Beiträge von Fusselnase

    Mich nerven die Sprüche bezogen auf Auslandshunde - deshalb lasse ich die Menschen, die explizit einen Hund vom Züchter wollen, auch in Ruhe. Ist dann einfach nicht meine Welt und gut ist.
    Aber wenn jemand vor der Anschaffung eines Hundes unsicher ist und die Entscheidung gegen ein älteres Tier aufgrund von Vorurteilen gefällt wird oder zu werden droht, dann kann es durchaus sein, dass ich was dazu sage. :)

    Es ärgert mich, weil es so dargestellt wird, als wolle der Verein Druck aufbauen, indem er ein Ultimatum stellt.
    Dabei gibt es solche Regelungen nicht, um die Pflegestelle unter Druck zu setzen, sondern damit es nicht ausgenutzt wird. Und dies geschieht leider sehr oft, wenn man keine Grenzen setzt.
    Es gibt eben auch Pflegestellen, die endlos "herumeiern", und das kostet einen Verein schlichtweg Zeit, Geld und Nerven.

    Bei den Orgas die ich kenne, hat jede Pflegestelle immer die Möglichkeit den Hund zu behalten, der aber eben auch parallel in die Vermittlung geht.

    So wird es hier auch sein. Konkret kann das heißen: Bei einer Pflegestelle mit Übernahmeoption wird die Pflegestelle zwei Wochen (oder so) von Interessenten verschont und hat somit in dieser Zeit das alleinige Vorrecht, den Hund zu übernehmen.
    Das bedeutet aber auch: Wenn es danach Interessenten gibt, dann kann man die Entscheidung nicht mehr endlos rauszögern. Das heißt, der Druck wird nicht vom Verein aufgebaut, sondern liegt in der Natur der Sache.

    Ich habe es schon mal von der anderen Seite erlebt, mit einem Pflegehund. Das wurde damals sogar hier im Dogforum diskutiert, da war ich hier noch gar nicht angemeldet. Die Interessentin hat ziemlich lange überlegt, was ich auch in Ordnung fand. Das Problem war, dass wir die Hündin ziemlich gern hatten, und es uns zunehmend schwerer fiel, sie wieder abzugeben. Es stand auch ein Osterurlaub bevor, zu dem wir die Hündin hätten mitnehmen müssen. Und ich weiß nicht, ob ich sie danach noch hätte abgeben können. Also habe ich sie gebeten, sich bis Ostern zu entscheiden.
    Das schrieb sie hier und bekam natürlich entsprechende Antworten: "Lass dich bloß nicht unter Druck setzen" etc.

    Sie hat das dann erklärt, aber es war ein typisches Beispiel dafür, dass es immer zwei Seiten gibt.

    Ich würde mich von der Orga nicht unter Druck setzen lassen.

    Wer sagt denn, dass die Orga Druck macht? Echt, das ärgert mich jetzt. Einen Hund in Pflege zu geben mit der Option zur Übernahme ist ein freundliches Entgegenkommen des Vereins!

    Es bedeutet, dass man für einen vorher festgelegten Zeitraum die Exklusivrechte an dem Hund hat. Danach wird er zur Vermittlung freigegeben, was nichts anderes heißt, dass man es dann eben mit Interessenten zu tun bekommen kann, was ja eigentlich Sinn der Sache ist!
    Das heißt nicht, dass man damit ein für alle Mal sein Recht verwirkt hat, den Hund doch noch zu übernehmen.

    Was glaubt ihr, was passiert, wenn man die Pflegestellen so lange überlegen lässt, wie sie wollen? Richtig - dann gibt es bald nur noch Hunde in Pflegestellen und keine Vermittlungen mehr, weil alle sich schön die Tierarztkosten und die Haftpflichtversicherung vom Verein bezahlen lassen.

    Klingt hart und trifft natürlich nicht auf alle zu, aber so läuft es dann sehr häufig.

    Was ist denn mit mehr Zeit gewonnen (außer Zeit)?

    Unter Umständen: Klarheit!

    Man hat Zeit, verschiedene Gedanken durchzuspielen und mit Leuten zu sprechen. Es ist eine typfrage, manche sind entscheidungsfreudig und treffen Entscheidungen auch schnell, andere brauchen mehr Zeit. Wenn die Gedanken irgendwann nur noch rotieren, dann bringt einen Zeit auch nicht weiter. Aber ich sprach ja hier nicht von 3 Monaten, sondern von ein bis zwei Wochen. Der Gedanke, ihn behalten zu können, ist ja noch ganz neu!

    Oh, ich habe mir gerade die von meinem Bruder ausgeliehen, der bestellt sowas immer direkt bei der BBC. Auf deutsch geht das nämlich gar nicht.
    Aber ich kann die eh alle auswendig. :D
    Und du hast die Drehbücher? Cool. Die musst du mir mal zeigen.

    Übrigens, Resa dachte immer, wir sterben, wenn wir gelacht haben. Und da wir viel lachen, dachte sie das wohl oft. Also - wirklich nur kichern am Anfang! ;)

    für mich ist es also etwas völlig neues Verantwortung für jemand anderen als mich zu übernehmen.

    Dann wird´s ja mal Zeit! :)

    Du musst doch irgendwie einen Hund wollen, sonst hättest du ja keinen in Pflege genommen. Wie schon jemand schrieb, Angst vor der eigenen Courage zu haben ist bei solchen Überlegungen durchaus normal.
    Meine Spätrunde mit Ylvi dauert übrigens meist nur 30 Sekunden. Die ist froh, wenn sie nur schnell pullern muss und dann wieder ins Bettchen zurück kann.
    Bei Resa war das allerdings anders, mit der musste ich sehr oft nachts raus, weil sie oft Durchfall hatte oder aufgrund von verschiedenen Medikamenten pieseln musste.
    Am schönsten wäre es natürlich, wenn dein Freund mitziehen würde, dann könnte er die "Spaziergänge im Dunkeln" übernehmen. Aber so wie du das beschrieben hast, solltest du lieber ganz für dich alleine überlegen, so als wärst du "alleinerziehend".

    Oh, und jemand schrieb, dass man, wenn man erstmal einen Hund hat, auch schnell andere Hundebesitzer kennenlernt, so dass man sich da auch ein kleines Netzwerk aufbauen kann, innerhalb dessen man sich gegenseitig hilft. Vielleicht kannst du dich dahingehend ein wenig absichern?