Ja, finde ich auch recht viel, aber sie hält tagsüber einfach nicht länger, außer sie schläft. Nachts ist gar kein Problem, von ca. 23.00/23.30 Uhr - 7.00/7.30 Uhr hält sie meistens problemlos. Kam schon vor, daß sie nachts in die Küche geschlichen ist und dort ein Pfützchen gesetzt hat, aber sehr sehr selten, bisher vielleicht 5 mal oder so.
Ja, ertappen tu ich sie oft, ich lass sie ja kaum aus den Augen.
Da kann ich Dich beruhigen. Ich bin mir ziemlich sicher, daß mein Hündchen ist weder arm, noch überfordert ist. Ich würde sogar behaupten, sie hat es ziemlich gut bei uns.
Wie Du sicher bereits gelesen hast, sind die Spaziergänge, was die Weglänge angeht, ziemlich kurz. Ich denke, daß man auch einem damals 5,5 Monate alten Hund "zumuten" kann, einmal um den Block zu gehen, auch wenn sie viel schnüffelt. Ich persönlich finde es nicht so sinnig, den Hund nur bis zur nächsten Laterne laufen zu lassen, damit sie sich vor lauter Schnüffeln nicht überanstrengen kann. Das ist doch auch völlig realitätsfremd. Der Hund muss im "echten" Leben mit mir bestehen, und dazu gehört auch, zu Fuß unterwegs zu sein, UBahn oder Bus zu fahren, auf andere Hunde zu treffen etc. Und wann sollen wir damit anfangen, wenn nicht möglichst früh?
Es ist ja nicht so, daß ich einen winzigen Welpen seiner Mutter entrissen hätte um ihn dann sofort Kilometerweit hinter mir herzuziehen, sondern es ging darum, einen damals fast 6 Monate alten Junghund 2-3x am Tag um den Block zu führen.
Auch ist ein Zollhund nicht unbedingt mit meinem kleinen Mops vergleichbar. Der Job eines Zollhundes besteht darin, bestimmte Stoffe/Substanzen, auf die er trainiert wurde, in geschlossenen Gepäckstücken zu erschnüffeln, während mein Hund unterwegs einfach "nur" Zeitung liest. Keine Frage, auch das wird mit gewisser Anstrengung verbunden sein, aber ganz ehrlich: da muss sie durch.
Ich habe den Hund nun seit über 3 Monaten und habe immer so weit es geht Rücksicht auf sie genommen. Ich habe mir sogar mehr als 4 Wochen frei genommen, damit sie sich einleben kann und möglichst wenig Stress hat. Nur kann sie nicht immer in einer rosa-plüschigen Blubberblase leben, sie muss sich in unser Lebensgefüge einpassen, und dazu gehört nun beispielsweise auch, daß ich sie morgens mit zur Arbeit nehme und wir diesen Weg zu Fuß gehen.
Nun hat es in den letzten Wochen ja deutschlandweit Schnee & Eis gehabt, bzw. hat es hier immer noch zentimeterhohe Schneeberge und -5°, d.h. die Spaziergänge haben sich in den letzten 2 Wochen auf ein Minimum beschränkt, wir waren meistens nur unten im Hof zum Lösen und ich habe extra wieder Homeoffice gemacht. Jedoch hat dies überhaupt nichts an der Situation geändert, im Gegenteil, sie hatte jetzt momentan eher eine schlechtere Phase, und das, obwohl wir kaum länger spazieren waren. Ich würde behaupten, daran liegt es nicht.
Und 5 Minuten üben 2x am Tag finde ich nicht falsch. An einem Tag macht sie ein paar mal "sitz" und bekommt jedes mal ein Leckerli, am nächsten Tag macht sie mal "Pfote" oder "High five", am dritten Tag versteck ich einfach die Leckerlis und sie muss sie suchen... So hat sie Spaß, ich hab Spaß, sie bekommt Leckerlis (dafür würde sie ALLES tun
) und ist danach zufrieden. Ich zwinge sie ja nicht zu irgendwas, was sie nicht kann oder will, von daher sehe ich das entspannt. Und ob mein Hund nun sitz mit 2, 3 oder 8 Monaten kann... wayne. Ich bin garantiert niemand, der anderen Leuten vorhalten muss ob oder was mein Hund in welchem Alter "schon kann".
Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Ich denke schon, daß sich mein Hund wohlfühlt und daß sie in erster Linie Hund sein kann. Dennoch ist sie mit nun fast 7 Monaten kein hilfloser kleiner Welpe mehr, sondern ein gesunder Junghund. Und ich denke nicht, daß ich diesen überfordere, wenn er sich nun langsam aber sicher voll in den Alltag integriere.