Beiträge von Pirschelbär

    Draußen regelt mein Hund seinen Kram lieber selbst. Normalerweise macht er das auch ganz gut.
    Da vertraue ich ihm, sozusagen. Ist mir eigentlich auch ganz recht so.

    Ansonsten ist sein Vertrauen zu mir grenzenlos, würde ich mal sagen. Hat er vor etwas Angst (Hängebrücke, Gitter, enge Wendeltreppe) und ich sag: Da kannst du ruhig rüber, dann geht er rüber. Vielleicht geduckt und mit eingezogenen Schwanz, aber er hat bislang alles gemacht, was ich von ihm gefordert hab. Mittlerweile sogar schwimmen :lol:

    Als wir beim TA waren wurde Djego eine entzündete Kralle gezogen. Ohne Betäubung und ich hab ihn während der Prozedur gewaltsam auf dem Behandlungstisch runtergedrückt. Danach war er nicht anders zu mir als vorher.
    Und trotzdem springt er auf meine Aufforderung hin auch immer noch auf den TA Tisch.
    Sieht er allerdings jemanden in weißer Hose ins Wartezimmer kommen, macht er sich ganz klein und hofft, dass ihn niemand sieht.

    Vielleicht hab ich auch nur ein besonders einfältiges Exemplar erwischt, das zu solch komplexen Gedankenschritten nicht in der Lage ist :D

    Ich gehe davon aus, dass das noch zu machen ist. Dazu aber mit dem Aufbau nochmal ganz von vorne anfangen. Und sich echt gut überlegen, welche Kommandos man will und welcher Pfiff dafür Sinn macht.

    Ich hab Lang kurz für "komm"
    kurz für "schau"
    kurz kurz für "sitz"
    und eben Triller für "down"
    Hat sich bei mir bislang bewährt.

    Folgende Bewandnis hat es mit den Sequenzen bei mir:
    Ob das Tier schaut oder sitzt ist mir jetzt nicht so waaaahnsinnig wichtig.
    Der lange Pfiff unterscheidet sich gut von den anderen, der ist mir auch wichtiger.
    Am wichtigsten ist mir das "Down" deswegen eine komplett andere Pfeife, damit der Hund keine Sekunde überlegen muss "ob da noch was kommt".

    Das sind so Gedanken die man sich dabei machen kann. Je nachdem was man sich eben so vorstellt.

    Das sehe ich als Problem.

    Ich habe als speziellen: Schmeiß-dich-auf-der-Stelle-in-den-Dreck-Pfiff einen Triller, damit der Unterschied zur normalen Pfeife sofort deutlich wird.


    Für "normale" Kommandos, dann verschiedene Pfiffe mit dem gleichen ton.
    Willst du mehr mit Pfeife arbeiten, solltest du deine Pfiffe bzw. eben die Sequenzen ganz konsequent den Kommandos zuordnen.

    Jetzt, wo sie den Pfiff als Aufmerksamkeitssignal kennt würde ich immer wiederholen:
    Pfiff-Kommando-Keks

    irgendwann wird sie nach dem Pfiff das Kommando in vorauseilendem Gehorsam ;) schon ausführen, bevor du etwas sagst -> Fette Party!

    Soweit die Theorie.

    Tierschutz hört nicht auf, wenn man ein Tier aus dem Ausland gerettet hat.
    In seinem neuen Zuhause geht es weiter.
    Deine Aufgabe ist es jetzt vor allem, euren Hund vor den Übergriffen durch deinen Freund zu schützen und dir selbst auch ganz viel Wissen über den Umgang mit Hunden anzueignen.