Wenn also die Kastra eh kommt, macht es dann nicht mehr Sinn es gleich zu machen?
Ist der Chip denn aktuell ausgelaufen? Oder hast du ihn erneuern lassen?
Generell sagt man ja, wenn die Rüden gechipt sind und dann kastriert werden sollen, soll man dies tun BEVOR der Chip ausläuft. Einfach um dem Hund das Hormon auf und ab zu ersparen, plus die Hoden sind dann kleiner, daher ein kleinerer Eingriff etc.
Habt ihr denn die Möglichkeit mit ihm das Thema zu trainieren?
Heisst ihn theoretisch nochmal chippen lassen und dann echt ins Training einsteigen, mit läufigen Hündinnen Gassi gehen, generell an seiner Aufregung (ihr habt das Problem ja auch in anderen Bereichen) arbeiten usw...
Reifen wird er auch MIT dem Chip bzw wenn er kastriert ist, aber eben nicht mehr auf die selbe Art und Weise.
Wenn der aktuelle Chip schon ausgelaufen ist, dann würde ich, persönlich, ihn nochmal chippen lassen, dann trainingstechnisch Gas geben und schauen wie es sich entwickelt. Und dann kannst du immer noch entscheiden ob du ihn vorm Auslaufen kastrieren lässt.
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Der Chip war zwar von der Wirkung ausgelaufen, aber die Hoden sind noch nicht wieder auf Ursprungsgröße. Daher hatte ich über eine sofortige Kastra nachgedacht.
Ich hab den Chip bewusst auslaufen lassen, eben weil er im Alltag mit Hündinnen jedes Hormonstatus gut klar kam und höflich war, generell ja auch nochmal erwachsener geworden ist. Ich hatte gehofft, er kriegt die Kurve und kann intakt bleiben.
Er wurde gestern erneut gechipt und wird dann wohl vor dem Auslaufen kastriert.
Tja, den Umgang mit läufigen Hündinnen kennt er aus der Huta. Und auch da. Solange der Chip wirkt, alles kein Thema. Er ist interessiert, aber höflich. Momentan ist es auch dort schlicht unmöglich.
Also er kennt den Umgang mit Hündinnen durchaus.
Aber viel schlimmer ist sein Verhalten zuhause. Gassi ist ja ne überschaubare Zeit am Tag. Und selbst wenn er da nervig ist, das ist etwas wo man dran bleiben kann, wenn der Hund ansonsten zur Ruhe kommt. Aber ein Hund, der sich eben auch zuhause 24/7 stresst, den ganzen Tag ein Stressgesicht mit zurückgezogener Maulspalte hat und wirklich durchgehend hechelt und dazu fiept bis schreit. Der nicht mehr frisst. Der durchgehend durchs Haus tigern würde, wenn ich es ihm nicht verbieten würde, was natürlich dann auch zur Zunahme des Jammern führt. Den man nicht mal mit kuscheln beruhigen kann, weil er einen dann besteigen will. Der nachts neben meinem Bett steht und heult wie ein Wolf. Das ist für alle unerträglich, am meisten für den Hund selbst.
Und ich bin schwer beeindruckt, wie komplett anders er unter dem Chip war. Immer ein Gutelaune-Hund. Gerne gearbeitet, gerne gekuschelt, kompatibel mit jedem Fremdhund. Markiert und geschnüffelt hat er ja weiterhin. Er ist zutiefst unglücklich und getrieben. Es ist ganz schwer für mich ihn in dem Zustand zu sehen.
Die Hypersexualität hat er ja ganz offensichtlich von seinem Vater geerbt. Und meine Hoffnung, dass sich das verwächst hat sich endgültig zerschlagen 
Auch wenn das jetzt nicht vorrangig ist, mache ich mir auch Sorge um sein Fell. Das ist im Moment wirklich wunderschön. Dicht, lackschwarz glänzend, er sieht wirklich toll aus (wenn auch nicht wirklich mit nem Rüdenkragen gesegnet). Unter dem Chip sah er furchtbar aus vom Fell und vor explodierender Unterwolle nach einer Kastra hab ich auch Bammel. Aber so wie er im Moment drauf ist geht es halt nicht weiter.
Fiete und Emil sind ja auch beide unkastriert. Und hatten Phasen, wo sie auch anstrengend waren. Emil hatte mit Vorhautkatarrhen zu tun, Fiete hat sich schlicht vom Acker gemacht, wenn er ne läufige Hündin in der Nase hatte. Oder wurde öfters mit glasigem Blick im Wald stehend beobachtet. 
Aber bei beiden wars halt gut, sobald die Haustür hinter ihnen zu war. Die waren halt so mit nem guten Jahr jeweils in dieser Phase, Emil etwas früher als Fiete. Drei Monate hatte man zu tun und musste sie im Auge behalten beim Gassi, aber das wars auch.