Hallo zusammen
Ich werde etwas ausführlicher schreiben, weil ich eigentlich überall Baustellen habe.
Mein Hund : Reinrassiger Border Collie, Rüde, 2 1/2 Jahre alt, Name : Max, Herkunft : Privatzucht aus Thüringen
Max ist mein erster Hund und deswegen habe ich viele viele Fehler gemacht, die sich immer deutlicher abzeichnen.
Zur Vorgeschichte : Mein Mann und Ich haben ganz zu anfang mit seinen Eltern in einer gemeinsamen Wohnung gelebt. Meine Schwiegereltern hatten eine Border Collie Schäferhundmix. Eine sehr liebe und gut erzogene Hündin. Leider mussten wir sie mit 14 Jahren einschläfern lassen, weil sie einen sehr Tumor am Hinterbein hatte, der auch schon gestreut hatte. Mein Mann und meine Schwiegereltern wollten sofort einen neuen Hund. Verständlich für mich, aber ich wollte keinen, weil ich zu der Zeit mehr an der Arbeit war als Zuhause ! Da ich aber bei Tierkindern absolut nicht nein sagen kann und Max auch verdammt süß war/ist, ist er nach einer Woche bei uns eingezogen. Da war Max ca 13 Wochen alt. Er hat verdammt schnell mein Herz erobert.Max ist nie allein Zuhause, wenn mein Mann und ich arbeiten sind. Auch jetzt nicht, wo wir endlich getrennt wohnen von meinen Schwiegereltern ( gleiches Haus, aber getrennte Etagen ).
Die Hundeschule : Ich habe damals entschieden das ich mit Max zu einer Hundeschule gehe. Das stieß auf ziemliches unverständnis bei meinen Schwiegereltern. Vorallem bei meinen Schwiegervater. Er war bzw ist immer noch der Meinung das er Max selber erziehen kann. Davon sehe ich aber nach 2 jahren immer noch nichts. Naja, zurück zum Thema : Also ich habe mir in meiner Nähe eine Hundeschule gesucht, die vorallem mit "sanfter Hundeerziehung" geworben hat. Wir sind also dahin und mussten feststellen das die Trainerin meinen Hund nicht mochte. Max konnte zu diesem Zeitpunkt die Grundbefehle einfach noch nicht, aber deswegen waren wir ja da. Es war eine Gruppe mit ca 15 Hundewelpen und alle mussten immer im Kreis sitzen. Max hat einen großen Spieltrieb und zum sitzen war er nie zu bewegen. Somit wurde Max IMMER von allem ausgeschlossen !! Bei einer Übung wo wir den Hunden Ochsenziemer aus dem Maul nehmen mussten, ist es zum ersten Vorfall gekommen. Max hat mich angeknurrt. Die Trainerin kam dazu um mir zu zeigen wie es geht. Tja, ich sagte sie soll bitte aufpassen, weil ich ahnte was passieren würde. Aber ich wurde ignoriert. Das Ende vom Lied war, das Max die Trainerin gebissen hat bzw. so nach ihr geschnappt hat, das sie böse geblutet hat. Der nächste Vorfall war eine Woche später und das Ende der Hundeschule. Wir mussten unsere Hunde sitzen lassen. Max hat das gemacht aber er ist nicht lange sitzen geblieben. Das hat die Trainerin wieder einmal gestört und wollte mir zeigen wie ich das machen soll. Unser Hund hat von meinem Mann gelernt, das wenn er Sitz macht gleich Pfötchen zu geben. Finde ich jetzt nicht schlimm, aber diese Trainerin. Max hat auf ihren Befehl hin sitz gemacht und das Pfötchen ohne aufforderung gegeben. Da hat diese Trainerin mit ihren schweren Stiefeln ( es war Winter zu der Zeit ) ausgeholt und hat meinen Hund mit voller Wucht vor die Brust getreten !!!! Max ist gleich zu Boden und ist ganz benommen liegen geblieben. Ich habe die Trainerin angebrüllt, meinen Hund auf den Arm genommen und bin NIE WIEDER dorthin !! Sowas nennt man also sanfte Hundeerziehung !!
Tagesablauf : Da unser Hund ja viel Bewegung braucht, gehe ich 4x täglich raus. 2x eine Stunde, 1x zwei Stunden und Abends vorm schlafengehn nur noch mal kurz (1/2 Std), damit er sich lösen kann. Wenn ich Zuhause bin, spiele und schmuse ich mit ihm. Abends kriegt er seinen Ball ( den kann man mit Leckerchen füllen ). Mit dem beschäftigt er sich dann ca eine Stunde oder er zieht seine Schmusedecke durch die Wohnung.
Probleme : 1. Max liegt nur vor der Wohnungstür und sobald sich was im Hausflur tut, fängt er an zu bellen. Genauso wenn es bei uns klingelt. Ich komme nicht zur Tür !!! Er lässt mich überhaupt nicht vorbei. Damit er nicht als vor der Tür liegt, habe ich ihn immer wieder zurück gerufen und versucht ihn dazu zu bewegen in seinem Körbchen zu bleiben. Aber ich glaube eine Wand hört mir eher zu. Ich Pfeiffe, Hund kommt, ich sage "geh auf deinen Platz", Hund geht, stellt sich in seinen Korb und bevor ich ihn loben kann, rennt er wieder in den Flur. 
2. Das Gassigehn wird für mich zu einem Kraftakt. Wenn Max zieht, liegen 26kg an der Leine. Also bei uns heißt es immer: Hund geht mit Frauchen raus. Das nervt mich schon. Ich habe schon versucht immer wenn er zieht die Richtung zu wechseln, aber das scheint nicht zu fruchten. Ich habe, seitdem er ein Welpe ist, darauf bestanden das er an einer kurzen Leine geführt wird, um zu lernen nicht zu ziehen. Aber mein Schwiegervater sah/sieht das anderst und ging/geht immer mit einer 8m Schleppleine raus. Ich drehe mich somit immer im Kreis.
Auch jagt er wieder Autos, Kindern und Spatziergänger hinterher. Diese wechseln schon freiwillig die Straßenseite wenn sie sehn, wie Max in der Leine hängt.
3. Max lässt sich nichts aus dem Maul nehmen. Das problem besteht auch schon immer. Ich muss aber dazu sagen das er das nur bei Erwachsenen macht. Wenn mein Patenkind da ist, kann sie alles machen mit ihm. Sogar sein Futter kann sie ihm wiederstandslos aus dem maul nehmen. Auch schlafen die beiden zusammen in seinem Körbchen. Aber wehe mein Mann oder ich kommen seinen Korb auch nur zu Nahe wenn er ein leckerchen oder Futter da drin hat. Dann fletscht er die Zähne und knurrt uns richtig tief und böse an. Was ich da machen soll, weiß ich nicht.
4. Wenn Besuch kommt, bellt er wie bescheuert und im schlimmsten Fall löst er sich dabei auch. Am schlimmsten sind Männer. Kommt also ein Männlicher Besucher, bugsiere ich ihn rein, lasse ihn auf einem Stuhl hinsetzen und lasse Max schnüffeln bis er sich beruhigt. Ist dann der Fall eingetreten krabbelt er den Leuten fast in die Tasche nur damit der Besucher ihn streichelt. Bei Frauen besteht das Problem überhaupt nicht. Was ich dagegen schon versucht habe : Ich habe "aus" und "nein" gebrüllt und gepfiffen aber das stösst auf taube Ohren. Nehme ich ihn dann an dem halsband, schnappt er nach mir. Fazit : Wir kriegen nun überhaupt keinen Besuch mehr 
5. Ohne Leine geht draußen nichts. In der Wohnung hört er eigentlich schon, wenn ich ihn rufe. Ich würde so gerne mit ihm aufs Feld gehn und einfach nur Toben und spielen, aber es geht einfach nicht. Sieht er einen andern Hund oder hört er ein Auto oder was anderes, kriege ich keine Aufmerksamkeit mehr und zack, weg ist er. Auch so ist es verdammt schwer ihn zurück zu rufen wenn er keine Leine mehr hat. Seitdem er mir zweimal weggelaufen ist ( er ist einem Auto auf dem Feldweg nachgerannt ) lasse ich ihn nicht mehr ohne Leine laufen. Damit tue ich ihm aber keinen Gefallen, weil er ja viel Bewegung braucht. Auch da weiß ich mir keinen Rat mehr. Wir haben einen Schrebergarten und nur da lasse ich ihn ohne Leine toben. Aber selbst da jagt er am Zaun den Autos nach und bellt die Männer an, die bei uns vorbei gehn.
6. Ball spielen ist auch so eine spezielle Sache. Er will ja auch gerne damit spielen und ich soll ihn auch werfen, ABER : er bringt mir zwar den Ball, aber er lässt ihn nicht los
Ich muss ihn mir dann mühsam "erkämpfen".
Genauso will er meißtens bestimmen wann gespielt wird. Forder ich ihn auf, interessiert ihn das nicht. Ich mache das im Gegenzug dann auch. Wie ich das ändern soll, weiß ich auch nicht.
Randinfos : Max ist nur bei meinen Schwiegereltern, wenn mein Mann und ich den ganzen Tag nicht da sind, bzw. auf Geschäftsreisen oder Schulungen sind. Da wir zur Zeit einen Finanziellen Engpass haben, können wir uns keinen Trainer oder Hundeschule leisten. Muss das also irgendwie alleine hinbekommen. 
Bitte schimpft oder steinigt mich mich nicht, wenn ich Fehler mache oder gemacht habe. Ich brauche einfach nur netten Rat.
Liebe Grüße
littlelilie