Ich frag mich grad, ob es wirklich ein Problem der Leinenführigkeit ist oder ein Problem des zu starken Außenfokus
.
Bei Lucifer ist es der Aussenfokus, meist in Kombi damit, dass wir gerade losgegangen sind. D.h. wir gehen los in Richtung Wald und er jodelt, glotzt, bellt (natürlich nicht immer und tendenziell ist es weniger geworden, kommt aber vor) und zieht dann auch gelegentlich wie ein Ochse. Gerade im Hinblick auf meine Hüftgelenke führe ich ihn dann auch am Halsband, da schmeißt er sich nicht so rein. Auf dem Rückweg, wenn er einfach auch zufrieden ist, dann geht er wunderbar an durchhängender Leine neben mir. Wenn ihm dann noch irgendwas triggert brauche ich nur seinen Namen sagen, er guckt mich an und beruhigt sich sofort wieder. Das war bei Emil in dem Alter exakt das Gleiche. Leinenführig ist er an sich also schon. Allerdings wäre das besser ersichtlich, wenn wir keine Umwelt hätten, sondern in einer Tupperdose leben würden.
Zur Pubertät: Ich kann mir bei meinen immer wahlweise aussuchen ob sie a, in der Pubertät b, normale Basenjis c, sture Böcke oder d, einfach schlecht erzogen sind 
Meiner bleibt einfach solange in a) bis e) Alterssenilität greift. Nicht das ich noch irgendwann d) zugeben müsste
danke dafür. Humor ist halt, wenn man trotzdem lacht 
Ich muss aber hinzufügen, dass wir keine "Leinenführigkeit" per se haben, der Hund und ich schaukeln so dahin. Ich finde aber, sowas kann man später mit besagtem "Weiter" immer noch ausfeilen.
Das "Weiter" ersetze ich bei uns mal durch ein "laaaangsam"
Scootern möchte ich mit Luci auch anfangen, aber erst wenn ich meinen Hüften komplett vertraue. Das ist bestimmt was für meine Rennsemmel.
Heute hab ich Lucifer abgeleint 
Und zwar komplett. Ich war mit ihm allein im nahe gelegenen Wäldchen und hab ihn erst an kurzer Leine gehabt und ganz viel kurze Sequenzen "Fuß" abgefragt, immer mal absitzen und ablegen lassen, bis er tatsächlich das Glotzen komplett eingestellt hat und total bei mir war. Dann bin ich auf nen Hügel, wo ich dann in alle Richtungen das Waldstück überblicken konnte, hab ein Spieli raus geholt, ein bisschen gezergelt, ihn gewinnen lassen, er sprang rückwärts, guckte mich irritiert an, weil halt nix mehr an ihm dran war und dann ist der aber losgesaust, das Spieli in der Gusche und einfach mal gerannt, gerannt, gerannt. Er war so glücklich. Und ich auch. Weil er zwar echt geflitzt ist, aber immer um mich rum. So zwischen 15 und 20m etwa. Dann sehe ich in einigem Abstand Leute mit Kinderwagen, er auch, ich rufe ihn und Zack steht er neben mir. Das war echt toll. Mit schleppender SL läuft er ja auch öfter frei und rennt mal, aber man hat gemerkt, dass er komplett offline war, der hat nochmal ordentlich nen Zahn zugelegt.
Und danach ist er dann total brav an durchhängender Leine mit mir nachhause (s.o.)
Wenn ich ihm jetzt 100%ig vertrauen könnte, dass er niemand mehr anspringt, könnte er ja im Auslaufgebiet auch ohne Leine laufen, aber so ein Rest Zweifel bleibt. Wenn er sehr aufgeregt ist, weil vllt gerade geflitzt und ihn spricht jemand an, dann springt er mit Sicherheit
. Und das will ich halt einfach nicht. Das ist echt der einzige Grund, weshalb ich ihn nicht komplett ableine. Er hört, er ist total verträglich mit Fremdhunden, aber ich will halt nicht, dass er so ne ahnungslose Omi, die ihren kleinen Wuschel lüftet, von den Beinen holt. Bis das nicht komplett Geschichte ist, muss er wohl noch mit der SL leben.