Beiträge von Camillo09


    Eine Box würde ich in dieser Situation nicht empfehlen. Die Box gibt dem Hund was höhlenartiges, viel Sicherheit und die sollte er gerade weil er ständig bellt, nicht noch zusätzlich haben.

    Das kommt doch sehr auf die Motivation an. Meiner will aus Angst vor den fremden Menschen keinen Besuch haben, aber er fühlt sich auf seinem Hundeplatz so sicher, dass er dort ruhig bleibt. Anfangs habe ich ihn bei Besuch auch in der Box oder an der Leine gehabt, WEIL er sich da sicher gefühlt hat und Sicherheit das war, was er braucht.

    Ich würde sie auch einfach schlafen lassen und gut. Meiner macht das nach stressigen Spaziergängen (und dazu reicht es schon, dass wir einen anderen Hund getroffen haben) auch meistens, er verarbeitet dann einfach. Ich würde mir da keine Sorgen machen und den Hund in Ruhe schlafen lassen. Meiner ist im Schlaf auch heftiger mit Lefzen hochziehen etc., als wenn er wach ist.

    Hast du Orientierung explizit trainiert? Wenn ja, wie und wie lange?
    Wie gesagt, bei Newton war es auch so. Er war bis zur Pubertät sehr sehr gut orientiert. Als es mir dämmerte, dass er draußen immer schlechter ansprechbar ist, habe ich sofort das Training wieder aufgenommen. Heute ist es so wie vor der Pubertät.

    Ja, wir haben das 10 Monate lang explizit trainiert und es hat sich nichts getan. Der Hund war in seiner eigenen Welt und hat sich mit nichts da raus holen lassen. Danach ging es dann Blitz auf Schlag.

    Wir haben ihn erwachsen übernommen, da war er schon aus der Pubertät raus.

    @charly2802


    Und dass ein Hund sich draußen am Halter orientiert, ist für mich Erziehung. Gott gegeben ist das sicher in den seltensten Fällen.

    Hier war das so. Meiner war vor dem Chip draußen völlig abwesend und hat sich null für mich interessiert. Ich hab halt die Leine festgehalten. Nachdem sowohl Trainer als auch Tierarzt gesagt haben, das man dass mal probieren sollte, weil man so einfach nicht an den Hund rankommt, haben wir ihn chippen lassen und von einem auf den anderen Tag hat sich der Hund perfekt an mir orientiert. Wie wenn man einen Schalter umgelegt hätte. Das ist nicht nur Erziehung. Es gibt Hunde, die sonst in ihrer eigenen Welt leben und sich für nichts anderes interessieren als nur schnüffeln.

    Aber hier war von vorneherein klar, dass der Hund kastriert wird, wenn es sich verbessert.

    Hätte ich damals gewusst, wie er wirklich ist und wie viele (Dauer)Baustellen er hat, nein, ich hätte ihn nicht genommen. Abgeben, sofern es keine Probleme mit dem Nachwuchs gibt, kommt trotzdem nicht in Frage. Das wäre die größte Katastrophe für den Hund, einfach weitergereicht zu werden.

    Nachdem ich jetzt aber durchaus viel gelernt habe und eher weiß, wie ich manches angehen muss und viele Fehler, die ich anfangs aus Unwissenheit gemacht habe, heute nicht mehr machen würde, könnte ich mir schon vorstellen, irgendwann mit größeren Kindern oder gar ausgezogenen, wieder einen solchen Hund zu nehmen. Man braucht einfach viel Zeit, Geduld und Nerven für so ne deprivierte Knalltüte.

    Ich schließe mich da QuoVadis an. Ich habe zwar auch schon oft den Plan gehört, nur einmal chippen, trainieren und dann klappt alles, aber wenn der Hund wirklich ein Problem hat, dann wird das wieder kommen. Er kann dann ja mit der Situation nicht umgehen und das kann er auch nicht lernen, wenn die Situation eine völlig andere ist.

    Wenn das klappt, dann war das Problem dessen Hundes vielleicht doch gar nicht so groß, und der Halter hat sich bisher darauf ausgeruht. Während dem Chip wurde dann intensiv trainiert und dann ging es, aber dann wäre es auch ohne Chip, mit nur Training, auch gegangen.

    Meiner war mit dem Chip ein anderer Hund, komplett anders. Da hätte ich trainieren können so viel ich will, danach wäre das wahrscheinlich alles wieder weg gewesen, er hatte ja nicht gelernt, mit den Hormonen umzugehen, sondern ich habe gesehen, wie er ist, wenn er nicht mehr so drauf ist. Ich finde den Chip dann sinnvoll, wenn man sehen will, ob ein Kastration etwas bringen würde und wenn gewünschten Erfolg bringt, das dann auch machen.

    Genau, die müssen anständig leben, nicht nurdas die Preise und GOT steigt, die machen
    mit ihren Rechnungen richtig "Strecke",

    Die GOT ist seit 2008 gültig, von wegen steigt. Das stimmt schlichtweg nicht. Vorher ist glaube ich über 12 Jahre nicht angestiegen und dann waren es halt mal ein paar Prozent. Sie steigt ja, einmal im Jahrzehnt vielleicht. Wenn jemand eine korrekte Rechnung mit allen Posten schreibt und Steuer, Sozialabgaben dafür bezahlt, für sein Alter vorsorgt... was ist daran falsch? Genau so müssten es nur alle machen, deshalb gibt es ja die GOT.

    Ich glaube, die Leistungen und Kosten von Tierärzten würden dann wirklich geschätzt, wenn jeder wüsste, was sein Arzt mit der Krankenkasse abrechnet. Wenn man schnell reich werden will, ist Tierarzt sicherlich der falsche Beruf. Es mag einzelne geben, die Abzocke betreiben und dabei keine Ahnung haben, aber die meisten werden hoffentlich ordentlich davon leben können. Jeder will moderne Geräte, aber keiner will sie bezahlen. Logisch, dass das nicht funktioniert. Ich habe am liebsten einen Tierarzt, der über die wichtigsten Geräte verfügt und natürlich auch entsprechendes Wissen hat. Natürlich kostet das mehr als bei einem, der nicht mal ein oder nur ganz veraltetes Röntgengerät hat, aber wenn der Hund mal was hat, ist der schnell mit seinem Latein am Ende. Es geht einfach nicht alles ohne entsprechende Technik.

    So schlimm hört sich das für mich eigentlich auch nicht an. Wenn ich vergleiche, wie sich meiner vor Chip und Kastra verhalten hat, dann ist da noch sehr viel Luft nach oben.

    Wenn er sich im Kopf ausklinkt, bleibt er eben an der (kurzen) Leine. Da es ja nicht immer vorkommt, ist das ja kein Weltuntergang. Er bekommt ja ein paar Stunden später eine neue Chance. Solange der Hund zuhause wieder runterkommt, frisst und es nicht einmal immer der Fall ist, kann man das ja schon managen und trainieren, sodass er langfristig ansprechbar bleibt.