Zitat
Hier auch. 
Also so grundsätzlich immer? Hund steht in der Gegend rum oder schaut sich Fliegen und Vögel an - klick-
Habe ich noch nie ausprobiert. Könnt ich mal versuchen.
Ja. Erstmal grundsätzlich immer. Je nach Veranlagung des Hundes (meiner ist hauptsächlich Sichtjäger) aber nicht nur das "Gucken" sondern auch jedes Schnüffeln und Witterung aufnehmen.
Ich hab schnüffeln nicht geklickert (weil da einfach nicht Djegos Jagdschwerpunkt liegt) sehr wohl aber das Wittern, also mit der Nase im Wind. Das kann man dann langsam abbauen. Für Djego war es dann schon Belohnung genug, wenn er nach dem Klick "weiter" durfte, obwohl er ja freiwillig stehen geblieben ist.
Es wird aber für den Hund zu einer Art Selbstverständlichkeit, bei etwas Interessantem erstmal stehen und gucken. Mit viiiieeel gutem Training wird sich der Hund vielleicht sogar von selbst dir zuwenden und seine Belohnung einfordern. Soweit jedenfalls die Theorie.
Nebeneffekt: Was meinst wie toll dein Hund dich plötzlich findet, wenn du ihn für etwas belohnst, was er sowie so gerne macht. Bei Djego war das auch der Punkt, an dem er plötzlich doch eher mal Lust auf Zusammenarbeit hatte. Frauchen ist nicht nur Spielverderber, die hat auch Ahnung was richtig Spaß macht
Je nachdem was dem Hund Spaß macht, kann man das Verhalten (Gucken, Wittern, Schnüffeln) auch mit einer Vokabel belegen und gezielt zur bedürfnisorientierten Belohnung einsetzen.
Wie gesagt, die Methode hat bei uns bislang den größten Erfolg gebracht, muss für euch natürlich nicht zutreffen.
Djego ist ein schnöder Doggen-Labbi Mix. Mein erster Hund bei dem ich leider im ersten Jahr, was das Jagen angeht auf ganzer Linie versagt habe. Er ist süchtig nach dem Adrenalin-Kick den ihm das Hetzen beschert. Er hetzt bis zur völligen körperlichen Erschöpfung über mehrere Kilometer. Kommt er zurück - nur noch auf drei Beinen laufend- hat er am ganzen Körper gezittert, war von Schrammen übersät, hat aus dem Maul geschäumt und konnte sich fast nicht aus den Beinen halten. Aber nie hab ich ihn glücklicher gesehen.... Er lässt sich weder durch Elektrozäune noch Stacheldraht bremsen. Keine Ahnung wie oft er sich schon an der Schlepp überschlagen hat. Einmal ist er mit einem Auto zusammen gestoßen. Fünf Tage später (die verletzte Pfote noch dick verbunden) wollte er schon wieder ner Herde Rehen hinterher. Kann er das nicht, hängt er in der Leine und schreit so laut, dass ich von Passanten schon als Tierquälerin beschimpft wurde weil sie dachten ich hätte ihm weh getan.
Das hört sich grad an, als würde ich meinen Hund dauernd jagen lassen, das ist nicht so. Es waren wirklich immer blöde Zufälle (wir haben hier sehr viel Wild!) und es ist eigentlich gar nicht so oft vorgekommen, prägt sich aber sehr gut ein.
Wie auch immer wollte ich dir eigentlich nur Mut machen 
Was aber hier wahrscheinlich nie funktionieren wird: Ihn mit einem anderen Hund laufen lassen, der auch nem Jagdausflug nicht abgeneigt ist.