
Der Ton macht die Musik. Wenn ich meinem Hund neutral sage: Du sollst den Müll nicht ausräumen wird er es wohl kaum verstehen. So schlau sind sie dann doch wieder nicht.Im Übrigen finde ich, dass das Rudelstellungsgedöns noch das Harmloseste an Frau Nowak ist.
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Für den von dir beschriebenen Fall hab ich einfach das Kommando "warte" oder "langsam". Ganz einfach. Da gibts als Belohnung auch nicht jedesmal ein Leckerli sondern auch mal nur die Freigabe zum weiterlaufen. :ua_nada:
Woher weißt du, dass dein Hund weiß, was in dem Moment mit "Nein" gemeint ist? -
Liest du eigentlich was ich schreibe?
Zitat
Aber: Ich mach mir eine Notiz im Kalender und nehme das Problem zukünftig in mein Training auf.
Bis ich ein verlässliches Alternativverhalten aufgebaut hab, versuche ich im Alltag solche Situationen zu vermeiden.Also nix mit: Man geht dem Problem aus dem Weg.
Wenn ich nicht eingreifen kann, falls der Hund an den Müll geht und ich mir aber nicht sicher bin, ob er es macht, dann räum ich den Müll vorher weg.
Andersrum:
Wie würdest du denn dem Hund verbieten in deiner Abwesenheit den Mülleimer auszuräumen?
Ihn vorher so rund machen, dass er sich im Leben nie mehr an den Mülleimer traut?
http://markertraining.de/regeln-bei-der…ung-von-strafe/Mit einem Kind, das klauen kann, kann ich aber reden.
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Da ist es doch schön, dass der Mensch die Gabe hat vorausschauend zu planen und zu handeln.
Will ich nicht, dass mein unerzogenener Junghund dauernd den Mülleimer ausräumt, räum ich ihn weg.
Weiß ich, dass mein pubertärer Rüpel andere Hunde an der Leine anmacht, weiche ich aus.
Kommt mein Hund nicht, wenn ich ihn aus dem Spiel rufen will, rufe ich ihn nicht sondern hole ihn ab.
Frisst er draußen sämtlichen Müll, sichere ich ihn mit Maulkorb.Aber: Ich mach mir eine Notiz im Kalender und nehme das Problem zukünftig in mein Training auf.
Bis ich ein verlässliches Alternativverhalten aufgebaut hab, versuche ich im Alltag solche Situationen zu vermeiden.Gerade bei "Alltagsproblemen" sehe ich keinen Grund Strafe anzuwenden. Ein positiv auftrainiertes Abbruchsignal funktioniert idR genau so gut.
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Zitat
Das mit dem "einfach" hab ich irgendwie blöd ausgedrückt, ich weiß sehr wohl wie anstrengend und kompliziert sowas sein kann. Ich wollte damit eher sagen, dass man es mit Hunden die auf solche Sachen reagieren wohl trotzdem noch etwas einfacher hat, als mit einem völlig abgebrühten Hund.
Aber auch wenn man mit Strafe arbeitet ist es nicht unbedingt, wie von vielen angenommen, eine Hauruckmethode. Es steckt trotzdem sehr viel Arbeit dahinter dem Hund ein gutes und sicheres Alternativverhalten beizubringen.
Natürlich beendet man damit vielleicht die schlechte Angewohnheit in dieser Situation schneller, aber es dauert trotzdem seine Zeit, dass der Hund auch versteht dass er es nicht nur jetzt lassen soll, sondern für immer. Und das er eben nicht selbst entscheidet was er in so einer Situation für richtig hält, sondern das macht was für Herrchen oder Frauchen richtig ist.
Ne Jannik, ich hab dich schon richtig verstanden. Du sagst ja Grunde wieder das Gleiche.
Das schöne ist doch, dass Hunde gegen Belohnungen nicht abstumpfen können, gegen strafen aber schon. Deswegen funktioniert es auch immer. Aber dabei muss man eben ganz kleinschrittig vorgehen und dem Hund vorher die benötigten Werkzeuge auftrainieren. Erst wenn die gut sitzen steigere ich die Anforderungen langsam. Wenn ich mit Strafe arbeite bringe ich meinen Hund wissentlich in eine Situation, von der ich weiß dass sie ihn überfordert um ihn dann abzustrafen. Das ist doch nicht fair.