Beiträge von SabineAC69

    Wenn man Tierzucht rein betriebswirtschaftlich ohne jeglichen Idealismus betrachtet dann gebe ich Dir recht. Da kann man auch einen rein betriebswirtschaftlich orientierten Lebensmittelhersteller mit dem Hundezüchter in einem Atemzug nennen, wobei mir in dem Fall, dann ehr das Wort Welpenproduzent einfällt.

    Aber glücklicherweise haben die meisten Hundezüchter noch eine gehörige Portion Idealismus mitbekommen.

    Ich denke, wir sind mittlerweile ehr in die emotionale Schiene abgedriftet ;) Nehme ich mal die "16 Stunden am Tag, 8 Wochen lang" Rechnung. Da kam man auf einen Betrag von 7.800 €. Würde die jetzt jemand einem Mischlingswurf zugrunde legen, dann würde er gesteinigt, obwohl er den gleichen zeitlichen Aufwand hat. Und man würde für die gleiche Arbeit unterstellen, daß er nur Kohle machen will.

    Für mich ist noch immer nicht ganz klar, warum bei einigen Rassen Welpen deutlich günstiger sind als andere. Oder mal überspitzt ausgedrückt: sind die Züchtern von z.b. deutschen Schäferhunden und Dackeln noch die Idealisten, die es aus Spaß an der Sache machen? Hier kam einige male die Antwort, daß die Käufer nicht bereit sind mehr für diese Rasse zu zahlen. Heißt aber im Umkehrschluss, daß Züchter teurer Rassen einfach mehr Kohle nehmen (können) und dies auch tun, weil die Leute es bereit sind zu zahlen?

    Also hast du ja doch schon (für mich jetzt) ordentlich Gewinn gemacht. Wie gesagt, ist ja nichts verwerfliches daran. Auch wir hatten früher immer ein Gewinn.
    habs nciht mitbekommen, wie viel nimmst du für einen Welpen?

    Und deinem letzten Absatz kann ich nur zustimmen ;)

    Nicht unbedingt. Rechnen wir mal großzügig für Rasenmäher und Aussenhütte zusammen 1.000 Euro (und ich vermute dies ist großzügig gerechnet) plus 2.000,- Euro Auto, dann sind wir bei insgesamt 3.000 ;- € Gehe ich jetzt mal bei Doggen von einer durchschnittlichen Wurfstärke von 8 - 10 Welpen aus, dann sind wir 300 - 375 € pro Welpen und liegen damit genau bei dem was ich mal als für mich vorstellbare Aufentwandsentschädigung genannt hatte in Höhe von 300 - 400 € pro Welpe.

    Mir fehlt einfach die Wertschätzung bei euren Beiträgen.

    Dann liest Du zumindest meine Beiträge nicht wirklich, denn ich habe mehrfach geschrieben, daß ich nichts dagegen habe, wenn ein Züchter etwas verdient. Und die von mir genannte Aufentwandsentschädigung war auch bisher hier die höchste die genannt wurde.

    Mit einer "ehda"
    Rechnung wie du sie aufmachst "mache ich ja eh" " ist ja eh da" usw. Kann man sich viel "schön" rechnen. Machen Tierhalter/Tierzüchter schon immer gerne. Mit tatsächlichen Betriebswirtschaftlichen Berechnungen hat das wenig zu tun.

    Die Interessenten konsumieren bei dir, oder? Kaffee, Tee, Kuchen usw. Das muss eingekauft werden. Die Zeit müsste man theoretisch entlohnen.

    Dann habe ich in meiner Rechnung den Mindestlohn verwendet. Aber ist ein Züchter nicht eher eine Fachkraft? Mit jahrelanger Berufserfahrung? Ist da der Mindestlohn tatsächlich angemessen?

    Wenn man Zucht nicht aus Hobby sondern rein unter betriebswirtschaftlichen Gründen betreibt dann kommt man mit Deiner Rechnung hin... da rechnet man auch die Zeit für den Einkauf von Kaffee, Milch und Zucker extra. Du kannst es gerne kleinlich nennen, aber wenn mir ein Züchter im Welpenpreis auch noch die Zeit für das Kaffee kaufen berechnet, dann finde ich persönlich dies doch sehr befremdlich.

    Ich habe gar nichts dagegen, wenn ein Züchter ein Plus macht. Im Gegenteil, aber wenn er mir auch noch die Zeit berechnet in der er 100 Gramm Kaffeebohnen für meinen Besuch vom einkaufen mitbringt, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

    weil züchten ja nur neben der Wurfkiste sitzen ist.Putzen, Waschen, Interessenten belustigen, für diese einkaufen, Sozialisierung und Tierarztbesuche machen die Züchtereigenen Minions?

    Das behauptet ja keiner. Aber mir kann keiner erzählen, daß jeden Tag 16 Stunden dafür drauf gehen. Sicherlich geht um einen Wurf vernünftig aufzuziehen Zeit drauf, keine Frage. Aber das waschen macht in der Regel doch die Waschmaschine. Für die Interessenten einkaufen habe ich noch nie gehört, da meinst Du sicherlich für die Hunde, oder? Aber auch da kaufe ich einmal für alle ein und nicht für jeden Welpen extra. Zu dem würde ich beim einkaufen sagen, wenn ich sowieso für meine Hunde einkaufe, dann geht für einen größeren Einkauf, weil ich Welpenfutter brauche nicht wirklich mehr Zeit drauf (okay ich schleppe was mehr). Und bei den TA Besuchen fährt man in der Regel mit dem ganzen Wurf und nicht mit jedem einzeln. Und gerade in den ersten beiden Wochen wirft man sicherlich sehr oft ein Auge drauf, auch wenn die Welpen schlafen, aber ich glaube nicht, daß man komplette 8 Wochen lang 16 Stunden am Tag wirklich aktiv mit den Hunden beschäftigt ist.

    Rechnen wir das doch mal auf den gesetzlichen Mindestlohn, wohlwollend aufgerundet, herunter.
    300 € : 9 = 33h
    Ich will keinen Welpen bei dem der Züchter sich vom Wurftag bis zur Abgabe lediglich 33h mit den ganzen Wurf beschäftigt hat.
    Rechnet man das auf einzelne Welpen herunter wird es noch absonderlicher.

    Du hast scheinbar die vorherigen Beiträge nicht wirklich gelesen. Es war von der Aufwandsentschädigung pro Welpen die Rede. Nicht des ganzen Wurfes ;)