Beiträge von physioclaudi

    Neala wäre jetzt nicht meine erste Trainerwahl. Interessant, wenn man denkt, ein Rüde, der gerade seine Männlichkeit entdeckt soll cool und entspannt neben Hündinnen her laufen, am besten ohne es irgendwann mal geübt zu haben. Frei Haus, sozusagen. Hättest ihn ja mal fragen können, ob er sich selbst an das Alter zwischen 14 und 18 erinnert und welche Interessen da so in seinem Hirn vorgeherrscht haben.

    Im Wald an der Leine find ich Grausig :see_no_evil_monkey: . Tiny ist auch so eine Schnüffelmaus. Die Erste Halbe Stunde Wald Weg, sind ihrs zum Hundezeitung lesen. Zu sehr Bummeln darf sie dabei nicht, aber ich Breche auch nicht jede Schnüffelei ab. Danach hat sie genug von der Schnüffelei und kann sich auf gemeinsame Abenteuer Konzentrieren.

    Haha… bummeln :rolling_on_the_floor_laughing:

    ist hier auch ne unbekannte Gangart :smiling_face_with_horns:

    Mir wurde auch schon oft gesagt, ich solle Nevio kastrieren lassen, gar nicht mal, weil er sexuelles Verhalten gezeigt hat, sondern einfach weil er wild ist. :headbash:

    Das ist immer wieder spannend, oder? In meiner TA-Praxis ist unterschwellig auch die Lösung für jedes Problem die Kastration. Kein Krebs mehr, keine Verhaltensauffälligkeiten mehr, bei den Hündinnen kein Ekeldreck mehr und sie müssen halt nicht "leiden".

    Ich bin da die schrullige Kastragegnerin, was überhaupt nicht stimmt. Ich weigere mich aber prophylaktisch als Maßnahme gegen jeden Unbill im Hundeleben kastrieren zu lassen.

    Auf meine Frage, was bei Fiete, oder Emil denn der Grund für eine Kastra sein soll kommt dann möglicher Hodenkrebs, kein Vorhautkatarrh mehr und Emil wäre bestimmt viel entspannter und Fiete nicht mehr so schwierig (MK beim TA, weil er schnappt). Mit den ersten beiden Punkten haben sie recht, wobei Hodenkrebs ja nun i.A. bei Entstehung noch sehr gut durch Kastra zu behandeln ist. Aber vom Wesen werden sich beide, als erwachsene Rüden wohl nicht so sehr verändern. Und NIEMAND möchte einen Fiete mit Kastratenfell :flucht:

    Ich habe das glaube ich schon 12x geschrieben: Meiner zieht.nicht.moderat :ugly: Das würde mir mittlerweile ja schon völlig reichen! Von der Vorstellung, dass er genauso chillig und orientiert mit durchhängender Leine neben mir läuft wie meine Hündin (die das mit deutlich weniger Aufwand ohne Trainerhilfe und in sehr kurzer Zeit gelernt hat) habe ich mich längst verabschiedet.

    Er kann es in fremder Umgebung einfach (noch? nie?) nicht leisten weil er überall gleichzeitig hin will um alles abzuchecken, zu markieren etc., und frustet dann (und nein, er durfte an der Leine noch nie überall hin wo er wollte und ich gebe ihm selbstverständlich auch nicht nach, daher ist die Leine mittlerweile auch immer an Geschirr UND Halsband, der stemmt sich nämlich mit seinen 25kg voll rein und geht auch gern mal blitzartig rückwärts).

    Wir „arbeiten“ weiter vorrangig an der Frusttoleranz und der Aufregung und es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis er an der Leine zuverlässig gut läuft. Das Konzept als solches hat er nämlich durchaus schon längst verstanden, das zeigt sich in vertrauter Umgebung sehr schön.

    Jo, ist hier ähnlich. Lucifer kann schön an der Leine laufen, wenn drumherum NICHTS ist. Naja, bzw nur alltägliche Dinge. Wir wohnen an einer Hauptstrasse, da ist ja immer was. Das ist dann schon ok, aber anderer Hund, Leute, die ihn angucken, letztens eine Joggerin, die an der Ampel auf der Stelle lief und dabei mit den Armen ruderte, ja die war sehr gruselig.

    Auf dem Rückweg vom Gassi geht alles besser, aber das kenne ich noch von Emil. Daher mache ich mir auch keinen ernsthaften Stress. Wie das anständige Leinelaufen geht, weiß er grundsätzlich. Das Chilligere und Ignorante kommt hoffentlich noch.

    Klar, manchmal nervt es, wenn er das Jodeln anfängt, er ist halt wirklich laut. Aber Emil war sehr ähnlich mit kläffen statt jodeln und inzwischen ignoriert er schlicht alles, was ihn nichts angeht.

    Warum lassen hier eigentlich so viele das festschnuppern und lecken zu an Pipi stellen/teils ja sogar Fremdhunden ? Also interessiert mich wirklich was da die Beweggründe sind

    Kommt bei mir auf den Zustand des Hundes an. Pipilecken möchte ich an sich nicht, passiert gerade bei Emil, der viel im Freilauf ist, schon mal. Ich kann ihn weiter schicken, das ist mir wichtig. Und er schießt sich kein Stück ab.

    Fiete durfte es nicht, da war ich deutlicher, Lucifer darf es auch nicht. Da er zu 90% minimum die SL dran hat, jetzt zur BuS 100%, greife ich da sofort ein. Momentan wirkt der Chip und das Thema ist an sich weniger interessant, aber vor dem Chip war er ja einfach nur die Hölle und Pipilecken und sich rein steigern hätte mir gerade noch gefehlt.

    Oh, diebische Tendenzen hat Gizmo hier auch. Sein Spezialgebiet sind vollgerotzte Tempos :sneezing_face:  :flushed_face:

    Es ist unglaublich wie geschickt er die einem mittlerweile aus der Tasche zieht. Wenn ich ihn auf Geldscheine in anderer Leuten Hosentaschen abgerichtet kriegen würden, wäre der Wohnwagen finanziert.

    Japp, kenne ich. Schön auch, wenn der Welpe so zu Coronazeiten vollgerotzte Tatü auf der Strasse frisst. So schnell konnte man gar nicht gucken. Er ist ja noch immer ein Kasperkopf und bohrt gerne seine lange Nase in meine Hosentaschen und klaut die Tatü, wenn ich es nicht merke. Und trotz der dicken Nase (also für nen Collie dick), ist er da sehr geschickt.

    Wie reagieren eigentlich eure Jungrüden auf läufige Hündinnen?

    Nachdem ich mich gestern hier so positiv geäußert habe, ist er seit gestern abend nervig. :face_with_rolling_eyes:

    Emil und Fiete sind ja unkastriert, ich dachte immer, das kriegt man schon hin. Tja, jetzt mit Lucifer hab ich kapituliert. Er wird im Herbst kastriert. Er hat jetzt den zweiten Chip und ist schlicht ein anderer Hund unter der Wirkung. Das ist wirklich krass.

    Er hat halt wirklich gelitten, nicht mehr gefressen, viel zu wenig geschlafen, war dann fahrig und ist auf Emil rumgelatscht, oder hat sich ständig irgendwo gestossen. Er tigerte 24/7 fiepend bis heulend durchs Haus, mit Hausleine hab ich ihn fixiert, aber zur Ruhe kam er dennoch nicht. Wenn ich versucht habe ihn zu streicheln und zu beruhigen, kaute er hektisch an seinem Bett herum. An sich wollte er mich dann eher besteigen, aber da ich da sehr deutlich geworden bin, hat er sich das zwar nicht getraut, aber knabberte dann halt hektisch, sprich beruhigen ging auch nicht. Beim Trailen hat er sich auch in Gerüchen verloren, es ging schlicht nichts mehr, der Hund ein Häufchen Elend und wir alle mit den Nerven am Ende.

    Jetzt mit Chip ist er ein echter Sonnenschein. Und diese zwei Seiten finde ich extrem. Vor Jahren hab ich ja mal Emil chippen lassen, weil ich wissen wollte, ob seine Stressanfälligkeit evtl hormonell begründet ist. Bei dem hat sich genau nichts am Wesen verändert. Er hat Pipi gemacht wie ein Mädchen, das wars. Lucifer markiert noch immer, ist auch noch interessiert an Hündinnen, aber gut lenkbar und sehr höflich dabei. Sein Fell sieht gerade grausig aus, unter dem Chip wirft er alles ab und ich hab schon Sorge, dass das nach der Kastra ein Dauerthema wird, aber sein Wohlbefinden geht einfach vor.

    SavoirVivre Das Gemüse aus dem Omnia? Sieht lecker aus, muss meinen auch endlich mal einweihen.

    Gerade waren wir in Lüneburg, es war ja recht heiß, Harry stand im Halbschatten, auf dem heck aber ganztägig Sonne. Beide Dachluken und ein Seitenfenster waren offen, damit war es drinnen so, wie draussen im Schatten. Hatte ich schlimmer erwartet.

    Morgen geht Harry erstmal in die Werkstatt, endlich hat Chausson den Wasserhahn geliefert, der ja von Anfang an kaputt war. Und die Trittstufe will nicht mehr einfahren. Was zur Folge hat, dass ich sie gleich drin lasse, aus lauter Sorge, dass ich sie irgendwann auch mit Nachhelfen nicht mehr rein bekomme. Wird auch gleich gemacht, weil ich Freitag ja 5 Wochen unterwegs bin, freue ich mich, dass das vorher klappt.

    manchmal weiss man erst, was man braucht, wenn man im DF was gelesen hat :lol:

    Wie jetzt "manchmal". Habe einen unbenutzten (aber natürlich obertollen) Omnia, brauche jetzt noch ein Sofa, was ich dann nepolino zu verdanken habe, Harry platzt bald auseinander.

    Leute das geht so nicht. Ich habe mich VERKLEINERT. Da kann man nicht ständig neuen Campingkram kaufen. :klugscheisser:

    Da fällt mir ein, dass ich Harry mal auf die Waage fahren sollte |)

    Mal was anderes. Hat jemand schöne Tips zwischen Toskana und Neapel für Camping mit Hund? CP nur im Notfall, lieber Stellplatz, oder Parkplatz wo WOMOs erlaubt sind. Nicht zu touristisch, weil dann beide Hunde dabei sind.

    Ich bin vier Tage mit meiner Schwester und nur Emil unterwegs und da wollen wir Florenz, Siena, Pisa, San Gimignano abklappern, also Touristenhochburgen, meine Schwester war noch nie in Italien. Ich hoffe der dann 8-jährige Emil kriegt es auf die Kette, denke aber schon. Dann fliegt meine Schwester nachhause und mein Mann kommt für eine Woche mit Lucifer nach Italien. Da würde ich dann gerne irgendwo langschippern, wo es schön zum Laufen ist, aber eben nicht so die Highlights sind, ergo etwas ruhiger. Hat jemand Ideen?

    Ich finde das genau das auch hierher gehört. Für viele ist es der erste Hund oder der erste Junghund und da gehört ein bisschen Fachsimpeln über Lerntheorie und Mindset des Halters sehr wohl hierher. Ich finde die letzten Seiten endlich wieder etwas interessanter und nehme auch wieder viel mit. Nur, Seite um Seite über Alltag lesen finde, ich persönlich (!), irgendwann langweilig. Ich überlese hier teils sehr viele Seiten, weil es immer dasselbe ist.

    Ich finde auch, die Mischung macht es. Was nützt es uns Junghundebesitzern, seitenweise zu berichten, was gerade nicht klappt (und beim Junghund oft ja auch einfach so ist) und dann war es das. Ich für meinen Teil nehme deutlich mehr mit, wenn mir jemand Gedankenanstösse gibt.

    Deshalb habe ich dieses für mich unrühmliche Video ja preis gegeben. Festgestellt, dass ich vieles bereits mache, wie acidsmile , die halt Erfahrung mit jagenden Hunden hat, beschreibt. Aber was ich zb nicht mache, nach dem RR den Hund bei mir behalten und er muss auf Freigabe warten. Bislang reichte mir der ausgeführte RR, er durfte halt einfach wieder gehen. Es sei denn ich rufe zurück, weil ein Fahrrad kommt oder so, dann folgt auf den RR ein bleib, oder ein Sitz. Heute hab ich damit mal angefangen, dass er halt bleiben muss, bis ich ihn freigebe. Eine Kleinigkeit erstmal, aber vllt ein weiterer, hilfreicher Baustein.

    Ich hab jetzt einfach wieder Ideen.

    Letztes Jahr fühlte ich mich wirklich hilflos, plötzlich konfrontiert mit einem jungen, schnellen, großen jagenden Hund. Kannte ich nicht. Eine Zeitlang hatte ich wirklich etwas Schiss beim Gassi. Ich war körperlich eingeschränkt, Junghund kracht in die Leine und ich kriege jedes Mal einen schmerzhaften Ruck ins Hüftgelenk. Und bei Lucifer merke ich deutlich, dass seine Angespanntheit und Nervosität, die er ja NUR beim Gassi hat im gleichen Maße weniger wird, wie ich wieder körperlich fit werde und damit halt mich ihm gewachsen fühle. Und das ist auch Mindset. Ich war für den Hund keine Stütze und nicht verlässlich, denn ganz offensichtlich war ich beschädigt. Emil wird dann auch nervöser. Beides definitiv keine Hunde, die die Weltherrschaft anstreben.

    Bei uns war es auch so, dass es sich bei der schlimmen Leinenpöbelphase durch Strafe bzw. Abbruch nur weiter hochgespült hat (das Pöbeln war hier aus Frust, Nevio ist nicht unverträglich). Da hab ich auch erst durch positive Methoden überhaupt einen Fuß in die Tür bekommen. Inzwischen kann ich es auch abbrechen, wenn ich früh genug reagiere. Er pöbelt aber eh nur noch bei einigen Kandidaten.

    Ich hab das gleiche Problem. Gar keine Unverträglichkeit bei Lucifer, ausschließlich Frust. Hab ihn lange mit Keks an meine Hand andocken lassen und an den Hunden mit der Nase vorbei gezogen. Inzwischen, bei ausreichend Abstand, guckt er von selbst immer mal zu mir, was ich dann belohnen kann.