Beiträge von YorkieFan

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    YorkieFan: warum gibt es denn dann so viele angsthunde??

    Gibt es gar nicht, ist jedenfalls meine Meinung. Wobei ich pingeligerweise ;) zwischen
    Angst und Unsicherheit unterscheiden würde.
    Mit einem Angsthund zu arbeiten dürfte die Möglichkeiten der meisten Halter übersteigen,
    weil Angst alles lernen blockiert.
    Einem unsicheren Hund zu helfen in der Menschenwelt klar zu kommen ist was ganz anderes.
    Diese Hunde sind aber auch in der Lage sich mit ihrer Umwelt und den furchteinflößenden
    Dingen auseinanderzusetzen. Und dabei spielt der Halter eine große Rolle.

    Bei dem Hund der TE handelt es sich eher um einen unsicheren Hund und da hilft kein
    Mitleid.

    Zitat

    Vorgeschichte, vorbelastet oder einfach die neue Umgebung, die den Hund verunsichert. das alles ist aber meistens ganz normal. denn versetzt dich doch mal in die Lage des Hundes, wie wäre es wenn du plötzlich in einem anderen land, mit einer anderen Kultur, anderen Verhältnissen und einer anderen Sprache leben müsstes. das bräuchtest du zeit.

    Solche Gedanken blockieren nur und führen in die falsche Richtung. Hunde grübeln nicht
    über ihr unschöne Vergangenheit nach und tun sich selber leid. Sie leben im hier und jetzt
    und sind bereit neu anzufangen. Sie brauchen keine Zeit um irgendwas zu überwinden, sie
    brauchen Menschen die ihnen zeigen was erwartet wird, das gibt Sicherheit.
    Je souveräner und gelassener der Mensch ist, umso leichter fällt es dem Hund sich an ihm
    zu orientieren.

    Warum muß sie denn in großen Hundegruppen laufen? Wozu soll das gut sein, wenn
    dein Hund sich dabei nicht wohl fühlt?
    Bindung und Vertrauen entsteht erst mit der Zeit, da reichen zwei Wochen kaum aus.
    Unternehmt viel gemeinsames, das stärkt die Bindung.
    Hilfreich könnte auch ein Hundeverein sein, wo ihr gemeinsam mit anderen Hunden
    trainieren könnt, ohne dass euer Hund spielen muß. Einfach die Anwesenheit fremder
    Hunde aushalten ohne was regeln zu müssen. Laufen lassen zunächst nur mit sehr
    souveränen, ruhigen Hunden die ihr Sicherheit geben.

    cazcarra
    Indem die TE den Hund blockt, dabei absolute Körperspannung hält und den Hund mit
    energischer Geste zurück schickt oder zurück drängt. Den Hund anzubrüllen oder gar
    zu schlagen zeigt Führungsschwäche, das wäre nicht mein Weg.
    So wie es sich anhört möchte die TE aber keine Führung übernehmen. So finde ich
    es schon schwierig, leider besteht auch die große Gefahr, dass der Hund dann immer
    öfter Aggressionen gegen Menschen zeigen wird. Er hat ja den gewünschten Erfolg.
    Er merkt natürlich, dass er Menschen so einschüchtern kann und das Frauchen dem
    nichts entgegen zu setzen hat.
    Wie immer wenn Übergriffe gegen Menschen im Spiel sind würde ich dringend einen
    guten Trainer zur Rate ziehen. Das geht sonst häufig böse aus für den Hund.

    Doch sie hat versäumt spätestens beim ersten Aggressionsverhalten gegen die Mutter
    energisch und unmißverständlich daziwschen zu gehen. Warum ein Hund etwas tut
    ist immer schwer zu sagen, wenn man den Hund nicht sieht. Hier könnte es Unsicherheit
    sein, dazu muß man aber die Körpersprache des Hundes sehen um das wirklich zu
    beurteilen.
    Und ein unsicherer Hund braucht dringend eine sichere Führungsperson an der er sich
    orientieren kann.