Beiträge von YorkieFan

    Es ist halt nicht jeder als Pferdeprofi auf die Welt gekommen. Und es gibt viele
    Anfänger die ihren Pferden weit schlimmeres antun als diese Dame. Die ist wenigstens
    bereit zu lernen und die Ursachen für die Probleme bei sich zu suchen.
    Und ihre Unsicherheit nicht durch Grobheit dem Pferd gegenüber zu überdecken.

    Zitat


    ist das so hundgerecht, dem Hund so viel Verantwortung aufzubürden, von ihm Impulskontrolle zu verlangen und ihn dauerhaft einsatzbereit zu haben?
    und das auch schon von Geburt an ihn darauf hin arbeiten zu lassen?
    nutzen wir da den Hund nicht nur aus?

    Oder lassen wir Hunde nicht das tun, wozu sie durch Zucht selektiert wurden. Ist
    es wirklich schlecht, ein soziales Lebewesen auch so zu behandeln. Ihm Aufgaben
    im Familienverband zu geben, weil sie das von ihrer Herkunft aus anbieten. Hinzu
    kommt die Fähigkeit artliche Barrieren zu überwinden.
    Sicher kommen auch viele Hunde damit klar nur nebenbei zu laufen, aber ist das dann
    wirklich hundgerecht? Darüber läßt sich sicher streiten.
    Die meisten Hundehalter machen mit ihren Hunden wirklich Sport nur zum Spaß. Ohne
    turnierliche Ambitionen. Und nach irgendwelchen Kriterien entscheidet man sich für
    eine Rasse, es ist ja nicht nur das optische oder was gerade in ist oder wieviele Pokale
    man gewinnen kann.

    Für mich ist Fertigbarf schlicht Fertigfutter, ist doch völlig egal ob roh oder gegart.
    Ich habe damals mit barfen angefangen, weil ich wissen wollte und musste was in den
    Napf kommt. Und das bietet kein Fertigfutter. Also werden auch keine Fertigmischungen
    ans Futter gemacht. Es gibt auch kein Trockengemüse oder Flocken oder son Kram.
    Es gibt frisches Gemüse und Obst, dazu wechselnde Öle mit hohem Omega-3 Anteil.
    Regelmäßig Bierhefe und im Frühjahr eine Kur mit Löwenzahn.
    Das einizige worüber man sich sicher streiten kann sind Milchprodukte, aber meine Hunde
    lieben Hüttenkäse und Quark.

    Pfefferspray hatte ich auch lange dabei, aber das ist eine trügerische Sicherheit. Um
    damit überhasupt zu treffen muß man schon sehr nahe ran an den "Feind" und treffen ist gar nicht so einfach. Vor allem wenn das Ziel sich bewegt.
    Ich handhabe das jetzt aus dem Gefühl und der Situation raus. Gerade gestern wieder
    eine Situation wo man nur noch denk "Herr, lass Hirn regnen". Ich hatte meine an der
    Leine und hinter uns kam eine Dame mit Hund an der Schlepp. Sie hat die Schlepp dann
    auch kurz genommen und in dem Momment als sie auf gleicher Höhe war die Leine fallen
    lassen :hilfe: . Der Hund war wohl durchaus nett, aber er wickelte mich in die Leine und
    meine Hund gleich mit. Was für ein völlig unnötiges Chaos. Ich habe dann den Hund zu
    fassen gekriegt und abgeleint. Zum Glück nutzte der die Gelegenheit und machte sich
    davon.
    Ansonsten weiche ich auch wenn möglich aus. Konfliktvermeidung ist da meine Devise.
    Ich biege auch mal ab und lass den anderen den Vortritt. Besonders suspekt sind mir
    immer Leute, die ihren Hunden körperlich nicht gewachsen sind. Mit dem blocken klappt
    das schon ganz gut aber auch nicht immer.

    Denk aber dran, dass Hunde ortsbezogen lernen. D.h. wenn es im Wohnzimmer klappt
    kann dein Hund draußen wieder sehr unsicher reagieren. Hört sich aber nicht nach einem
    Hund mit Angst an sondern nach einem unsicheren Hund.
    Wenn das geht lass sie draußen über Bretter am Boden laufen, alles was so ähnlich ist.
    Jede bestandene Übung steigert das Selbstvertrauen.

    Habt ihr mal versucht die Rampe auf den Boden zu legen und sie zu motivieren drüber zu gehen? Anfangs würden auch zwei Pfoten drauf reichen, das loben als wärs die größte Leistung.Wenn ihr mit Leckerli belohnen wollt, dann das Leckerli geben wenn sie auf der
    Rampe steht, nicht wenn sie wieder runter ist. Das würde ich dann so lange üben, bis
    sie ohne zögern drauf lang geht, sich eventuell drauf hinsetzt oder hinlegt.

    Dann die Rampe z.B. auf eine Treppenstufe legen, so dass sie nur ganz langsam ansteigt.
    Und so weiter üben. Das Tempo bestimmt der Hund, also nie versuchen sie raufzuziehen
    oder sonstwie zu zwingen.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum du das immer wieder zuläßt? Weil du im Recht bist? Wie oft begegnest du denn diesem Hund? Kannst du nicht deinen Hund zu dir rufen
    und so eine Konfrontation vermeiden?
    Das gibt es einfach, dass sich Hunde nicht leiden können. Ist bei uns Menschen ja auch
    nicht anders.

    [quote="Brizo"Ich habe mich damals selber gefragt, was ich möchte. Einen Hund, der trotzdessen, dass er abrufbar ist, ein leben an de Leine verbringen muss, oder einen glücklichen Hund, auch wenn dadurch das Risiko erhöht wird...:([/quote]

    Und die Einstellung zur Leine ändern ;) . Es ist keine schreckliche, quälende Misshandlung
    einen Hund an der Leine zu führen. Und ein Hund ist angeleint auch nicht unglücklich.
    Das ist reine Vermenschlichung.