Beiträge von Camillo09

    Kurzer Zwischenbericht:

    Seit 2 Wochen bekommt er nun gekochtes Futter. Er hat wesentlich weniger Hunger, er bettelt nicht mehr so arg. Geklaut hat er trotzdem zwischendurch noch mal, aber ok.

    Ansonsten ist es viel besser geworden, ihm ist nicht mehr schlecht, hat nicht mehr gekotzt seit der Umstellung und hat sogar die Tage mal ne Möhre liegen lassen und nicht zu Ende gefuttert. So groß war der Hunger als onicht mehr.

    Den Futterplan einzustellen, wird ein langer Beitrag ;). Ich bereit jetzt immer das Essen für 10 Tage zu, und das ist dann immer ne Mischung aus vielem veschiedenen. Diese Woche gibt es Rind/Schwein gemischt (Muskelfleisch mit 7% Fettanteil), Hühnerherzen, Reis, Spinat, Kohlrabi, Apfel, Banane, Quark, Ei... Ich habe mir ne Exceltabelle mit allen Nährwerten hinterlegt und kann dann einfach in eine Spalte eintragen, wie viel von jeder Zutat und das wird dann gleich mit dem Bedarf nach NRC verglichen. Da habe ich gemerkt, wie bunt man füttern muss, wenn man auf Zusätze verzichten will. Wobei ich jetzt noch Seealgenmehl und Knochenmehl gekauft hat, weil Iod und Calcium wirklich nicht einfach zuzuführen sind. V.a. nicht beides, weil ich, um genügend Iod zuzführen, komplett Fisch füttern müsste, für das Calcium aber fast nur Ei und Huhn. Das haut ja nicht hin, deshalb hab ich die Zusätze lieber da und kann zugeben, wenn es nicht passt.

    Danke schonmal für die Meinungen.

    Ich bin halt extrem verwirrt, dass ich meinem Hund auf eimmal anstatt 550 g nur noch 200 g füttern soll - und das vom gleichen Hersteller bei nur geringen Abweichungen der analytischen Bestandteile... :ka:

    Der Unterschied kommt einfach daher, dass du einmal einen wachsenden Hund annimmst und einmal einen, der fertig ist und dementsprechend weniger braucht. Das kann man natürlich nicht vergleichen, daher werden wohl die 200 g nicht reichen, wenn dein Hund noch wächst. Du musst halt ausprobieren, wie viel für jeden Zeitpunkt das richtige ist, so ist das im Wachstum. Auf der Adult-Dose geben sie natürlich keine Empfehlung für wachsende Hunde an, im Gegensatz zur Welpendose.

    Ich würde auch nicht ausschließen, dass es genug Leute gibt, die nur eine einzige Sorte füttern. Gerade Leute mit Allergiker-Hunden sind froh, wenn sie eine Dose gefunden haben, die vertragen wird. Dann wird nicht mehr groß rumprobiert, sondern diese Dose ausschließlich gefüttert. Wenn diese nun als Alleinfutter deklariert wird, dann muss man davon ausgehen, dass es dadurch nicht zu einem Mangel kommt und alles nötige zugesetzt wird, wenn es nicht enthalten ist.

    Derzeitiger Stand der Wissenschaft bedarf keiner Definition, das ist eben das, was ausgebildete Fachleute in ihrer Forschung, veröffentlich in Zeitschriften, die die Qualität der zugrunde liegendenen experimentellen Daten überprüfen, herausfinden. Logisch, dass sich das regelmäßig ändert, aber das ist nun mal das, was im Moment als richtig angesehen wird.

    Leider kann ich den Test nicht (kostenlos lesen). Wäre schön, wenn es mir jemand schicken könnte.

    Um mal wieder zum Thema zurückzukommen: mich wundert es eigentlich nicht, dass einige gute Futtermittel nicht alle wichtigen Nährstoffe für ein Alleinfuttermittel beinhalten. Ich bin gerade dabei, einen Futterplan nach Bedarfswerten zusammenzustellen und merke, dass ich mich da durch das gesamte mögliche Gemüsesortiment füttern muss, um alles abzudecken und andererseits nicht viel eines Nährstoffs zuzuführen. Da fände ich es bemerkenswert, wenn man mit nur 3-4 Zutaten in einer Dose das gleiche schaffen würde. Ich denke, das funktioniert nur, wenn man hauptsächlich Trägermaterial in die Dose packt und dann einfach im richtigen Mix alles künstlich zugibt, was fehlt. Ansonsten hat man eine Zutatenliste über die gesamte Dose und das kommt ja auch nicht gut an. Bei Dosen muss man durchwechseln oder eben schauen, dass alles künstlich ergänzt wurde, was fehlt. Die Discounter ergänzen einfach alles, sind rechtlich aus dem Schneider und schneiden bei diesen Tests natürlich gut ab, weil alles drin ist. Billiger als Futter aus guten Zutaten ist es auch noch. Aus ihrer Sicht perfekt.

    Ich habe so ein ganz klassisches Stubenhocker-Exemplar. Morgen gezwungenermaßen ne Stunde raus, und nach der Rückkehr kurz fressen und umgehend auf die Couch,weiterschlafen. Man wurde ja jäh unterbrochen. Egal ob wir da sind oder nicht, dann wird geschlafen, solange bis man zum Aufstehen aufgefordert wird. Mehr oder weniger widerwillig geht man dann noch mal ne kleine Runde. Nur, um nach jeder Pipirunde direkt wieder auf die Couch zu gehen. Am WE, wenn die Runden länger sind, macht Hund das halt mit, was soll er auch sonst machen. Wenn das Wetter schlecht ist und/oder alle beschäftigt und die Runden kleiner ausfallen, genauso gut. Mehr Zeit zum Schlafen. Wenn es dunkel oder regnerisch ist, wird das Geschäft so schnell wie möglich gemacht und dann direkt kehrt gemacht.

    Im Sommer geht er ein bisschen lieber raus, aber fordern würde er das nie. Im Sommer liegt er allerdings am liebsten stundenlang auf dem Balkon.

    Ich muss sagen, so ein Exemplar Hund ist schon seeeeehr praktisch. Nichts fordernd, Spaziergänge macht er mit, egal wie lange. Wenn man krank, müde oder abgearbeitet ist unter der Woche, würde ihm 3x 15 min am Tag locker reichen, ohne dass er "nicht ausgelastet" ist. Man kann ihn aber zu (fast) allem motivieren, wenn man will. Wär er nicht so ein deprivierter Angsthase (wobei das Nicht-Raus-Wollen sicher zum größten Teil genau daran liegt), wär es der perfekte Hund für Berufstätige.

    Das ist völliger Käse. Wir kochen unser Fleisch doch auch und das ist auch nicht schädlich. Aber krebserzeugend klingt immer gut, wenn man eine Philospophie, und mag sie noch so sinnfrei sein, verkaufen will.

    Viel schädlicher ist, wenn man ohne Ahnung irgendwas füttert, egal ob roh oder gekocht.

    Danke für alle weiteren Antworten.

    Den Plan stelle ich ein, sobald er fertig ist. Da muss ich noch einiges in Tabellen eintragen, das dauert alles seine Zeit. Aber dann kann ich in Zukunft alles einfach berechnen.

    @LinouAlexandra: ich würde gerne weder Light-Futter füttern noch irgendwelche Zusätze. Am liebsten wäre mir, wenn ich ausgewogen mit natürlichen Zutaten füttern kann, sodass der Hund satt wird und er das Futter gut verträgt. Sollte es gar nicht gehen, dann kann ich danach noch mal schauen, aber eigentlich bin ich zuversichtlich.

    Luziefer: ich glaube, dass er kein klassischer Klauer ist. Früher hat er überhaupt nicht geklaut, wir konnten sogar den Restmüll in unserer Abwesenheit offen stehen lassen und er ist nicht dran. Das macht er erst jetzt so extrem. Genauso das Betteln, das hat er früher auch so nicht gemacht.

    @Gemüse: er frisst eigentlich alles, egal ob roh oder gekocht. Rohe Möhre und Gurke mag er sogar richtig gerne. Das einzige, was nicht geht, ist Salat. Das funktioniert sicherlich nur püriert.

    @all: ich habe noch eine Frage zur Berechnung des Proteingehaltes: Rechnet ihr mit 100 % Verdaulichkeit oder mit wie viel? Beim Trockenfutter hatte er 45 g/Tag, theoretisch brauchen tut er nach Zentek 36 g. Das Trockenfutter war sicherlich nicht 100 % verdaulich, aber wenn ich hochwertiges Fleisch nehme? Mein Plan, war so Richtung 40 g RP zu gehen, also 200 g Fleisch pro Tag und die auch jeden Tag lassen (bis auf Tage, an denen es Ei gibt). Milchprodukte haben ja vergleichsweise wenig Eiweiß (jedenfalls Joghurt, Buttermilch, Quark etc.), die gäbe es halt einfach zusätzlich. Im Mittel sind es dann so ca. 10-20%, die ich über den theoretischen Bedarf fütter.

    und zweitens: wie handhabt ihr das mit den Vitaminen? Besonders die, die kochen? Annehmen, dass sie zum größten Teil erhalten bleiben? 80% oder nur 50%? Oder gar zur Sicherheit noch einen Zusatz geben? Würde ich aber eigentlich gerne vermeiden.

    Ich hätte das mit den Prozenten lieber weglassen sollen. Passt ja letztlich nicht.

    Ich gehe nach den Bedarfswerten und rechne dann die Sachen halt aus. Ich bin aber noch nicht ganz durch, wieder gegen zu rechnen, ob ich alles habe.

    Calcium wollte ich teilweise über Eier (komplett mit Schale) und teilweise mit mitgewolften Knochen (Roh-Mahlzeit) geben.

    Mein Plan war, erst mal einen groben Plan auf Basis von Eiweiß, Calcium und Energie zu berechnen und dann nachzuprüfen, was von den anderen Sachen schon passt und was noch fehlt. Also z.B. Calcium-Phosphor-Verhältnis. Und dann die Sachen, die nicht passen, anpassen. Wobei ich noch überlege, ob ich 2-Tagesportionen mache oder sogar eine ganze Woche. D.h. alles für die Woche, das gekocht werden soll, in einen Topf und dann auf 7 aufteilen. Die Zusätze kommen dann noch jeweils dazu.

    Keine Ahnung, ob das ein guter Weg zu einem Plan ist, ich habe sowas noch nie gemacht.

    Der größte Unterschied zu Simon ist wohl, dass ich wenig bis nichts roh füttern will. Deshalb auch Frischfütterung im Titel. Knochen soll es vorerst auch nicht geben. Und dann eben auch nicht 70 oder 80 % Fleisch, sondern eher 50:50 oder gar noch weniger Fleisch. Eben so, dass der Hund satt wird.

    Das mit dem fettarmen Fleisch habe ich inzwischen auch verworfen, als ich mal Rationen durchgerechnet habe. Die Kalorien aus Gemüse kann man ja wirklich quasi vernachlässigen. Dann muss es natürlich über Fett im Fleisch kommen, wenn ich kein Getreide zufüttern will. Oder an manchen Tagen mit magerem Fleisch mit Nudeln o.ä.

    Rationen berechne ich nach Bedarfswerten. Das klappt halt mit den % nach Simon nicht, wenn man keine Knochen und viele Balaststoffe füttern will, auch wenn da die gleichen Werte als Basis angenommen werden.

    Morrigan: TA ist bei ihm immer ein Problem, weil er da unglaublich viel Angst hat. Deshalb gehen wir da nicht gerne hin ;). Ich habe die Hoffnung, dass es mit mehr und anderem Futter besser wird. Wenn nicht, müssen wir wohl mal wieder zum TA. Kot ist aber in Ordnung, Würmer etc. hat er nicht.

    Danke schön für die Antworten!

    Ich würde im Moment noch nicht unbedingt Knochen füttern wollen. Er schlingt alles runter und ich habe Angst, dass das bei Knochen auch so ist. Zumal ich die auch nicht unbedingt auf dem Wohnzimmer-Teppich geben will. Ab Sommer haben wir einen Garten, dann überlege ich das noch mal, weil er sie dann ja draußen auf dem Rasen fressen kann.

    Er frisst Gemüse, egal wie. Rohe Karotten und auch Gurken findet er lecker (oder er frisst einfach alles im Moment). Da mache ich mir keine Gedanken, dass es das evtl. nicht frisst.

    Das mit dem eher fettarmen Fleisch dachte ich halt, weil ja Karotten und Kartoffeln oder auch Reis schon einige Kalorien haben. Aber das rechne ich natürlich mal durch, zu wenig soll er ja auch nicht kriegen.

    borderli: das ist ein guter Hinweis, 2-3x so zu füttern, dass er richtig satt ist. Rechne ich auch mal mit ein. 800 g klingt gut ;) Darüber freut sich der Hund bestimmt.

    Pirschelbär: Trockengemüse habe ich meist eh da für die Meerschweinchen, da hat der Hund auch schon was bekommen, eben genau dann, wenn ich kein frisches fertig hatte (roh verträgt er auch nicht alles) und Dose geben wollte.

    @Liv: der BARF-Philosophie nach Simon will ich nicht folgen. Fettarm eben deshalb, dass ich eben noch z.B. 300 g Reis geben kann, ohne dass es zu viele Kalorien werden. Ich brauch ja große Portionen und wenn das Fleisch schon die gesamte Energie liefert, wird das nix.

    Shalea: genau das hatte ich vor, ich nehme das alte Futter als Basis und schau dann, was da drin war. Normalgewichtig ist er im Moment und das soll auch so bleiben.

    Futter nicht vertragen heißt bei Dose, dass es durchhaut und nur Brei kommt. Ansonsten ist es so, dass ihm schlecht ist und ich denke, dass er Sodbrennen hat. Jedenfalls schmatzt er dann die ganze und sucht verzweifelt Heu oder anderes Zeug, um erbrechen zu können. Tut er dann zwar "selten" (d.h. nur 1 mal alle 5 Mal Heufressen), aber dann bekommt er wegen dem Heu Probleme, den Darm wieder leer zu kriegen. Das ist inzwischen leider alle 2-3 Tage, immer dann, wenn die letzte Protion länger her ist, d.h. morgens nach dem Aufstehen und abends vor der letzten Runde (er bekommt nach der Morgen-Runde und abends vorm Bett gehen Futter). Deshalb denke ich, er hat einfach zu wenig im Bauch. Bei kaltgepresstem Futter war es am schlimmsten, da hatte er ja nur 10 Brocken im Napf.