Hallo alle zusammen!
Heute war unser Termin mit Ellen (der Rote Hund) und sie hat uns einige Punkte aufgezeigt, an die wir garnicht gedacht hatten.
Es fing damit an, dass wir uns bei uns daheim (normalerweiße macht sie keine Hausbesuche) getroffen haben. Sie sprach uns trotz der sehr detaillierten Beschreibung hier im Forum nochmal genauer drauf an, also wie wir auf Jack gekommen sind, was er für eine Vorgeschichte hat und so weiter und sofort.
Dann kamen einige Fragen an uns Halter -> die wichtigste war, die uns beiden die Augen geöffnet hat: "was verbietet ihr Jack eigentlich?". Leider hatten wir nicht so viele Antwortmöglichkeiten parat und uns wurde schnell klar, dass er bei uns wie ein grieschicher König (nur ohne Staatsschulden ;-)) lebt und uns somit ständig auf der Nase herumtanzt.
Sie vermittelte uns bei einer Tasse Kaffee weitere sinnvolle Gedankenanstöße. Doch es blieb nicht nur bei der Theorie, sondern wir gingen mit kleinen Schritten voran, in dem wir Jack mal seine grenzen aufzeigen. Also wenn wir etwas nicht möchten, dass er grade versucht zu machen, sollen wir dagegen etwas machen.
Sie lies meine Freundin Jack mit Leckerlis zu sich rufen und ihn füttern. Ich sollte Jack dazu bewegen dies zu unterlassen indem ich etwas unternehme. Was allerdings, lies sie mich selbst ausprobieren. Nach zwei von mir gescheiterten Versuchen, zeigte sie uns eine Möglichkeit. Wenn Jack versucht das Leckerli zu essen, hatte sie ihm kurz auf die Schnauze von oben mit zwei Fingern "geklopft" und es mit einem Geräusch wie einem "Nein" o.ä. verbunden. Bei Jack's erstem Versuch wusste er nicht was er machen sollte und probierte es erneut. Ellen versuchte es erneut und nach diesem zweiten Versuch konnte sie ihn bereits nur mittels der Stimme davon abhalten es zu nehmen.
Anschließend versuchten wir es - und es klappte sehr gut. Er war verwirrt, weil er nicht wusste was auf einmal los ist, weil wir ja sonst ihm doch immer alles durchgehen haben lassen ;-)
Weiter gab sie uns noch einige Tipps, dass er zum Beispiel nicht ständig uns in die Küche hinterher rennt, sondern er sich quasi da positionieren soll, wo wir es ihm erlauben. Das heißt, wenn wir nicht möchten, dass er in die Küche kommt, machen wir es ihm unangehm, sodass er nicht freiwillig da bleiben will und sich außerhalb der Küche hinlegt. Allerdings hat sie uns auch den Rat gegeben, ihn öfters mal mit in die Küche zu nehmen und darauf zu bestehen, dass er in einer Ecke in der Küche bleibt. Nicht, dass er nachher damit assoziiert, dass wir nur in der Küche böse sind oder ähnliches.
Alles in allem war Ellen sehr begeistert und zuversichtlich von und mit Jack. Sie empfahl uns, das strengere Verbieten circa eine Woche lang durchzuziehen. Anschließend, wenn wir merken, dass es was gebracht hat, können wir mit ihr gemeinsam das nächste - uns sehr wichtige - Problem mit den Artgenossen angehen.
Wir haben uns sehr gefreut, auf so eine kompetente und nette Trainerin gestoßen zu sein, die aber auch mal mit den Herrchen tacheles redet, was die eigentlich Problematik ist. ;-)
Daher werden wir weitere Trainingsmaßnahmen definitiv in Zusammenarbeit mit Ellen angehen und können sie daher nur empfehlen! Danke nochmal an staffy für den Tipp!
Sollten noch Fragen oder ähnliches sein, könnt ihr mir einfach eine PN schreiben.
Beste Grüße,
Thomas