Huhu^^
Ich schreib mal kurz was allgemein über Barny, ehe ich zu unserem Problem komme .
Also Barny ist ein 9 Monate alter Border Collie/Altdeutscher Hütehund. Er stammt von einem Bauernhof in dem er in einem Zwinger seine ersten 9 Wochen verbracht hat. Soweit wir wissen durfte jeder ( vorallem Kinder) in den Zwinger zu den Hunden.
Als wir Barny damals holten, konnte er Kinder absolut nicht leiden. Er schnappte jedes Mal wenn sie ihn streicheln wollten. Wir vermuten, er hat schlechte Erfahrungen gemacht . Natürlich haben wir daran gearbeitet und es wurde besser. Er lief sogar über ein Kinderfest und ließ sich freudig von Kindern streicheln.
Dazu kam, dass Barny furchtbar eifersüchtig war und keinen fremden Hund in meienr Nähe haben wollte. ( Er schnappte dann ohne Vorwarnung) . Auch dass hatte sich nach langem Üben gelegt.
Barny war von Anfang an ein kleiner Feigling. Wollte jemand Fremdes ihn streicheln, machte er sich sofort klein und ging nur mit eingeklemmter Rute( leicht wedelnd) zu der Person. Fremde Hunde hingegen wurden sehr freudig begrüßt.
Bei Spaziergängen haben wir darauf geachtet, dass er Kontakt sowohl zu Menschen als auch Hunden hat. Seine Vorsicht gegenüber Fremden legte er dabei halbwegs ab und ließ sich gerne von ihnen streicheln.
Er geht einmal in der Woche zur Hundeschule um dort mit anderen Hunden zu spielen, außerdem trifft er sich öfters mit einem bekannten 11 Monate alten Border Collie.
Zu Hause ist Barny ein Schatz, natürlich zerstört er mal ein bis zwei Spielsachen von sich, aber ansonsten benimmt er sich sehr gut. Er war von Anfang an Stubenrein und wurde auch von unseren Hunden ( Hündin und Rüde, wobei der Rüde dieses Jahr leider verstorben ist) freudig und ohne Probleme aufgenommen.
Seit drei Wochen jedoch ist Barny vollkommen anders. Er kommt kaum zur Ruhe und schreckt bei jedem Geräusch zusammen.Wenn ich mit ihm raus will, zittert er bereits vorher schon vor Anspannung. Zeitweise frisst er nichts.
Trifft er unterwegs auf Menschen z.B mit Mützen, Schirmen, oder Peronen die langsam schlendernd laufen, fängt er sofort an zu bellen und, sofern die Person nah genug ist zu schnappen.
Sieht er Kinder ist er sofort angespannt. Er hat bereits im vorbeigehen nach einem Kind geschnappt, als dieses mit mir gesprochen hat. ( Mein Bruder hielt Barny an der Leine ein Stück vor mir, da ich noch die Hündin meiner Schwester dabei hatte. Barny ließ das Kind vorbei gehen und setzte dann plötzlich hinterher.)
Treffen wir Hunde, ganz gleich welches Geschlecht, hängt er sofort in der Leine und bellt und knurrt.
Wir waren bereits beim Tierarzt um gesundheitliche Probleme abklären zu lassen. Der TA riet uns zur Kastration. Er meinte es sei ein Border typisches Verhalten( Hat selber vier Borders.) und verschrieb uns Relaxan forte .
(Während des Ta Besuchs kam eine Praktikantin in das Sprechzimmer. Barny ließ sich von ihr ein Leckerli geben, kurz danach fing er allerdings an zu bellen und nach ihr zu schnappen. Dieses Verhalten zeigte er immer wieder, sobald das Mädchen sich bewegte.)
Unsere Hundetrainerin riet uns von der Kastration wieder ab, da sie meinte, ein ängstlicher hund wie Barny könnte nach einer Kastration vollkommen zusammenbrechen. Sie meinte stattdessen, wir sollten mit ihm Gefahren aus dem weg gehen, bzw. ein Sitz verlangen und die mögliche Bedrohung an uns vorbeigehen lassen.
Bei Menschen klappt dies sehr gut, nur bei Hunden nicht
Außerdem soll es keinen Spaziergang ohne Halti geben.
Auch bei der Hundetrainerin war noch eine Praktikantin dabei. Auch diese wurde von ihm sofort als Bedrohung angesehn und das obwohl das Mädchen ihn extra nicht ansah.
Nach diesem Gespräch waren wir noch einmal beim TA( Gemeinschaftspraxis, daher dieses Mal der Andere)
Dieser meinte Barny würde eindeutig Dominanzverhalten zeigen und sich leider aber wie ein Angstbeißer benehmen.
Während dieses Gesprächs war Barny sehr entspannt, er ließ sich nach den ersten Leckerli vom Tierarzt ohne Probleme anfassen und auch sämtliche Angestellten waren kein Problem für ihn.
Nun ja unsere Hundetrainerin meint allerdings, dass Barny absolut nicht dominant sei. Finde ich allerdings auch.
Während der Hundeschule ist er eigentlich so wie immer. Hunde sind nur zum Spielen da und die Menschen beachtet er nicht weiter.
Neben der Hundeschule und normalen Gassirunden sind wir noch viel auf Feldern und abgegrenzten Wiesen unterwegs. ( Geht halt derzeit nur, wenn niemand in der nähe ist.
Außerdem geht mein Bruder mit ihm joggen. Was derzeit durch die Übungen leider wegfällt.
Kopfarbeit( Suchspiele udn Tricks) mache ich selbstverständlich auch mit ihm, da er alles andere als auf dem Kopf gefallen ist.
Bei uns im Garten sind Leute kein Problem und auch am Gartenzaun freut er sich und lässt sich anfassen.
Ich habe bereits selbst versucht zu überlegen, ob irgendetwas ihn so verängstigt haben konnte, leider fällt mir nichts ein. Barny hat und hatte schon immer vorallen Veränderungen oder hinabfallenden Gegenständen Angst.
Neue Wege werden nur sehr vorsichtig betreten und bei der kleinsten Abweichung versucht er zurpck zu gehen.
Selbst Bürsten war am Anfang ein richtiger Kampf, da er sofort anfing zu knurren und zu beißen, wenn er eine Bürste sah. Mittlerweile liebt er es gebürtstet zu werden.
Die einzigen Sachen, die mir eingefallen sind, sind einerseits seine Geschlechtsreife.
Er hebt jetzt seit fünf Wochen fast immer das Bein
und aber auch die junge Hündin meiner Schwester.
Barny hatte die ersten Tage Angst vor ihr, mittlerweile sind die beiden nur noch sehr schwer zu trennen. Natürlich ist diese Trennung dann auch wieder purer Stress für ihn, doch zwischendurch müssen auch die Kleine und er mal ruhen.
Soviel zu Barny und seinem Problemen.
Mittlerweile bin ich selbst sehr verwirrt, da ich von allen Seiten was anderes höre. Dazu kommen Hundehalter und Passanten, die alles besser wissen wollen und dann sehr überrascht über sein Verhalten sind.
Also versuche ich es hier nochmal, vielleicht kennt jemand einen ähnlichen Fall oder aber hat ein paar gute Tipps für mich.
Liebe Grüße
Ela
P.S. Ich weiß es ist viel zu viel geworden. 