Beiträge von Cherubina

    Kennt ihr das Phänomen, wenn Hundekacke am Hundepo baumelt, weil da lange Grashalme mit drin sind. Da hockt der Hund und hockt und hockt...

    Ich hatte sowas bei jedem meiner Hunde schonmal und wenn sie dann hilflos dreinschauen, nehme ich ein Stück Papier oder ein Stöckchen und helfe ziehen.

    Mein alter Border kam immer gezielt zu mir, wenn er sowas hatte, bei Sumi und Smilla kommt es nur sehr selten vor, bei Ayla noch nie.

    Ayumi hatte das bisher zweimal. Beide Male auf dem Hof, beide Male kam sie zwar erst in meine Richtung, hat sich beim Griff an ihre Rute dann aber auf die Seite fallen lassen und fand das vorsichtige Herausziehen des Kot-Gras- Bündels so furchtbar unangenehm, dass sie laut aufschreien musste.

    Das zweite Mal war vorgestern, also bestimmt auch bei ihr noch präsent. Madame Sensibel ist ja insgesamt eher distanziert und mag zwar Kontaktliegen, aber kein enges Knuddeln.

    Heute dann wieder, aber auf dem Spaziergang.

    Bemerkenswert:

    Sie ist tatsächlich trotz der eigentlich doch unguten Erfahrung hilfesuchend zu mir gekommen. Als ich nicht helfen konnte, weil weder Papier noch Stöckchen zur Hand waren, hat sie sich in Kackstellung an meine Beine gedrückt - so süß :rolling_on_the_floor_laughing:

    Auf dem Weg zum nächsten Strauch um mir ein Werkzeug zu besorgen, hat sie dann doch das Elend alleine herausgedrückt.

    Uniklinik hier wird’s schon wissen :) hätte man bei mir einfach zugenäht, wäre mir eine schöne Infektion / Abszess garantiert gewesen :)

    Sicher! Darum sage ich ja, dass die endgültige Beurteilung immer durch den Mediziner vor Ort erfolgen muss. Es freut mich auch, dass deine Wunde so gut geheilt ist.

    Ich habe lediglich versucht die Zusammenhänge zwischen Wundnaht und Alter der Wunde zu erklären. Wie man am Ende entscheidet hängt natürlich noch von viel mehr ab (Wundinfektionen, Lage der Wunde, gesundheitliche Vorgeschichte des Patienten, Wundheilungstendenz etc.).

    Spoiler anzeigen

    Im Übrigen habe ich mich als Tierärztin auch schon mit Humanmedizinern gestritten, deren Vorgehen in der Wundversorgung für mich nicht nachvollziehbar war. Im Falle eines infizierten und bereits eiternden Katzenbisses (direkt nach dem Biss hatte ich vom Hausarzt eine Antibiose bekommen) in meiner eigenen Hand musste ich den Unfallchirurgen in der Klinik intensiv bearbeiten, bevor er mir ein (von mir vorgeschlagenes) alternatives Antibiotikum gab.

    Ich bin bestimmt als Tierärztin kein besserer Mediziner, aber Schnittwunden in der Art wie in diesem Thread sind nun mal einfach mein täglich Brot.

    So, und nun halte ich mich wieder an meinen Grundsatz hier im Forum nicht auf tiermedizinische Fragestellungen zu antworten. :nerd_face:

    "Darf nicht mehr einfach genäht werden" klingt irgendwie als gäbe es dazu eine Verordnung...

    Nähen oder Tackern bringt schlicht nichts mehr. Du siehst deutlich die wulstigen Wundränder und das rosa-perlige Granulationsgewebe. Die sekundäre Heilung "von unten" ist in vollem Gange. Die Wundränder werden so nicht mehr aneinanderwachsen - müssen sie auch nicht, die Wunde hat ja bereits die alternative Heilung begonnen. Dauert länger, gibt mehr Narbe, hält am Ende aber auch.

    Zeig es deinem Tierarzt, mach mehr Polster unter den Verband (das Bein ist schon rotgescheiert, oder?) und natürlich kannst du auch mit Manuka o.ä. arbeiten. Das wird schon.

    Naja so wurde es mir erklärt, und meine Wunde war über vier Monate offen und ist nicht geheilt. Um eine sekundäre Naht durch zu führen, muss die Wunde zuvor ordentlich gesäubert bzw angefrischt werden, evtl. ausgeschnitten werden und dann darf erst zu genäht werden. Ansonsten könnte das „hoch gehen“ weil die Keime unten drin sitzen und das Wundsekret etc. nicht ablaufen kann.

    Säubern, damit keine Keime in der Wunde verbleiben (steril ist aber so ne Wunde nie) und auffrischen, damit die primäre Wundheilung überhaupt stattfinden kann. Das hat nichts mit hochgehen zu tun, die Wundränder wachsen einfach nicht zusammen, wenn die Heilung vor dem Nähen schon begonnen hat. Eine Wunde wie diese würde ich tatsächlich nicht mehr auffrischen, sondern so ausheilen lassen, aber endgültig beurteilen muss das der TA vor Ort.

    "Darf nicht mehr einfach genäht werden" klingt irgendwie als gäbe es dazu eine Verordnung...

    Nähen oder Tackern bringt schlicht nichts mehr. Du siehst deutlich die wulstigen Wundränder und das rosa-perlige Granulationsgewebe. Die sekundäre Heilung "von unten" ist in vollem Gange. Die Wundränder werden so nicht mehr aneinanderwachsen - müssen sie auch nicht, die Wunde hat ja bereits die alternative Heilung begonnen. Dauert länger, gibt mehr Narbe, hält am Ende aber auch.

    Zeig es deinem Tierarzt, mach mehr Polster unter den Verband (das Bein ist schon rotgescheiert, oder?) und natürlich kannst du auch mit Manuka o.ä. arbeiten. Das wird schon.

    Sumi war scheinträchtig, also eigentlich hat sie gerade ihre imaginäre Geburt gehabt. Was machen Hunde dann? Richtig, sie sammeln Schuhe, Spielzeuge oder Kuscheltiere und schleppen sie in ihr "Nest".

    Sumi hat wohl aber nichts passendes gefunden. Man muss vielleicht dazusagen, dass ich keinen besonders aufgeräumter Haushalt habe, also Schuhe, Socken, ein Ball... das wäre alles frei zugänglich gewesen. Als ich von der Arbeit kam fand ich sie in meinem Bett vor und bei ihr lag: Ein Hund!

    Sie hat sich ganz vorsichtig, ohne etwas anderes runterzuwerfen, eine Steiff-Handpuppe in Form eines Hundes von meiner Kommode geangelt. Die lag neben einer kuscheligen Robbe mit kurzem Fell in Welpengröße und einem Monchichi. Diese Spielzeuge hat sie noch nie vor der Nase gehabt. Ich habe sie nach dem Umzug aus einer alten Kiste geangelt und sie dort hingelegt. Kindheitserinnerungen...

    Es musste eben schon ein echter Hundewelpe sein! Sumi ist da genau.

    Das war sicher nicht das Klügste, aber ich fand es schon bemerkenswert und einfach total süß.