Ich finde immer mehr dass sich heute teils zu viel um die Kinder dreht. Klar, dass früher Kinder oft einfach da waren und sich keiner mit ihnen beschäftigt hat war auch nicht gut. Aber dass man Kinder 24/7 bespasst ist ja nun auch nicht Sinn der Sache.
Witzig zu beobachten dass die Trends in der Hundewelt dieselben sind wie bei Kindern.
DAS fällt mir grade im Kiga immer wieder auf. Ich betreue eine Gruppe mit Kindern von 3-6jahren und es ist erschreckend.
Ich verstehe es auch oft nicht. Meine Kinder, chaotisch, laut, dickköpfig und sicher nicht immer einfach. Aber alle hatten früh die Motivation Dinge selber zu machen. Das war oft etwas mühsam, machte sauereien und dauerte länger. Aber ist halt so.
Und im Kiga? Habe ich Kinder, grade 4jahre geworden die sich am Buffet kein Frühstück nehmen können weil sie nicht wissen wie sie etwas aufs Brot schmieren können. Und es auch nicht versuchen sondern lieber gar nichts oder nur das geschnittene Obst essen möchten wenn ich sie ermutige es selber zu probieren.
Anziehen? Mir wird der Kram hingelegt und dann sitzen sie da und brechen in Tränen aus wenn wir sagen das sie es mal probieren sollen und wir dann helfen wenn sie nicht weiter kommen….
Klettern in der Turnhalle? Balancieren? Können die wenigsten. Oder mit ner Schere schneiden.
Warum ist das so? Warum nimmt man Kindern so massiv alles ab und ermuntert sie nicht es selber zu probieren?