Was ich damit sagen will: Oft ist es besser, nicht alles zu sehr zu durchdenken. Sich nicht zu sehr zu vergleichen, auch wenn das manchmal schwer ist. Mehr Geduld zu haben. Und auch mal bewusst nicht auf andere zu hören.
Das ist echt wichtig und fällt mir auch wahnsinnig schwer. Zumal ich hier im DF ja immer Lucifers Schwester vor Augen habe, die ohne Leine durch den Wald schlendert, Social Walks aushält, etc. Und ich ihren Bruder an der Leine habe, der kreischt wenn er ein Reh sieht, Hunde nicht ausblenden kann, einen gigantischen Aussenfokus hat, ebenfalls etc.
Mein Trainer arbeitet auch sehr sanft, fast ohne Leckerlis und mit viel Vertrauen. Ist aber auch sehr souverän im Auftreten. Seine Hunde sind der Wahnsinn, also das funktioniert sichtlich auch. Nur habe ich das Gefühl, dass mein jugendlicher Sturkopf-Hund das so nicht kann.
Vllt könnt IHR das nicht so. Nicht Euer Weg evtl?
Ich hab ja ne Reihe Trainer durch, schon mit Emil hab ich da den ein oder anderen verschlissen. Bei der Trainerin, wo meine Hunde in der Huta sind, ist mir dann mal aufgegangen, dass das so nicht klappt. Bei ihr deshalb so deutlich, weil ihr Umgang mit Hund so gar nicht zu mir passt. Sie ist straight, die Hunde "funktionieren" bei ihr und fühlen sich da nicht unwohl. Aber man merkt, sobald ich da vor der Tür das Auto aufmache, gelten ihre Regeln. Emil kläfft nicht, Lucifer kommentiert nicht, sie übernimmt die Hunde und sie gehen anständig zu ihrem Auslauf. Sie war auch mal hier und kam mir ebenfalls mit einem total strengem Plan, wo die Hunde zu liegen haben, dass sie da und dort nicht hin dürfen, etc.....
Irgendwann hab ich mal mit ihr drüber geredet, wie wichtig mir Langhaarhunde sind, weil ich was brauche, wo ich Hände und Gesicht drin vergraben kann. Hat sie nicht verstanden. Sie sagt, sie ist kein Kuscheltyp und das ist auch so. Will sie nichts von den Hunden (und wenn sie was will, dann halt Training, Pflege, also IMMER ein konkreter Anlass) dann agiert sie, als wären die gar nicht da. Kein Blick, kein über den Kopf streichen, nichts. Hat zur Folge, dass die, wenn sie nicht gefragt sind, sich hinhauen und pennen. Mir latschen sie aber eben hinterher. Weil ich sie (zu) oft auf dem Schirm habe und generell einen ganz anderen Umgang mit meinen Hunden habe.
Bei ihr sind meine Hunde leise und unauffällig (naja, Emil nicht immer, dem passt das da nicht), bei mir nicht. Und mit ihrem Training würde das auch nichts werden, weil ich das so nicht leben kann.
Und den richtigen Trainingsweg MUSS man leben können. Sonst taugt er nichts für mich als HH. Also das ist zumindest mein Fazit.
Wir hatten in letztens bei Bekannten mit und wie er sich dort aufgehführt hat! Alle angesprungen, in die Hände gebissen, quietschend herum gerannt wie ein Irrer, Dinge gestohlen…waren dort 1h. Die Rettung war ihr Garten.
Das hab ich mit Lucifer gelegentlich noch immer, weil wir selten Besuch bekommen und auch selten irgendwo hin gehen. Und wenn doch, läuft es ähnlich ab. Aber da lasse ich nichts laufen. Kurze Leine am HB und er bleibt bei mir. Doof ist halt, dass keiner mehr ein Wort versteht, weil der Frustbolzen so herumbrüllt.
Ich habe gerade Kopfkino und stelle mir Nevio unangeleint auf einer Veranstaltung mit vielen Menschen und vielen anderen Hunden vor..... CHAOS PUR!
ER würde Party machen, alle anderen fänden es wohl nicht so lustig.... 
Das stelle ich mir auch gerade vor
es wäre grauenhaft
. Das Colliekind ist dermaßen begeisterungsfähig....
Ich möchte das Bett gerne aufbauen, dass er lernt „Da kann ich ruhen und werde in Ruhe gelassen“ Vorallem wenn er später auch ohne Gitter in der Wohnung alleine gelassen wird.
Ist mir durch Zufall gelungen.
Ich habe ja nunmal zwei Hunde. Wenn ich mit denen trickse, ist ja nur einer gerade dran, der andere muss auf dem Bett (Kudde) warten. Ich schicke also einen auf die Kudde und werfe ihm da immer mal nen Keks zu, der andere trickst. Gerade bei meinen zweien ist das Warten definitiv das härteste Training. Tricksen ist Pipifax. Aber auch auf die Kudde geschickt werden, wird mit Begeisterung ausgeführt, gehört zu Arbeit mit Mutti und das ist halt toll. Gibt Kekse und dann ist man auch gleich wieder mit üben dran, dann gibt es wieder Kekse. Seit ich das eingeführt habe, ist das aufs Bett geschickt werden total positiv verknüpft. Und wird auch besser gehalten.
Auch hab ich ihm "Kreisel " und "Dreh dich" beigebracht. Einmal soll er sich rechtsrum und einmal linksrum drehen. Ich kann mir aber absolut nicht merken, was jetzt wie rum war.
Haha, ja genau. Kommt mir sehr bekannt vor. Mit Emil mache ich ja Dogdance und meine Trainerin ist immer verzweifelt, wenn ich dann im Training zum Hund sage "Twist.... ach ne..... Turn"
. Sie meinte auch, wenigstens der Hund weiß, was zu tun ist. Weil der (beim Dogdance an sich nicht gern gesehen), absolut NUR auf meine Körpersprache guckt und die Tricks darauf hin ausführt.
Unvergessen der Moment, wo ich während meiner Choreo vergessen habe, was als nächstes kommt und nur deshalb wieder rein kam, weil Emil auch ohne meine Hilfe einfach weiter gemacht hat. Also der Hund hat mich durch die Choreo geführt und nicht umgekehrt
.
Also ja, Emil ist definitiv schlauer als ich. Bei Lucifer bin ich da noch nicht sicher. 