Beiträge von physioclaudi

    Witzig, es gibt viele Leute, gerade hier auch im Forum, die nach Rasseberatung fragen und wenn der Pudel kommt, das sofort ausschließen. Daher sind ja gerade die von der Optik her durchaus variabel. Kommt ja total drauf an, wie man sie schert. Muss ja nun keine Modeschur mit Puschelfüßen und Krönchen sein.

    Meinen Pudelmix hab ich immer selber geschoren. Und zwar möglichst alles gleich lang, im Sommer tendenziell eben kürzer. Beine hab ich mit der Schere geschnitten und immer etwas mehr Fell drangelassen. Gesichtsbehaarung durfte er behalten, das wurde nur gekürzt aber nicht rasiert. Sah total süß aus. Also für mich :D . Man kann da einfach viel bestimmen.

    Meine jetzigen Hunde könnte ich natürlich kahl scheren, dann sähen sie anders aus. Ansonsten aber doch eher immer gleich. An den Füßen und teilweise an den Fahnen und Hosen wird bei den Collies mal ein bisschen was geschnippelt, aber sonst...

    Und Kurzhaarhunde sehen eh immer gleich aus. Daher fand ich den Pudelmix immer super. Mal sah er eher plüschig und rund aus, dann hab ich ihn geschoren und schwupps sah er stromlinienförmig und 10 Jahre jünger aus xD.

    Aber sobald ich ihm wieder den Raum nach vorne freigab, begann das Nachfragen . Und irgendwann reagierte er auf Blockaden fast gar nicht mehr. War wieder „der Alte“.

    Sicher bei jedem wieder anders. Aber solange Lucifer nachfragt und permanent auf Zug vor mir geht und den Checker macht, gibt es keinen Freilauf. Erst wenn er tendenziell entspannter wird, schnüffelt, wenig Zug hat, dann darf er laufen, also eben Freilauf haben.

    Und Abbau/Ausschleichen der Belohnung in Alltagssituationen hat dazu geführt, dass Hund total verwirrt war („aber das ist doch das gewünschte Verhalten, wieso werde ich nur noch so wenig belohnt? Ist das jetzt wieder falsch? Ich fiepe einfach mal doppelt so viel, das hilft mir immer!!“)

    Das Problem hat mein Mann gerade. Er war immer der Meinung, ein Hund muss einfach hören, ich bin doch sein Herrchen. Kekse brauchen wir nicht. Lucifer hat ihm die Mittelkralle gezeigt. Da hat er dann endlich meinen Rat angenommen und Leckerchen mitgenommen. Und eine 180° Wendung hingelegt, jetzt ist er ein Keksautomat. Der Hund hängt an ihm dran. Jetzt meckert der Gatte, dass der Hund so keksfixiert ist. Ich meinte, ich finde das als Basis nicht so übel. Er weiß ja schonmal wo es den heißen Scheiß gibt. Hab ich mit allen meinen Hunden so gemacht. Aber dann reduziere ich die Häufigkeit der kekse und es gibt immer wieder verbales Lob. Und eben keinen Keks. Hat bei meinen Hunden nie dazu geführt, dass ich wieder uninteressanter wurde, im Gegenteil. Es gibt ein Lob OHNE Keks, da mache ich es jetzt mal noch besser, vllt kommt dann der Keks.... und Jackpot, den gibt es dann.

    Positionen und deren korrekte Einhaltung ist bei Lucifer auch sehr wichtig. Aus zweierlei Gründen. Zum einen, damit klar ist, dass man drauf achten muss, was Frauchen möchte, sich zurück nimmt, an meine linke Seite (Lucifers Stammseite) kommt. Und dann nicht zieht und dann Frauchen anguckt, obs so richtig war. Macht man das prompt, gibt es bestimmt was Gutes.

    Was für Lucifer aber auch wichtig ist, diese feste Position ist sein sicherer Hafen. Er ist zwar groß, laut und durchaus eindrucksvoll, aber ihm selbst ist das nicht so klar. Und er ist ganz froh, wenn ihm Entscheidungen abgenommen werden. Aber das musste er erst lernen, dass ihm das gefällt.

    Kommt zb jemand mit Hund frontal auf uns zu, fängt Luci das Hibbeln und jodeln an, geht u.U. auch auf Zug und/ oder wechselt die Seite vor Aufregung. Dann bleib ich stehen, sage "rüber", was heißt eben auf seinen Stammplatz und er bekommt ein "Fuß". Sind die Leute nun wirklich direkt auf Kollisionskurs zu uns kriegt Luci meine Hand vor die Nase mit Keks drin. So hab ich das Fußkommando aufgebaut und so kann ich ihn an den Hunden vorbeiziehen. Das klappt sogar mit nem halben Meter Abstand. Aber ich denke mir das klappt eben nur, weil das für ihn sozusagen eine sichere Übung ist. Da passt nix Fremdes Bedrohliches zwischen uns, wenn wir das machen.

    Vllt bilde ich mir das auch nur ein, aber es ist zuverlässig abrufbar, daher denke ich schon, dass das in etwa so für ihn ist. :sweet:

    Grundsätzlich wären wir großen Pudel-Mischlingen (die ja eher verpönt sind hier im Forum, wie ich das mitbekommen habe :-) ) auch nicht abgeneigt, wollen jedoch nicht mit einem horrenden Preis Zuchten unterstützen, die mir doch schon sehr finanziell orientiert scheinen.

    Japp, das ist das Problem, was hier viele im Forum haben. Dass man Traumpreise zahlt, die man bei einem Rassezüchter häufig nicht hinlegen muss. Und dafür einen Mischling bekommt. Am Pudelmix selbst ist nix auszusetzen, aber bitte nicht für 2800 Euro. Als ich 2020 zu Coronazeiten, wo die Züchter gerne ordentlich zugelangt haben, einen Collie für 1200 Euro gekauft habe, aus einer VDH-Zucht, hat eine Bekannte genau das gemacht. Einen Labradoodel für 2800 Euro gekauft. Und das hab ich mal so gar nicht verstanden.

    Was Haare betrifft: SRT´s haaren wirklich Nullinger.

    Passen aber nicht so wirklich, oder? Sind ja nicht ganz einfach und haben ordentlich Schutztrieb? Passt das in die Stadt?

    Inzwischen wird ja irgendwie alles gedoodelt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Mein Alter war schlicht ein Pudelmix, heutzutage wäre er eben ein Doodle. Er hat nicht gehaart, war stämmiger als ein Pudel, aber schon auch quirlig. Dabei aber nicht zu reizoffen. Aber Mischlinge sind eben immer Wundertüten, da weiß man nicht, was auf einen zukommt.

    Ich hab zwar haarende Rassen, aber Langhaar. Komme ich besser mit zurecht als mit haarenden Kurzhaarrassen. Die langen Haare pieken sich nirgends rein, wie Dalmi, oder RR-Haare, eher flusen sie in Knäueln unter die Möbel |) .

    Seit ich einen Saugroboter habe, liegen hier quasi keine Haare mehr rum. Ausnahme ist unser Bett :hust:. Allerdings kann man das Bett ja auch verbieten, würde ich bei einer ausgeprägten Allergie machen. Ich bin auch Tierhaarallergiker, am schlimmsten Katze. Und bei Kurzhaarhunden mit piekigem Fell bekomme ich Hautausschlag.

    Meine Rassen würde ich in der Stadt nur bedingt empfehlen.

    Und er kann das...rumstehen, nichts tun, nicht nerven und still sein.

    Das heißt, der Chip führt auch dazu, dass man draußen Geduld hat und nicht mehr gefiept wird? Plötzlich klingt das sehr interessant :ugly:

    Also bei uns ein klares "Jein" xD. Bei Hundesichtung war Lucifer auch unter dem Chip aufgeregt und warten konnte er auch nur so semi. In Abhängigkeit von der Ablenkung. Gab es nicht viel zu sehen, dann hat er ruhig gewartet. Aber sein gigantischer Aussenfokus bezieht sich nicht nur auf fremde Hunde, sondern auch auf Menschen.

    Bei uns hat der Chip das Jagdthema deutlich angefacht. Er war in bestimmten Gebieten, wo eben viel Wild ist, quasi nicht ansprechbar. Spuren sind ja überall und die Rute war immer oben und er ist auf jeden Wildwechsel abgebogen. Von kleinauf gab es das "Raus da", dass er Wege nicht verlassen soll. In der Zeit war das mein Dauerspruch, quasi :roll: .

    Jetzt ist er kastriert und der Chip müsste auch auslaufen, bzw es schon sein. Er schnüffelt und markiert wieder deutlich mehr, jetzt so auf dem Niveau wie der unkastrierte Emil und gescharrt wird auch sehr wichtig. Aber er schießt sich nicht mehr ab und ist ansprechbar. Und der Jagdtrieb ist tatsächlich wieder weniger geworden mit dem steigenden Interesse für Pipistellen. Jetzt können wir auch wieder auf den Feldern entspannt Gassi gehen. Bei Sichtung, oder bei einer frischen Spur dreht er logischerweise noch auf, aber ist das rum, kommt er auch sofort wieder runter.

    Ja Maizy jetzt ist Pablo dabei aber sehr subtil. Lucifer rammt einem von hinten seinen Kantschädel zwischen die Beine, schiebt sich durch, siehe Bild und setzt sich dann zwischen die Beine, um mit erhobener Nase zu betteln. Kleines bisschen aufdringlich. Wir haben das Kommando "Mitte", wo er sich von hinten kommend zwischen meine Beine setzt. Das nutzt er hier schamlos um auf sich aufmerksam zu machen |). Keine Ahnung, wer den erzogen hat :hust: