Beiträge von YorkieFan

    Zum weglaufen:
    Einen Hund der schon Kommandos kennt würde ich ins Sitz bringen, mich zu ihm hinhocken
    und das Geschirr anziehen. Als Belohnung sanft streicheln wenn das Geschirr dran ist und
    fertig.

    Karo82
    Versucht mal ihn zu kraulen während ihr das Geschirr über den Kopf zieht. Geht ihr in eine
    Hundeschule? Dann sprecht dort das Problem mal an und laßt den Trainer schauen wie ihr
    das macht.

    Zitat

    Wenn er das Geschirr sieht, haut er ab und verkriecht sich - obwohl wirs immer langsam und vorsichtig, behutsam umgemacht haben - mit Leckerli versüßt usw.

    Genau daran könnte es liegen. Ihr ward so zögerlich und unsicher, dass euer Hund auch nur
    mit Unsicherheit reagieren konnte. Kann auch ein wenig am Geschirr liegen, müßt ihr das über
    den Kopf ziehen? Oder ist es eins zum reinsteigen?
    Kniest du dich hin zum Geschirr anziehen? Oder beugst du dich über ihn? Hunde müssen erst lernen,
    dass Menschen körpersprachlich anders sind :D .

    Es ist völlig normal, dass sie bei fremden Hunden vorsichtig ist. Wäre sie das nicht könnte das sehr schnell übel für sie ausgehen. Nicht jeder erwachsene Hund mag Welpen und ist erfreut wenn ein Welpe auf ihn zurennt.
    Ein Welpe mit 12 Wochen hätte normalerweise nur Kontakt zu den Mitgliedern seines
    Rudels und würde noch gar keine Kontakte nach aussen haben. Da würde die Mutter
    schon drauf achten.

    Zitat


    Mein Rüde ist mehr der Typ Hund der es angelernt bekommen hat. Will viel Regeln, selbst Dinge die nicht geregelt werden brauchen. Lieber einmal überreagiert, als die Kontrolle zu verlieren.

    Man kann da ja immer nur spekulieren. Für mich spricht das für einen unsicheren Hund, der am liebsten
    eine Führung hätte aber keine gefunden hat. Gezwungenermaßen übernimmt er das dann. Er will nicht
    viel regeln sondern glaubt das zu müssen weil keiner sonst es tut.

    Irgendwo habe ich gelesen, dass eigentlich Hündinnen die stärkeren Persönlichkeiten sind, Rüden
    bleiben im Herzen immer Muttersöhnchen. Haben zwar ne große Klappe aber das wars dann auch
    schon :D .

    Ein schwer abzuschneidender Zopf :headbash:

    Dominanz ist keine Charaktereigenschaft sondern ein situationsbezogenes Verhalten.
    Kein Mensch und kein Tier kann immer dominant sein. Dazu braucht es nicht zuletzt
    die nötige Motivation und jemanden der sich dominieren läßt.

    Hunde und Mensch können kein Rudel bilden, also kann ein Mensch auch kein Rudelführer
    sein. Soweit geht dann die Überwindung der Artenbarriere auch nicht :D .
    Am ehesten kann man die Mensch-Hund-Beziehung mit einer Eltern-Kind-Beziehung
    vergleichen, nur das der Hund nie wirklich erwachsen wird. Gut ist es in dieser
    Beziehung, wenn der Mensch wenigstens geringfügig klüger und erfahrener als der
    Hund ist. Dann hat man gute Chancen dass der Hund dem klügeren folgt :D

    Zitat

    Ich finde ein Hund braucht seinen Auslauf ohne Leine

    Aber nicht um jeden Preis. Ein nicht abrufbarer Hund gehört gesichert. Bei so einem kleinen
    Hund ist es noch wichtiger auf die eigene Körpersprache zu achten. Wenn du sie ranrufst,
    dreh dich etwas seitlich zu ihr und geh in die Hocke. Beuge dich nicht über sie und versuche
    nicht sie mal schnell zu greifen.
    Kann sie Sitz? Dann nutze das, lass sie sich hinsetzen und kraule sie etwas, dann erst anleinen.
    Vorerst würde ich das nur auf gesichertem Grundstück üben, damit du nicht in die Situation
    gerätst, dass du sie schnell einfangen mußt.
    Jagdtrieb ist klar bei einem Jagdhund, schau dir mal Reizangeltraining an. Damit kann man gut
    an fliehender Beute üben. Auch ansonsten ist Impulskontrolle das Zauberwort ;) .

    Sprich doch dein Problem noch mal in der Hundeschule an. Warum mußt du ihn
    denn überhaupt abrufen? Es gibt doch genug Alternativen, z.B. du gehst zurück
    zum Hund und nimmst ihn direkt im Fuß mit. Du gehst weg und rufst ihn nach 2-3 Schritten zu dir ran während du ruhig weitergehst usw. Da gibt es viele Varianten.

    Abruf übst du dann erst mal wenn ihr alleine übt und er das gut aushält. Dann die
    Ablenkung nur sehr langsam steigern mit einem anderen Hund und genug Abstand
    zwischen den Hunden. Dabei Sam immer zuerst abrufen, bevor die Erregung zu sehr
    steigt. Merkst du, dass er zu aufgeregt ist, hingehen und ihn holen, auf den Abruf
    verzichten.

    Zitat

    Wenn er anfangen würde zu mäkeln bzw. nicht mehr zu reagieren, wenn ich mit Futter etwas von ihm wollen würde, dann würd ichs sicher ändern. Ist halt definitv nur die Frage - er scheint ein kleiner Kontrolleur (und Zurechtweiser!) zu sein, soll ich ihm übers Futter noch deutlicher machen wer der Chef ist oder hat kontrollieren und "Futterentzug" nichts miteinander zu tun?

    Siehe meinen Beitrag oben

    Futterentzug hat nichts mit Chef sein zu tun

    Futter ist eine für den Hund wichtige Ressource. Wer die verwaltet, der hat die Kontrolle
    über was ganz wichtiges. Es ist nicht die schlechteste Idee dies dem Hund nicht zu überlassen.

    Hunde sind schlingfresser, es ist also völlig normal, dass sie schlingen und auch völlig unbedenklich.
    Was im Hund ist ist halt in Sicherheit :D .

    Auf wie viele Mahlzeiten man das Futter verteilt ist beim erwachsenen Hund nicht so wichtig. Ich
    füttere Morgens und Abends.

    Ich würde eine fehlerhaft ausgeführte Übung immer korrigieren, so gehen da die Ansichten
    auseinander.
    Ich würde den Hund auch zurück bringen und dann vielleicht nicht so weit weg gehen. Aber
    niemals eine Übung damit beenden, dass der Hund ein gegebenes Kommando von sich aus
    aufgelöst hat. Ihn mal abzurufen und mal abzuholen finde ich auch gut, das senkt seine
    Erwartungshaltung.