Beiträge von physioclaudi

    Er (64cm) ist heute über das 35cm hohe Absperrgitter gesprungen :shocked:

    Haben meine tatsächlich nie gemacht.... aaaaaber. Fiete hat irgendwann den Bulldozer gemacht und das Gitter verschoben. Danach hat es diese magische Unüberwindbarkeit komplett verloren :woozy_face:

    Sometimes things that holding you back, are all in your head:

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    Und noch einer mehr:

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    Komisch, warum bewegt sich das nicht? Bei Fiete klappt das doch auch?

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    Ich hatte heute eine doofe Situation und überlege die ganze Zeit drauf rum, wie ich es anders hätte lösen können. Bin dankbar für Tips.

    Ich bin mit den Jungs auf Zwischenstop in Bayreuth. Wir kamen hier an, Teufelchen sehr aufgeregt, er war länger nicht mehr mit.

    Klappte aber recht gut. Selbst der Pekinese, der sich an ausgefahrener Flexi mitten in den Weg legte wurde von Emil komplett ignoriert, von Lucifer... nun sagen wir im Rahmen seiner Möglichkeiten.

    Dann kam eine Mutter mit zwei Kleinkindern. Eins saß im Buggy, das andere, ich schätze ein gutes Jahr, es konnte gerade laufen, stolpert und taumelt auf mich und die Hunde zu. Man muss dazu sagen, dass Emil mit Kleinkindern gar nicht kann. Als Junghund fiel ein kleines Kind über ihn, weil ich es nicht rechtzeitig gesehen habe und seitdem hat er Schiss. Leider wird er ja pampig, wenn er Schiss hat. Ich hörte, dass er anfing zu knurren, zerrte dann beide Hunde flott seitlich in die Wiese und an dem Kind vorbei. Emil nahm das zum Anlass zu motzen, Lucifer bellte auch, aber eher ein bisschen hilflos. Zickig war er nicht.

    Was mich jetzt nervt, dass ich damit dem Hund suggeriere, also eben Lucifer, dass Kleinkinder zum Weglaufen sind. Ich hab Sorge, dass er dadurch irgendwann selber ein Kinderhasser wie Emil wird. Übernehmen tut er sowas von Emil eher nicht. Also wenn Emil wegen was motzt, lässt Lucifer sich nicht anstecken. Aber wenn ich ihn hektisch vom Weg ziehe, damit Emil das Kind nicht anbratzt gebe ich ihm ja völlig falsche Signale.

    Wie hättet ihr das geregelt?

    Ich liebe meinen Job und hab mir den auch so zusammengebastelt, dass er zu meiner Lebensrealität passt. Und eben zu den Hunden. Die Hunde haben dadurch ein Frauchen, was recht viel Zeit für sie hat, in Phasen mal weniger, aber wir alle können sehr gut davon leben. Meine Hunde machen Abstriche, weil sie lange Fahrten im Womo mit mir machen und an den Orten halt dann auch halbe Tage im Womo pennen. Sie führen ein Zigeunerleben, so ein kleines bisschen. Beide sind von ihrem Nervenkostüm her nur bedingt geeignet für dieses Leben, aber das sind die Abstriche, die sie machen müssen. Dafür hab ich vermutlich mehr Zeit für sie, als das Durchschnittsfrauchen.

    Und weil das Beispiel kam. Wenn ich im Lotto gewinnen würde und nicht mehr arbeiten müsste, würde ich evtl einen Teil anstrengender Kunden loswerden wollen, aber ich würde auch unentgeltlich das tun, was ich jetzt tue, weil ich es eben gern tue.

    Sind Collierüden generell eher so sexuell wie Nando, ist er eher eine Ausnahme oder kann man das nicht pauschalisieren?

    Scheint schon ein Thema beim Collie zu sein, die Hypersexualität. Lucifers Papa ist hypersexuell, leider dennoch weiter in der Zucht. Lucifer war so dermaßen out of order, dass er schon zwei Kastrachips hatte und wir ihn vor knapp drei Wochen haben kastrieren lassen. Da ging wirklich nichts.

    Emil und Fiete sind unkastriert. Fiete ist schon interessiert an den Mädels, auch mehr als Emil, aber gut händelbar und zuhause ist er unkompliziert, was das angeht.

    Meine Rüden sind alle eher groß für ihre Rasse, ich scheine das an zu ziehen :rolling_on_the_floor_laughing: . Emil ist 39cm hoch, Endmaß für Shelties sind 40 cm. Also ja, für einen Sheltie ist er groß.

    Ich finde die Fellpflege an sich überschaubar. Aber ist vllt auch Gewöhnung. Selbst Fiete das Fellmonster. Viermal im Jahr waschen - blowern - ausbürsten, was dann drei Std dauert, dazwischen wöchentliches Bürsten, was eher so um 20 Minuten dauert, nicht wirklich krass.

    Emil bürste ich alle 14 Tage und auch nur, weil er dann schöner aussieht. Der haart im Frühjahr ne Weile und sonst gar nicht. Mal nen Knoten hinter den Ohren.

    Lucifer hat zwar kürzeres Deckhaar als Emil, aber mehr Unterwolle, ausserdem haart er immer. Daher bürste ich ihn wöchentlich. Ähnlich wie bei Nando war das bei ihm durchaus ein Kampf zu Welpenzeiten, der hat gebissen in Hände und Bürste und bei meinem Gatten macht er das auch heute noch gelegentlich, weshalb der mir das Bürsten überläßt. Männer... :winking_face_with_tongue:

    Anne_Boleyn Fiete war als Junghund sehr ähnlich. Andere Auslöser, aber viel Unsicherheit, hab ich ja schon gelegentlich berichtet. Ich bin nie grob geworden, weil er auch der Typ ist, der bei Druck eher zu macht. Aber in manchen Sachen dann unnachgiebig. Beispiel Treppe. Er geht innerhalb von Häusern keine Treppen. Ausserhalb klettert er jede Hühnerstiege. Also können tut er das. Hab es mit Keksen versucht, er geht mit den Vorderbeinen so hoch, dass er die ersten Kekse holen kann und geht dann wieder runter. Wochen hab ich da rumgeeiert. Und dann hab ich ihm sein Geschirr angezogen und ihn die Treppe hoch und runter geschliffen. Wie einen Kartoffelsack, aber nie unfreundlich. Emotionslos quasi. Und nach dreimal hoch und runter war das Thema durch. Das war das einzig, etwas derbere, was ich mit ihm gemacht habe, um seine Angst da zu überwinden, sonst würde er heute noch hechelnd am Fuß der Treppe liegen.

    Zweites waren wechselnde Untergründe. Immer wenn er verunsichert war, konnte er da nicht drüber laufen. Das hat sich in dem Moment gelegt, wo ich neben ihm war. Mit mir zusammen ging das dann. Dann war jahrelang Ruhe, Böden kein Thema (er ging übrigens immer über Gitter und so. Alle wirklich schwierigen Untergründe waren kein Thema. Es ging dabei immer um seinen Gemütszustand). Dann kam Corona, ich war mit den Hunden beim Impfen und durfte nicht mit rein. Ich saß da mit drei Hunden, die TFA kam und hat einen nach dem anderen geholt und ist mit ihm ins Sprechzimmer. Dann war Fiete dran, läuft erst mit, dann wechselt hinter der Schwelle der Boden, Fiete wirft sich hin und geht keinen Schritt mehr. Davor, jahrelang kein Thema.

    Collies haben mEn oft einfach Unsicherheitsthemen, die sich in schwer nachvollziehbaren Verweigerungen dann äußern. Ich würde da bei deiner Maus auch ein Unsicherheitsthema vermuten. Und sie da freundlich bestimmt durchführen. Vllt wirklich mal woanders starten, es ihr leichter machen, sie da aber nicht rauslassen. Freundlich bestimmt bleiben, damit sie dir vertrauen kann. Sie braucht deine Stärke, damit sie sich sicher fühlt.

    Japp, finde auch das liest sich bei Dir sehr passend mit dem LHC. Ich hab mit meinem Jungspund durchaus Themen, die nicht collietypisch sind, er jagt zb wie sau und zwar auf Spur und auf Sicht. Und ja, er hat mir mit der SL schonmal die ganze Hand verbrannt. Und das, obwohl er nur 25kg wiegt. Er ist aber schlicht nicht sehr collietypisch. Mehr wie ein Mix aus Labbi (er liebt alles, was atmet) und Schäferhund. Und ja, sehr reaktiv und reizoffen und LAUT.

    Es muss einem klar sein, dass Collies gerne mal laut sind. Bellen gar nicht mal so, aber jodeln, schnaufen, stöhnen, brummeln, labern, sie erfreuen einen mit einem bunten Blumenstrauß aus Tönen. Muss man mögen.

    Trotzdem Lucifer kein typischer Collie ist, liebe ich ihn für seine offene Art und für sein fröhliches Wesen. Er macht Spaß, arbeitet gern, ist für jeden Blödsinn zu haben. Aber so Sachen, wie mal eben im Biergarten sitzen, geht (noch?) nicht. Alles geht ihn was an, er wird laut und stresst sich und uns endlos.

    Ich hatte vorher einen Collie, den jetzt meine Tochter hat, weil er sich mit meinem Sheltie bis aufs Blut geprügelt hat, der ist sowas von anders drauf, man würde nicht denken, dass das eine Rasse ist. Den kann man auch zum shoppen, ins Restaurant, überall mit hinnehmen, regt ihn nicht auf. Dafür hat er ein Thema mit Böden, die er nicht kennt, geht keine Treppen innerhalb von Häusern hoch und wirft sich gerne mal flach auf die Erde, wenn ein LKW an ihm vorbei fährt. Andere Themen halt. Auch sowas findet man bei Collies gelegentlich.

    Ich habe auch einen Sheltie. Der ist auch reizoffen, kann sich aber besser beherrschen, ist auch deutlich älter als Lucifer. Der Sheltie mag keine fremden Menschen, das ist auch nicht so selten bei der Rasse. Als Junghund hat er Menschen verbellt, das macht er nicht mehr. Trotzdem kann er dankend verzichten, auf alles was er nicht kennt. Er arbeitet sehr gerne, fährt sich dabei aber gerne sehr hoch. (Sheltie = Belltie) . Er ist mein ein und alles, aber ein anstrengender Hund, definitiv kein Nebenherhund. Er hat wesentlich mehr WTP als der Collie.

    So im Vergleich ist Emil halt der Streber und Lucifer der pubertierende Rotzlöffel.

    Schön finde ich sie alle drei, Emil (der Sheltie) und Lucifer liegen mir einfach mehr. Anstrengend sind beide, aber ich mag es an sich schon, wenn Hunde begeisterungsfähig sind. Auch wenn Restaurantbesuche vllt nicht so easy sind.

    Emil, Sheltie, 8Jahre 39cm hoch und 8,5kg

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    Lucifer, 2 Jahre und 10 Monate, 64cm hoch und 25 kg.

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    Und typische Motzpose, weil alles zu lange dauert:

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    Fiete, 6 Jahre, 22kg und 62cm

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    Wie du siehst, gibt es optisch enorme Unterschiede bei den beiden Collies, Fiete ist ein reiner Brite aus Showlinien, daher so wahnsinnig wollig, Lucifer kommt aus "Arbeitslinien". Eher der amerikanische Typ und seine Vorfahren waren tatsächlich im Schutzhundedienst. Ich denke daher kommt auch sein .... äh.... untypisches Wesen.

    Vor Lucifer haben übrigens auch viele Menschen Angst, weil er eben agil, gerne laut und überwiegend schwarz ist.

    Fiete und Lucifer sind ja grundverschieden, obwohl beides Collies. Fiete hat sich auch anfangs beim Gassi einfach hingelegt und ging nicht mehr weiter. Das war häufig Bockigkeit, weil er weiter schnüffeln, oder schlicht nachhause wollte, aber er hat es auch bei Angst gemacht. Er hatte zb Angst vor LKW. Er findet die noch immer blöd, aber geht inzwischen weiter. Aber als Junghund hat er sich da platt auf den Boden gelegt. Ich hab ihn nie getröstet, oder bekuschelt dabei, sondern gewartet bis der LKW weg war und ihn dann aufgefordert mit zu kommen. Wir wohnen an einer Hauptstrasse, da läßt sich sowas halt nicht vermeiden. Ich hatte den Vorteil den Auslöser zu kennen, da läßt sich sowas natürlich einfacher bearbeiten.

    Grundsätzlich Anne_Boleyn niemals den Hund bemitleiden, das bestätigt ihre Sorge, ob nun begründet oder nicht. Aber das weißt du sicherlich. Geschimpft hab ich natürlich auch nicht, ich hab dem einfach möglichst wenig Beachtung geschenkt.

    Lucifer wird laut, wenn ihn was beunruhigt (tja, was ein Wunder, ist ja eh sein Mittel der Wahl für jede Situation :ugly: ). Wegrennen würde er nicht, sich hinlegen glücklicherweise auch nicht. Fand ich bei Fiete sehr nervig. Lucifer schwankt zwischen brüllend nach vorn gehen, oder jammernd hinter die Mutti gehen, aber er läuft zumindest weiter.