Beiträge von physioclaudi

    Es ist schon erschreckend wie oft ich höre, ich gehe nicht in Hundefreilaufzonen, zu viele unsoziale Hunde und ahnungslose Hundehalter. Und es ist leider einfach so wahr.

    Lieber fahre ich dafür weiter raus wo mein Hund frei laufen kann ohne unangenehme Begegnungen

    Ja, leider wahr. Ich hab leider hier den Jagdcollie, den ich bei Wildsichtung definitiv nicht abrufen kann. Und leider ist überall weiter draußen Wild anzutreffen. Im Auslaufgebiet (bei uns ein weitläufiges Waldgebiet) kann ich ihn ableinen, da gibt es "nur" Wildschweine, die zeigt er an, geht aber nicht hinterher. Und er findet immer mal wen zum Zocken.

    Aber Auslaufgebiet geht mit Emil eher nicht, weil der Fremdhunde inzwischen mega kacke findet. Und da ja leider keiner seinen Hund abruft wenn ich darum bitte, weil "Ist doch Freilaufgebiet hier". Was impliziert, dass der Hörtnix eben auch nicht hören muss und meinem genervten Hund auf die Pelle rückt.

    Seit ich wieder besser zu Fuß bin, fahre ich also entweder mit beiden in die Pampa und Lucifer bleibt an der SL, oder mein Mann geht auch immer mal mit Lucifer dann ins Auslaufgebiet und ich fahre dann nur mit Emil in die Pampa.

    Ich find es auch nicht schlimm, wenn man merkt man ist kein Hundemensch und zieht dann daraus seine Konsequenzen zum Wohle aller. Ist doch menschlich. Ich habe mich zum Wohle aller von einem meiner Rüden getrennt, der jetzt bei meiner Tochter lebt. Da Einzelprinz ist und mega zufrieden. Das war er bei mir so nicht, weil er mit der Dynamik der anderen beiden nicht klar kam. Irgendwann war ich nur noch am Managen, damit es nicht knallt. Auch kein schönes Miteinander.

    Die Verzweiflung finde ich allerdings auch krass. Ich weiß nicht, vllt liegt es daran, dass ich Kinder habe und im Vergleich dazu die Aufzucht eines Welpen ein Spaziergang ist. Da die Einschränkungen ja auch nur einen sehr überschaubaren Zeitraum betreffen. Klar, ich habe gerade bei Lucifer, der als Welpe echt nichts ausgelassen hat, schon oft geflucht. War genervt und angestrengt, aber auch eben in der angespannten Gruppensituation. Aber weinend irgendwo sitzen, das eher nicht.

    Daher würde ich auch eher dazu raten den Hund abzugeben bevor er eine wirkliche Bindung aufgebaut hat. Selbst wenn vieles sich mit entsprechender Geduld sicherlich gibt, keiner weiß, ob der Hund jemals ins Leben passt. Denn seien wir mal ehrlich, Hunde bedeuten immer Abstriche in gewissen Bereichen. Ich nehme das gerne in Kauf und fühle mich nicht eingeschränkt, aber das muss ja nun nicht jedem so gehen.

    Bewegungsreize sind für Lucifer schon interessant, aber hüten versucht er nicht. Als welpe und Junghund gelegentliches heelen, aber das macht er auch nicht mehr. Dafür habe ich beim Sheltie sehr viel Hütetrieb. Spielen in Gruppen konnte er nie, weil er immer anfing zu hüten.

    Und hier mal Lucifer in seinem Lieblingstempo... Gemütlich ist anders

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    Lucifer ist einer der wenigen Hunde, die Emil abhängen können, was der natürlich unerhört findet.

    Ich liebe dynamische Hunde und leben dann auch mal mehr mal weniger gerne mit den Schattenseiten dieser Dynamik.

    Zur BuS, mein Lucifer ist eh an der SL, weil ich bei Wildsichtung keine chance hätte. Emil, der sonst immer frei läuft und definitiv nie jagt, ist für die Aussenwirkung an der SL.

    Was ich beunruhigender finde, als die gut erzogenen Hunde, die auf den Wegen in überschaubarem radius dennoch frei laufen, ist die Ahnungslosigkeit vieler Hundehalter. Mehrfach habe ich Leute mit ihren Hunden getroffen, die gar nicht wussten, was die BuS ist. Oder dass es sowas gibt. Das macht mich wirklich sprachlos.

    Huhu, hier die mit dem untypischen Collie. Weil er jagt. Nicht nur auf Sicht, beim Hüti ja durchaus üblich, sondern auch auf Spur. Und er ist keine Schlaftablette, sondern eine Rakete. Er steht da Emil in nichts nach. Und er liebt Menschen und Hunde, ich sag immer mein Labbi im Collie kostüm. Und er will arbeiten, genauso wie Emil. Wobei die auch beide durchaus mal ne Weile ohne input auskommen. Das zu erreichen war beim Sheltie schwieriger, liegt aber eher an mir.

    Für seine Nase geht Lucifer wöchentlich Trailen und zuhause tricksen wir auch, oder suchen mal Dummy im Garten.

    Zuhause ist Lucifer wirklich ruhig und unauffällig, unterwegs kann man das allerdings nicht behaupten.

    Es gibt beim Collie riesen Unterschiede. Fiete, der jetzt bei meiner Tochter wohnt, ist eher die sehr ruhige Fraktion. Man kann ihn schon auch pushen und er spielt auch gerne mal, aber arbeiten, da hat er keinen Bock drauf. Er kommt aus einer reinen Showzucht und das merkt man auch. Dafür ist er unterwegs absolut unkompliziert. Restaurant, Biergarten, Stadtbummel, alles kein Thema. Das ist bei Lucifer aber ein riesen Thema.

    Lucifer ist mit 65cm allerdings schon ziemlich groß, aber auch Fiete mit nur 58cm,weil Brite, ebenfalls nicht klein. Schwer sind aber beide nicht mit 22 und 24 kg. Zur Not kann man die auch mal ein Stück tragen.

    Sowohl Sheltie als auch Collie sind jetzt i. A. keine leisen Rassen. Shelties kläffen gern und Collies labern gern. Mich stört es nicht so sehr, weil wir ein EFH haben. Wenn sie im Garten anfangen zu wachen, müssen sie rein. In jedem Frühjahr haben wir die Diskussion kurz mal, das war auch bei Fiete so. Aber das klären wir dann ein paar Tage immer mal wieder und dann isses wieder gut.

    Ich persönlich finde knurren nicht schlimm Leni1234 .Ist ja Kommunikation.

    Mit mehreren Metern Abstand würde ich aber dem Hund versuchen klar zu machen, daß das jetzt nicht nötig ist. Ich hab gut reden mit meinem Jodelhund :rolling_on_the_floor_laughing:

    Mein Emil findet 90% der Hundepopulation scheisse. Mit Wohlfühlabstand ist das an sich kein Problem. Wenn es mal enger wird, oder er eh auf Krawall gebürstet ist, hab ich das Kommando vorbei. Heißt bei uns dass er sich nicht kümmern muss, ist aber auch das Versprechen, daß keiner an ihn ran kommt und ich mich kümmere. Sehe ich also, dass der andere ein leinenloser Hörtnix ist, gebe ich das Kommando nicht, sondern biege ab, drehe um oder was immer.