Beiträge von physioclaudi

    Ich hatte nach der neuen Gebührenordnung mit so 500-600 Euro gerechnet, aber fast 1000?

    Bei Lucifer hab ich 500 Euro bezahlt, großes Blutbild inklusive. Allerdings arbeitet ja meine Tochter in der Praxis und sie hat zb die klammern hier bei uns zuhause gezogen. Das fiel also schon mal weg.

    Voruntersuchung und Blutabnahme auch am gleichen Tag. Aber Lucifer ist da halt auch bekannt. Da wurde nur kurz gecheckt, dass er nicht gerade ein akutes Problem hat.

    Wenn ich länger unterwegs bin und zwischendurch den Camper ein bisschen putzen und aufräumen will sind die Hunde ausgesprochen argwöhnisch.

    "Warum stellt die jetzt den Wassernapf hier raus? Und warum stellt sie uns jetzt auch raus?"

    "Was macht die Fußmatte denn nun VOR dem Womo?"

    "Und neiiiin, jetzt hat sie die Hundebetten auch raus geworfen. Oje, müssen wir nun hier draußen alleine wohnen?"

    Die Erleichterung, wenn alles wieder in den Camper wandert, ist nicht zu übersehen. Es ist für die beiden ja schließlich auch ein nicht zu unterschätzender Aufwand die mühsam in den richtigen Zustand gebuddelten Betten nach der Putzarie wieder richtig hin zu kramen. Weil Mutti legt die auf jeden Fall FALSCH hin.

    Hier hat der Chip halt den Hund in die andere Richtung kippen lassen. Er war zuhause gechillt, hat wieder gefressen, Mädels waren "normal" interessant, dafür hatte er Jagdtrieb wie Sau und war tatsächlich nicht ansprechbar in wildreichen Gegenden. Dafür brauchte es nicht mal Sichtkontakt, der Collie geht auch auf Spur. Daher ist er ja auch so ein begabter Mantrailer :grinning_face_with_smiling_eyes: .

    Jetzt ist er kastriert, der Chip ausgelaufen und nun pendelt er sich gerade *auf Holz klopf* in einem angenehmen Zustand ein. Zuhause pennt er, ist gechillt und gut gelaunt. Wieder deutlich mehr an Pipi und anderen Hunden interessiert, als unter dem Chip, aber es stresst ihn einfach nicht mehr. Markieren wie ein Weltmeister und scharren tut er auch.

    Was total spannend ist, das Jagen flaut deutlich ab. Und zwar WIRKLICH DEUTLICH. Er ist nicht mehr auf Dauersendung in wildreichen Gebieten, sondern tingelt mit dem Zwerg umher, es wird geschnuppert, ein Keks geordert, so normale Sachen. Kommt er in ein Jagdthema, sehe ich Kopf und Rute hochgehen und schaffe es im Moment recht gut ihn da raus zu rufen. Also Ansprechen, abwenden, Keks. War unter dem Chip gar nicht möglich, da hätte ich mit einer halben Sau vor seiner Nase wedeln können, wäre ihm wurscht gewesen.

    Kannst du mal beschreiben, wie genau der Verlauf "Chip auslaufen" - Kastration" bei euch gewesen ist? Habt ihr das Nachlassen des Kastrationschips gemerkt und dann kastriert, oder seid ihr nach Zeitablauf gegangen? Wie genau hat sich das Verhalten in der Zeit ab Kastration verändert?

    Lucifer hatte zwei Halbjahreschips. Den ersten hab ich auslaufen lassen, in der Hoffnung wir kämen danach klar. Als klar war, dass es nochmal deutlich, DEUTLICH schlimmer wurde als vor dem ersten Chip, bekam er den zweiten Chip plus Delvosteron plus Vetranquil, weil er 24/7 jaulend durchs Haus lief und kein Auge mehr zutat. Der Cocktail hat den Spuk erfreulich schnell beendet, wurde aber abgelöst von einer extrem schmerzhaften Hodenentzündung mit folgenden knotigen Veränderungen der Hoden. Und da meinte meine TÄ, das wäre definitiv ein Kastrationsgrund, und ganz ehrlich, lange überreden musste sie mich nicht. So wurde Lucifer vor Auslaufen des Chips dann kastriert.

    Hier hat der Chip halt den Hund in die andere Richtung kippen lassen. Er war zuhause gechillt, hat wieder gefressen, Mädels waren "normal" interessant, dafür hatte er Jagdtrieb wie Sau und war tatsächlich nicht ansprechbar in wildreichen Gegenden. Dafür brauchte es nicht mal Sichtkontakt, der Collie geht auch auf Spur. Daher ist er ja auch so ein begabter Mantrailer :grinning_face_with_smiling_eyes: .

    Jetzt ist er kastriert, der Chip ausgelaufen und nun pendelt er sich gerade *auf Holz klopf* in einem angenehmen Zustand ein. Zuhause pennt er, ist gechillt und gut gelaunt. Wieder deutlich mehr an Pipi und anderen Hunden interessiert, als unter dem Chip, aber es stresst ihn einfach nicht mehr. Markieren wie ein Weltmeister und scharren tut er auch.

    Was total spannend ist, das Jagen flaut deutlich ab. Und zwar WIRKLICH DEUTLICH. Er ist nicht mehr auf Dauersendung in wildreichen Gebieten, sondern tingelt mit dem Zwerg umher, es wird geschnuppert, ein Keks geordert, so normale Sachen. Kommt er in ein Jagdthema, sehe ich Kopf und Rute hochgehen und schaffe es im Moment recht gut ihn da raus zu rufen. Also Ansprechen, abwenden, Keks. War unter dem Chip gar nicht möglich, da hätte ich mit einer halben Sau vor seiner Nase wedeln können, wäre ihm wurscht gewesen.

    Lucifer ist ja auch ein langes Ende UND hat zusätzlich eine lange Nase. Er hatte einen gigantischen Trichter, das war das einzige was funktioniert hat. Und dabei hatte ich eine mega Ausrüstung zur Hand. Trichter, Teller, aufblasbarer Kragen in zwei Versionen, Body.

    Fühlte mich richtig aufgeschmissen, weil kein Tierarzt zuständig war und dann auch noch unsere Klinik geschlossen war. :dizzy_face:

    Oje, das ist bescheiden. Aber hier reduzieren die Tierkliniken leider auch rigoros ihre Öffnungszeiten... Ich drücke die Daumen, dass jetzt alles gut ist mit der Kleinen.

    Heute war ein aaaaanstrengender Tag fürs Colliekind. Morgens waren wir trailen. Er war mal wieder grandios, die blöde Mutter hat einen Schnitzer gemacht, aber insgesamt haben wir uns doch beide gut geschlagen.

    Dann hab ich mich mit meiner Großen, ihrem Freund, Lucifer und Fiete getroffen. Fiete der Brummbär hat tendenziell stetig weniger Bock auf fremde Hunde und wir waren auch schon lange nicht mehr unterwegs zusammen, weil er beim letzten Mal Lucifer ganz schön angegangen ist.

    Beide waren an der SL, wir wollten sie explizit NICHT zusammen lassen. Die Körpersprache war spannend. Nach erster Sichtung ging Lucis Rute erstmal drei Etagen abwärts, Ohren wurden angeklappt.

    Dann ging zunächst Fiete vor, knurrte aber immer wieder, weil er den Eindruck hatte, Lucifer sitzt ihm im Nacken, während selbiger sich aber eher unsicher um meine Beine gedrückt hat. Also haben wir das Ganze umgedreht, Lucifer vorneweg, Fiete mit Herrchen 5m hinter mir. Das klappte recht gut, anfangs war Lucifer sehr unsicher und viel direkt neben mir, die Rute sehr tief. Mit der Zeit entspannten sich dann beide Hunde mehr und mehr.

    Es war dann so, dass Lucifer, wenn sie näher aneinander kamen dezent meidig seitlich ausgewichen ist, während Fiete weggeguckt hat, den Blickkontakt gemieden hat. Das fand ich so als Resultat nicht sooo übel. Best Buddy wird mit Fiete eh keiner. Aber gegenseitige Rücksichtnahme scheint möglich. Emil hatte ich nicht mit, der hätte sich unpassend eingemischt, er und Fiete das wird in diesem Leben nix mehr. Aber ich würde schon ganz gerne anpeilen, dass zumindest die beiden Collies zusammen Gassi gehen können.

    Ist sehr individuell, finde ich auch. Emil führe ich völlig anders. Weil er eben nicht (mehr) so viel Unsicherheit und Dynamik rein bringt. Emil will Fremdhunden tendenziell die Fresse polieren. Also gibt es ein "Vorbei". Wir gehen flotten Schrittes am Fremdhund vorbei und der Hund weiß, er braucht sich nicht kümmern. Wird er fixiert fällt es ihm schwer nicht aus dem Plüsch zu fahren, da baue ich dann auch Bögen ein. Emil reagiert grundsätzlich halt auch an der Leine heftiger, als im Freilauf, wo er den Abstand bestimmen kann. Das ist bei Lucifer an sich nicht so. Der wird zwar auch gerne laut an der Leine, aber aus Frust, nicht weil ihm die Nähe nicht behagt.