Beiträge von YorkieFan

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    Ich wäre vorsichtig mit der Formulierung, Hund tut nichts für uns.

    Aber er würde gerne. Wenn wir ihm Aufgaben übertragen. Ich denke es ist für das
    soziale "Verständnis" das Hunde von sich haben wichtig was zum Familienunterhalt
    beizutragen. Leid tun mir Hunde, die wie man so schön sagt "Hunde sein dürfen", auch
    son Ausdruck um sich was schönzureden. Hunde die nebenher leben, nichts zu tun haben
    als zu atmen und zu fressen und möglichst nicht zu nerven.

    Bloch und Gansloßer sprechen von einem Eltern-Kind-Verhältnis und ich denke da ist
    viel dran. So richtig erwachsen im Sinne wie Wölfe erwachsen werden werden unsere
    Hunde nicht.
    Früher hat man gedacht Hunde sehen im Menschen einen Artgenossen, daher rührt
    dann auch die Rudelführertheorie. Das ist aber nicht so, Hunde wissen sehr wohl, dass
    Menschen keine Hunde sind. Aus der Wolfsbeobachtung weiß man, dass auch wilde Wölfe
    mit anderen Arten, Raben z.B. zusammen leben und es wirklich zu Interaktionen kommt.

    Der Mensch sollte gegenüber seinem Hund eine Vorbild- oder Fürungsstellung einnehmen,
    beruhend auf Lebenserfahrung und Souveränität im Umgang mit Stressituationen. Das
    gibt dem Hund die Sicherheit und Geborgenheit die er braucht. Nur regelmäßtig den
    Futternapf zu füllen reicht nicht.

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    Und darauf aufbauend wird ein Anzeigeverhalten eingeübt. So war der Plan?! Zumindest hab ich das so gelesen.

    Hier im Verein wird mit der Anzeige begonnen. Hund lernt Nase an Gegenstand, Click+Belohnung. Dann Nase an Gegenstand hinlegen, Click+belohnung. Dann ein leichtes
    Versteck, Hund soll sich hinlegen, Nase am Gegenstand, Click und Belohnung. Dann
    erfolgen erste Übungen im "Trümmerfeld", bestätig wird erst bei korrekter Anzeige.
    Also mit Nase am Gegenstand anzeigen. So in Kurzform.

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    Irgendwann lernt der Hund das Platz heisst ich soll mich hinlegen. Aber bis ein Hund so ein Kommando versteht und zuverlässig ausführen kann braucht er 3000-4000 wdh!

    Zum Glück nicht, oder meine sind wahre Geistesriesen :D .

    Das mit den Leckerli ist so eine Sache, das finde ich auch. Aber in diesem Fall belohnst
    du zu Anfang jedes korrekte ausführen des Kommandos. Sollte dein Hund sich nicht
    wie beschrieben hinlegen hilft es sich hinzuknieen und den Hund unterm Bein durch
    ins Platz zu ziehen. Wichtig ist, sobald der Hund liegt Hörzeichen und Leckerli. Das wird
    dann aber auch wieder abgebaut. Dann gibt es nur noch ab und zu ein Leckerli und
    schließlich gar nicht mehr und es erfolgt nur noch eine Bestätigung über Stimme. Sinn
    macht es auch zunächst ohne Ablenkung zu üben.

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    Hab mich ein bißchen in ZOS eingelesen und haben ganz leicht angefangen. Mach aber am Tag 5 bis max. 10 Minuten mehr nicht. Hab gelesen das viele Hunde nach 10 min. total fertig sind. Meiner natürlich nicht.


    Da der Aufbau sehr wichtig ist, am Anfang muß der Hund ja noch nicht richtig suchen.
    Er lernt erstmal die korrekte Anzeige. Das ist dann noch nicht so anstrengend wie die
    spätere wirkliche Suche. Wie habt ihr denn angefangen?

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    Mit Hunden auf dem Hundeplatz die er lange kennt geht es. Er vermeidet aber Blickkontakt, besonders bei Nähe. Auch Enge erträgt er nur, wenn ein Mensch dazwischen ist. Er sucht auch auf dem Hundeplatz immer Schutz bei mir.

    Das Hauptproblem besteht aber beim Spazierengehen. Da geht es bei alten/kleinen/ruhigen Hunden gerade so mit Ablenkung, aber bei allen anderen Hunden nicht. Entweder fixiert er andere Hunde oder ich habe das Gefühl als wenn er absichtlich rumtrödelt und schnuppert/pullert/pinkelt.

    Er meidet Blickkontakt zu den anderen Hunden? Ganz normales deeskalierendes Verhalten.
    Auch das trödeln und schnüffeln gehört in den Bereich Beschwichtigung. Er wünscht keinen Kontakt und schon gar keine Auseinandersetzung. Im Grunde ist dein Hund völlig
    normal und es ist ebenso normal, dass ein erwachsener Hund nicht jubelnd jedem anderen
    Hund um den Hals fällt. Das stellen sich nur Menschen so vor. Und zum wirklich spielen
    gehört auch Vertrauen zum Hundespielpartner. Meine erwachsenen Rüden spielen nur
    miteinander oder mit Hunden die sie gut kennen.
    Wenn er sih hinter dich stellt ist das doch gut, versuche mal bei Begegnungen zwischen
    deinem Hund und dem anderen Hund zu gehen. Vielleicht reicht das schon.

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    Na ja, und wenn er dann flippt und z. B. Sachen klaut, die die Kinder haben rumliegen lassen, dann denke ich irgendwie: "Sucht Aufmerksamkeit? Sucht Beschäftigung?"

    Oder ist einfach ein ganz normaler, fröhlicher und ausgelassener Junghund. Warum
    soll das ein Problem sein. So lange er nicht stundenlang hektisch rumrennt oder ständig
    kläfft oder sonstige Angewohnheiten entwickelt die du nicht möchtest ist das doch o.k.

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    Nein, er sieht mich definitiv noch nicht als Rudelführer an :muede: Das hat mein Trainer auch schon gesagt, demnach sind wir seit drei Wochen dabei, dies gezielt aufzubauen. Sprich, er muss hinter mir die Treppe runterlaufen, darf nicht vor mir aus der Tür raus oder rein etc. Zu Hause wird er weitgehend ignoriert, ein paar mal am Tag wird auf mein Auffordern gekuschelt. Ende der Beschäftigung in der Wohnung. Kampeln tun wir fast täglich (draußen), darauf bedacht das auch ich hier das Ruder in der Hand habe, also ich beginne und beende das Spiel und lass mich nicht währendessen unterwerfen.


    Ohne jetzt darauf rumzureiten, dass du eh kein Rudelführer sein kannst, da du kein Hund
    bist. Und somit mit einem Hund auch kein Rudel bilden kannst.
    Du wirst nicht dadurch zur Führungspersönlichkeit, dass du vor deinem Hund durch die Tür gehst, allerdings hat das den Vorteil, dass du nicht über ihn stolpern kannst, das
    ist aber auch schon alles ;) .
    Was heißt du läßt dich im Spiel nicht unterwerfen? Darf dein Hund nie gewinnen? Was ist
    denn für dich Spiel. Beobachte mal wirklich spielende Hunde, da hat mal der eine die
    Oberhand mal der andere. Spiel hat verfolgt keine ernsten Absichten. Das hat nichts mit der Stellung des Hundes zu tun und auch du verlierst keinesfalls das Gesicht wenn dein Hund mal gewinnt.
    Dass du nicht der bist der agiert und der Hund der ist der reagiert zeigt dir dein Hund durch sein forderndes Verhalten. Denn das ist es worauf es ankommt, wer agiert und wer
    reagiert oder wer bewegt wen.

    Schwierig aus der Ferne. Ich glaube ich würde ihm eine Box als Rückzug anbieten.
    Tür natürlich am besten rausmachen und eine Wasserschale direkt davor platzieren.
    Und dann beobachten, wenn er muß wird er rauskommen und sich vielleicht mit der
    Rückzugsmöglichkeit im Rücken trauen. Ich denke die anderen Hunde werden ihm
    helfen und ihn neugierig machen.
    Wie machst du das mit dem rausgehen? Trägst du ihn raus oder kennt er Leine und
    Halsband/Geschirr? Vermutlich nicht.