Sind Eure Hunde nach der wirkung des Chips wieder komplett in die alten Verhaltensmuster gefallen?
Viel, viel SCHLIMMER.
Das Nerven von Hündinnen ist gar nicht unser Hauptproblem. Der Hund rannte 24/7 fiepend bis schreiend durchs Haus. Wollte nicht fressen, hatte Durchfall. Schlief maximal 8 von 24 Std, war dann fahrig, hat sich ständig irgendwo den Schädel angehauen, ist auf Emil gelatscht und bekam Ärger. Wenn ich versucht habe ihn bei mir zu behalten, damit er runter kommt wollte er mich besteigen, wenn ich ihn angeleint neben mir festgehalten habe, jammerte er da. Er hat dann wieder einen Chip bekommen, aber da wir und er das keine 6-8 Wo überlebt hätten, gab es noch eine Hormonspritze dazu. Die wirkte dann nach etwa drei bis vier Tagen.
Einen Abend ging es ihm so mies, dass ich ihm echt Vetranquil gegeben habe, damit er zur Ruhe kommt. Und auch damit musste ich ihn fixieren, damit er schläft. Er lief unter dem Medikament taumelnd durch das Haus, wollte sich aber nicht hinlegen.
Lucifer ist mein vierter Rüde, gut der erste zählt nicht, der kam schon kastriert aus dem TS. Aber Fiete und Emil sind beide intakt und sowas hab ich nie auch nur annähernd mit denen erlebt. Die hatten beide ne Phase, wo es unterwegs mit den Mädels mal anstrengend war, Emil hatte immer mal mit Vorhautkatarrhen zu tun. Aber wenn die Haustür zu war, war alles chic.
Ach, was Lucifer vor einer Woche noch gebracht hat, er hat sich so lange seine Murmeln abgeschlabbert bis er eine Hodenentzündung hatte. Momentan bekommt er noch AB und vier Tage Schmerzmedis brauchte er auch.
Im Sommer, wenn der Chip voll wirkt, wird mein Teufelchen kastriert. Glücklich macht mich das nicht, aber er leidet wirklich. Und wir halt alle mit.
Leider ja. Mico hat den Stress, den läufige Hündinnen in ihm ausgelöst haben, einfach nicht ausgehalten und das hat sich nach Ablauf des Chips auch nicht geändert. Das einzige, was sich geändert hat, war, dass wir die Zeit mit dem Chip eben für mehr Training nutzen konnten und ihn theoretisch für uns hätten "abschalten" können. Dann hätte er eben mega gestresst irgendwo gelegen, wo wir ihn hinbeordert hätten und wir hätten unsere Ruhe gehabt. Für ihn hat sich aber nichts geändert, weswegen wir ihn dann mit 3 1/2 haben kastrieren lassen.
Seitdem ist er wieder ein total fröhlicher Hund, viel weniger gestresst und hat -natürlich- auch deutlich seltener Stressdurchfall und generell Magenprobleme.
Aber was auffällt ist wie oft er jetzt wieder beim Spazierengehen teils Minutenlang an bestimmten Stellen am Gras leckt wo vorher wahrscheinlich heiße Hündinen makiert haben.
Würde ich nur kurz dulden, ihn dann weiter schicken. Dieses sich abschiessen übers Pipilecken ist kontraproduktiv. Läßt er sich nicht schicken, Fuß drauf und dann weiter schicken.