Beiträge von Hagashin

    Hallo Steffi,

    vielen Dank für deine Antwort. Nach unserem mittaglichen Spaziergang bin ich mir ziemlich sicher, dass sie läufig wird: aller 2m ein Kleines Pfützchen und die Dackelfreundin aus dem Nachbarblock wurde weggeschnappt. Ansonsten ist alles beim alten, die Fenster waren eigentlich immer geschlossen. Was mir noch einfallen würde, wäre vielleicht, dass jemand geklingelt hat, denn das bringt sie auch häufiger zum Bellen, aber nicht so lange.

    LG
    Jeky und Sven

    Hallo miteinander und guten Abend,

    Kurz zur Vorgeschichte:
    Vor knapp 2 Jahren holte ich meine Dackeldame Jeky aus dem Tierheim, laut diesem war sie zu diesem Zeitpunkt ca. 1 Jahr alt. Sie war sehr quirlig und aktiv, und sehr, sehr anhänglich. Da noch Semesterferien waren, hatte ich genug Zeit, um sie langsam an das Alleine-Sein zu gewöhnen. Es zog sich sehr lange hin, aber nach und nach klappte es besser und besser. Außerdem hatten wir nette Nachbarn (und auch sehr geräuschresistente), die uns berichteten, wie es lief, wenn wir die Wohnung verließen. Jeky's Methode während des Allein-Seins war es, zu bellen, solange, bis sie heiser wurde und nur noch ein Krächzen rauskam. Ansonsten ist sie überhaupt keine Bellerin, nicht mal wenn sie auf der Straße von den "Keine-Angst-der-bellt-jeden-an"-Hunden angekläfft wird, als gäbe es kein Morgen. Wenn "feindliche" Geräusche von draußen zu hören sind (Leute im Treppenhaus, Briefkastenöffner), wird geknurrt und manchmal etwas gewüffelt. Es lief recht gut, ich musste dann für 3 Monate ins Krankenhaus und meine Eltern, welche beide berufstätig sind und mein Vater im Schichtdienst tätig ist, passten auf meine Kleine auf und führten das Training besten Gewissens fort.
    Ziemlich genau vor einem Jahr zogen wir beide aus dem Elternhaus in unsere erste Wohnung. Die Anfangszeit war sehr schlimm und ich konnte nicht einmal den Müll rausbringen, ohne dass es in der Wohnung Terror gab. Gebell, als würde die Welt untergehen, wenn ich nicht da bin. Ich hing also ein Zettel ins Treppenhaus, dass es in den ersten Wochen zu Bellen kommen kann und ich ihr das Alleine-Sein hier wieder antrainiere. Allerdings hatte ich hier weniger kulante Nachbarn und nach genau 4 Wochen , welche ich in dem Zettel lapidar als Frist festsetzte, bis es klappen würde, bekam ich die erste Abmahnung vom Vermieter, dass ich um das "Ruhestörungs-Problem" kümmern solle. Es kam keine Rückmeldung oder Beschwerde von den Nachbarn, sondern direkt vom Vermieter :mute:
    Also holte ich mir professionelle Hilfe: Eine Hundetrainerin! Ihr Fazit: Jeky ist nicht ausgelastet, wenn ich weg bin. Wir nahmen sie auf Videokamera auf und sie sah keine Anzeichen von Stress, sondern einfach nur pure Langeweile! Das traf mich wie ein Schlag. Also hieß es auslasten (Reizangel-, Such- und Rennspiele) und als Training riet sie mir, wenn ich gehe Jeky ein Spezial-Essen zu geben, was es nur gibt, wenn ich gehe, damit das Gehen mit etwas positivem verbunden wird. Es gab also einen gefüllten Kong mit Leberwurst, Kauknochen und allerlei Köstlichkeiten. Und es klappte! Langsam aber stetig wurde es besser und eines Tages kam ich sogar nach Hause und Jeky kam aus ihrem Körbchen, gähnte mich verschlafen an und streckte sich erstmal, keine Anzeichen von Stress. Auch in den letzten Semesterferien habe ich natürlich weiterhin geübt, auch mal das Futter weggelassen und geschaut (denn das Seltsame: Sobald wir gassi gehen wollen, rennt Jeky in's Wohnzimmer zu ihren Futterschälchen und isst auf dem Weg zur Tür O.o). Ich bin neben dem Studium noch arbeiten und hatte dort mitunter 9 Stunden Schicht, in der Zeit war sie bei meinen Eltern, weil das doch eindeutig zu lange ist. In den letzten Wochen waren es jetzt immer Zeiten zwischen 1,5 und 4 Stunden und es gab keine Beschwerden der Nachbarn, Jeky schien ruhig zu sein, auch als ich wieder nach hause kam, schien sie nicht sonderlich gestresst zu sein, kein Quieken, hochspringen, rumwuseln.


    Doch gestern fiel ich aus allen Wolken, als ich von Arbeit gekommen bin: ich stehe unten am Eingang ( ich wohne in einem 5-geschossigen Neubaublock, letzte Etage ganz oben) und höre meine Dame lauthals losbellen! Heute nach der Früh-Schicht das gleiche Spiel und jetzt nach der Uni nochmals.

    Noch ein paar Informationen: Alle Räume bleiben offen (vorhin hatte ich sie im Wohnzimmer gelassen, um zu schauen, aber keine Besserung), ich verabschiede mich nicht von ihr, ignoriere sie beim Wiederkommen, vor dem Gehen bekommt sie ihren Kong oder anderes Super-Leckerlie

    Momentan reagiert sie auch sehr sensibel darauf, wenn ich mich anziehe und auf den Schlüssel, was vorher kein Problem war. Sobald sie es sieht, geht das Hecheln los und das horizontale Rute-Wedeln


    Ich weiß nicht mehr weiter, was plötzlich schief läuft, sie müsste bald läufig werden, kann das denn auch damit zu tun haben? Jedenfalls kam heute die erste Bemerkung meiner direkten Nachbarin, dass Jek unaufhörlich gebellt hat, die komplette Zeit, in der ich weg war. Nun es war kein Bellen mehr, eher ein Jaul-Bellen, was ich so vorher noch nie von ihr gehört habe :???:


    Vielleicht kann jemand weiterhelfen?
    Ist leider sehr viel geworden, aber wenn ich einmal anfange, dann rattert's =/


    Liebe Grüße
    Jeky und Sven


    Nachtrag: Laut meinen Nachbarn hat sich Jeky sonst immer nur kurz zu Wort gemeldet, wenn jemand im Treppenhaus war oder am Briefkasten und danach war wieder Ruhe.