Beiträge von Manegarm

    Den Zeigen und Benennen_thread kenne ich schon, ich finde die Methode auch wirklich gut.
    Ich weiss nur leider nicht wie ich das hier umsetzen soll :verzweifelt:
    Was der klick bedeutet, weiss Ayla. Allerdings guckt er dann auch direkt zu mir.

    Was für mich ein großes Problem darstellt, ist, dass ich nicht weiss, was die Ursache ist.
    Die letzte Trainerin meinte es sei Frust, der daher kommt, dass ich nach dem letzten Beissvorfall sämtliche Begegnungen an der Leine abgebrochen habe.(Selber gebissen hat er nie, Konstellation war immer Ayla an der Leine, der andere Hund frei) Aber 4 Trainer = 4 Meinungen -.-

    Ich versuche mal das Verhalten zu beschreiben, vielleicht lässt sich so die Ursache finden bzw. rausfinden ob ZuB wirklich das richtige für uns ist.
    Wenn wir auf Hunde treffen, die z.B. hinter einem Zaun sind, zeigt Ayla deutlich ein rauswollen aus der Situation. Er fängt an zu ziehen wie ein Ochse, er ist überhaupt nicht ansprechbar. Er lässt sich aber deutlich leichter "Mundtot" machen als bei Hunden auf Spaziergängen.

    Derzeit "übe" ich an einem Hund, der bei gutem Wetter im Garten sitzt. Der reagiert auch recht heftig auf andere Hunde. Lange kann ich dort nicht bleiben, keine Ahnung wie lang sich der Hund dort von nem 1meter hohen Zaun abhalten lässt.Bisher habe ich halt versucht, Ayla frühzeitig abzubrechen und versucht über das "Schau her" seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, das schafft er halt nicht, er zeigt deutlich dass er da weg will.
    Und wenn ich 4mal da vorbei laufe, so springt er auch 4 Mal drauf an.

    Bei Hunden die wir auf Spaziergängen o.ä. treffen wirds dann ganz heikel. Hunde die ruhig an der Leine sind, können wir manchmal bis zu einem gewissen Grad passieren (ich gehe nie direkt auf andere Hunde zu, ich laufe immer einen Bogen). Er fixiert die Hunde zwar, bleibt aber bis wir ungefähr auf der selben Höhe sind ruhig, dann gehts los. Wir kamen auch schon an Hunden komplett vorbei und just als ich ihn belohnen wollte, dreht er sich rum und gibt dann Feuer.

    Bei Hunden die selber Pöbeln geht das teilweise schon auf 500m los. Da ists dann auch uninteressant ob da ein Auto kommt oder sonst ein Hinderniss. Er vergisst sich da regelrecht, wieder nicht ansprechbar und hat auch einige Minuten danach noch einen ziemlichen Stresspegel.

    Er nimmt in diesen Situationen weder Lecker noch Spielzeug an. "Schau her" bringt auch hier nix.

    Manchmal knurrt er auch, obwohl kein Hund da ist, nur weil wir an dieser Stelle öfters einen Erzfeind getroffen haben - das macht er besonders gern bei meinem Freund.

    ~Manegarm

    Hallo,
    Ich hoffe, ihr könnt mir etwas weiterhelfen.
    Mein BorderRüde ist seit knapp 4 Jahren Leinenaggressiv. Woher genau diese kommt, lässt sich leider nur vermuten, kein bisher aufgesuchter Trainer konnte mir da was genaues zu sagen oder auch nur ansatzweise helfen. Als Welpe/Junghund hatten wir einige unschöne Erlebnisse an der Leine, weswegen ich dann Hundekontakte an der Leine absolut verboten habe.
    Ich war in 4 Hundeschulen und habe Einzelstunden genommen. Vom „Leinenruck“ über „allein in der Situation lassen“ „kneifen“, Bachblüten und „vorbei füttern“ war alles dabei.

    Wir sind derzeit auf dem Stand, dass wir an kleinen Hunden gut vorbei kommen, es sei denn, er hat sich irgendwann schon mal auf den Hund „eingeschossen“. Große Hunde bzw. alles ab seiner Größe sind eine Katastrophe, Geschlecht ist hierbei auch egal. Wir hatten auf Anraten einer Hundetrainerin einen Kastrationschip setzen lassen, auch hiermit kein anderes Verhalten.
    Ich hatte bisher jetzt noch kein größeres Problem mit ihm, aber meinen Freund hat er schon ein paar Mal gezwickt in seiner Rage.

    End vom Lied ist also, dass ich nur noch an Orten und zu Uhrzeiten spazieren gehe, wo mir niemand über den Weg läuft und auch nirgends mehr zu Ausflügen hinfahre. Die Hunde im Dorf hier sind eigentlich alle so drauf, was mein Training mit ihm natürlich noch erschwert. Ich habe einige Hundehalter angesprochen, ob sie nicht vielleicht Interesse hätten zusammen an dem Problem zu arbeiten, die Antworten waren sehr niederschmetternd. Er ist bei Hundesicht leider auch nicht mehr ansprechbar.

    Er ist ansonsten kein aggressiver Hund. Er verträgt sich eigentlich mit allen Hunden, egal ob kastriert oder unkastriert. Vom Gemüt her würde ich ihn eher als deeskalierend beschreiben, er geht Ärger lieber aus dem Weg. Habe auch noch nie erlebt, dass er mit Pöbeln angefangen hätte. Seine Körpersprache ist eigentlich sehr deutlich und er versteht auch die Signale der anderen Hunde Recht gut.

    Ich würde mir sehr wünschen, dieses Problem endlich beheben zu können. Die Leinenführigkeit ist halt auch noch ein Thema, aber ansonsten bin ich wirklich zufrieden mit ihm.
    Ich hatte gehofft durch die Schilddrüsenmedikamente würde sich da vielleicht etwas ändern, da er seit der Therapie lernfreudiger und etwas ruhiger im Training/in der Beschäftigung geworden ist.

    Eventuell habt ihr ja noch Tipps für mich, vielleicht kommt jemand aus dem PLZ-Bereich 55743 der mir auch „praktisch“ weiterhelfen könnte.

    LG ~Manegarm