Ich habe neulich jemanden getroffen, der seit wirklich vielen Jahren mit ausschließlich positiven Methoden arbeitet. Der Hund kann noch immer nicht an anderen Hunden vorbei gehen, nicht im Freilauf laufen, usw.. Und das nach so vielen Jahren. Das finde ich einfach schade für alle Beteiligten.
Das ist aber auch ne schwierige Aussage. Hund ist ja nicht Hund. Alle meine Hunde waren grundverschieden. Mein alter Lockenkopf hat quasi nie eine Strafe erlebt, weil es schlicht nicht nötig war. Andere Hunde fand er uninteressant, alle Menschen und Kinder im besonderen fand er großartig, ohne jemals aufdringlich zu sein. Und so kam der hier an. Das war vorinstalliert.
Bekommt Emil ne Ansage, dann guckt der, als wollte er sagen "okok, reg dich nicht auf, habs verstanden". Meist braucht es dafür nur nen verbalen Abbruch (heutzutage). Das war aber ein langer Weg. Und nicht rein positiv.
Bei Lucifer bin ich gefühlt immer am gleichen Punkt hängen geblieben. Abbruch zuhause, kein Ding. Wechsel ich aber die Location, sprich bin durch die Haustür und stehe in der echten Welt geht der von 0 auf 180 und blendet mich völlig aus. Ist zwar seltener geworden, kommt aber noch vor. Hier hat sich ein "Fuß" als Management bewährt. Einfach eine Idee für den Hund, was er jetzt machen könnte anstatt sich ins Nirwana zu schießen. Aber ist Management. Biete ich ihm das als Kommando nicht an, kommt er von selber nicht drauf.
Drei unterschiedliche Hunde, die alle etwas anderes brauchten. Einer halt nüscht quasi, der nächste schwarz/ weiß, Lucifer (bislang) Management ab einem bestimmten Erregungslevel, weil sonst nix ankommt.