Beiträge von physioclaudi

    Aber in der Hundepension oder HuTa ist halt keiner, der sowas regelt.

    Das deprimiert mich gerade ein bisschen.

    In unserer Huta wird das sehr konsequent geregelt. Die Betreiberin ist zwar sehr speziell, aber führt selber zwei Schäfis und hat lange Jahre ein TH geleitet und mit schwierigen Hunden gearbeitet. In den Ruhezeiten sind meine Hunde zusammen in einem ihrer Ruhequartiere. Das sind quasi Gartenhäuschen, überall auf ihrem Grundstück, wo sie in meinem Fall Hunde des gleichen Besitzers zum Ruhen reinbringt, oder maximal zwei Hunde, die sie aneinander gewöhnt hat. In den Quartieren steht genug zum Pennen herum, klimatisiert sind sie auch.

    Lucifer zb hat da auch immer mal ein Playdate mit einem passenden Hund, also einem der auch immer rennen will, Emil aber niemals, weil die Betreiberin halt weiß, dass er das nicht will.

    Sie führt generell ein strenges Regiment, aber hat auch alle Hunde wirklich gut im Griff.

    Maevan sie nimmt auch unkastrierte Rüden :)

    Och, so langsam hab ich tatsächlich ein dickes Fell. Hier gibt es auch einige Kandidaten, die SICHER sind, dass mein Hund nur so "aggressiv" ist (Emil an kurzer Leine, wenn ein Hund in uns brettert und ich es nicht schaffe zu blocken), weil er nie spiiiiiielen darf.

    Im Falle von Lucifer ist es so, dass der Hund eben sein Elend herausschreit, weil er nicht spielen darf. Schön auch, wenn einem das vorgeworfen wird, während man an kurzer leine an der Hauptstraße unterwegs ist. "Ja warte kurz, ich sperre mal eben hier die Straße, dann können sie spielen". Lucifer hat ja so einige Kumpels im Auslaufgebiet mit denen er mal zockt. Da muss jetzt nicht der Flexipilot-Malteser auf der Hauptstrasse bespielt werden.

    Und Emil WILL schlicht niemand kennenlernen und schon dreimal nicht mit Fremdhunden spielen. Aber das kann ja gar nicht sein. Ein Hund, der nicht sein Leben lang spielen will, ist in der Wahrnehmung halt einfach nicht normal.

    Mein Lucifer mit seinen 65cm Schulterhöhe ist ausgesprochen höflich und hält Abstand, auch bei kleinen Hunden. Dafür hat Emil gesorgt.

    Mich stört, dass ich dazu neige in Situationen, wie der von mir beschriebenen mit dem Amstaff, Lucifer vor zu schicken. Zum einen groß, zum anderen nicht krank und eben sehr höflich und deeskalierend. Aber das ist halt auch irgendwie nicht richtig, denn evtl kriegt er dann was auf die zwölf und ich hab ihm keinen Schutz gegeben.

    Ahhh, danke euch. ich dachte, es reicht dass ein Elternteil merle ist, auch wenn der betreffende Sprössling es nicht ist, dass es doppelmerle wird.

    Aber das Thema ist eh durch, Lucifer ist ja jetzt kastriert. Wollte es nur als (offensichtlich falsches) Beispiel nennen.

    Das ist so ein schwieriges Thema. Ich hab einen kleinen und einen großen Hund, wobei der Kleine deutlich wehrhafter ist. Aber eben krank. Er hat einen Halswirbelschaden und jedes Packen in den Nacken kanns gewesen sein. Ach letztlich würde es evtl auch reichen, wenn ihn ein großer Hund umbombt. Jetzt hab ich aber, durch Dauerschmerz beim Zwerg das Problem, dass er auf Krawall gebürstet ist bei Fremdhunden. Bin ich nur mit ihm unterwegs, oder ist mein Mann dabei um Lucifer zu führen, dann nehm ich ihn halt hoch.

    Aber letztens war ich auf Kurs, abends noch schnell ne Runde gegangen, das ist Naturschutzgebiet. Ergo Leinenpflicht. Steht auch überall. Ich hatte beide an der leine und Lucifer hat in wildreichen Gebieten zwei Leinen, hatte also beide Hände voll.

    Komme einen Weg entlang, mehrere sehr coole Jugendliche sitzen auf einer Bank und trinken Bier. Lucifer fiept ein bisschen, ist aufregend. Ich weiche zwei Meter ins Gebüsch aus und bin nun damit beschäftigt Lucifer zu beruhigen. Hab also nur nen halbes Auge auf die Gruppe. Da schießt ein Amstaff aus der Gruppe auf mich zu. Und weil man ja cool ist, hat der weder HB, noch Geschirr. Er kommt angeflitzt, jetzt körpersprachlich nicht zwingend aggressiv. Aber ich hab ja den schon knurrenden Emil an der Leine. Und ob so ein Fremdhund sich von so nem Plüschpups anmaulen läßt war für mich jetzt nicht klar. Beide Hände voll, weder wäre ich an Pfefferspray gekommen, noch konnte ich Emil hochnehmen. Also hab ich hysterisch geschrien. Nein nein bitte nicht, irgendsowas. Da kam tatsächlich Bewegung in die coolen Typen. Riefen nach dem Hund, der hört nicht. Rufen mir zu, DER TUT NIX, danke für nichts. Lucifer war mein Prellbock, hab ihn lang gelassen und Emil mit den Füßen zwischen meine Beine geschoben. Lucifer und der andere Rüde haben sich dann beschnüffelt und dann hat ihn einer der Typen erwischt.

    Als ich aus der Situation raus war, hab ich geheult wie ein Schlosshund. Mir wurde so unangenehm klar, wie schnell es das gewesen sein kann

    Andere Frage bzgl. Merle: meine Trainerin im Hundeverein ist der unumstößlichen überzeugung, dass Merle grundsätzlich und ausnahmslos Qualzucht sei.

    Bullshit. Merle x merle ist QZ, weil da häufig taube Welpen fallen. Und ein Hund kann auch Träger von merle sein, ohne dass man das sieht. Also ist eine gründliche Zuchtauswahl wichtig. Meine Laienhafte Erklärung, aber da können andere qualifizierter drauf antworten.

    Lucifers Mama zb ist merle. Damit ist das halt in seinem Genmaterial. Würde man sich nicht für Abstammung und vernünftige Zuchtauswahl interessieren könnte man ihn jetzt eine Merledame beglücken lassen, weil was soll sein, der ist doch tricolor. Die Welpen hätten dann aber das merle von beiden Eltern.

    Aber jetzt halt ich die Finger still, da kommt bestimmt noch was fundierteres.