Ich war gestern Abend bei einer Freundin, mit meinen Hunden.
Der Jagdhund hat die Wohnung genauestens inspiziert, jegliches Essbares auf Kopfhöhe gesucht und sich dann hingelegt. Hin und wieder kam er kurz vorbei um sich Streicheleinheiten abzuholen, aber sonst wars das für den Abend.
Der Herr Hütehund war... lästig. Der hat sich nur auf Kommando mal kurz hingelegt, aber das hat, wenn ich ihn nicht regelmäßig angegiftet habe, nicht lange gehalten.
Das ging erst halbwegs, als ich ihn explizit gezwungen habe sich weg von uns in eine Ecke zu legen und jeglichen Versuch aufzustehen sehr vehement unterbunden habe. Dann würde er... ruhig ist das falsche Wort, aber es wurde besser. Aber sobald einer von uns aufgestanden ist ging das von Neuem los. Der braucht komplette Ruhe um sich rum um ruhig sein zu können. Mir fällt das daheim immer nicht so auf, da es bei mir ruhig ist, aber sobald ich Besuch habe oder irgendwo bin...
Aber wenn ich gerade so nachdenke... ich halte schon auch viel still wegen dem Hund... Ich bin früher doch öfter mal durch die Wohnung getanzt oder habe einfach mal so kurz Übungen gemacht. Für sowas muss ich jetzt die Hunde aussperren und entsprechend mache ich es eigentlich nicht mehr (wegen dem "Aufwand", nicht weil ich ein Problem damit hätte die Hunde mal auszusperren).
Auch in meiner Wohnung, Herr Jagdhund liegt gerne bequem oder schmachtet das Essen in meiner Küche an. Der ist öfter mal freiwillig in einem anderen Raum.
Herr Hütehund nicht. Der ist immer(!) da wo ich bin. Den kann man auch nur schwer mal eben aussperren (ohne ihn rauszuschicken, das geht natürlich), weil der drauf achtet möglichst mit mir durch eine Türe zu gehen.
Usw...
Wenn ich drinnen mal Action mit den Hunden mache, dann fängt der Herr Hütehund quasi sofort das Schreien an. Der Herr Jagdhund würde sich freuen und davon profitieren (geht aber eben wegen dem anderen Hund nur sehr eingeschränkt) und könnte danach auch danach problemlos sofort wieder runterfahren.
Ich merke auch an mir, dass ich seit der Hütehund hier wohnt anders mit den Hunden umgehe. Weil mit dem Vieles, was ich natürlicherweise und aus dem Bauch heraus mit den Hunden machen würde, einfach nicht geht. Der ist sofort drüber. Der kommt nur zur Ruhe, wenn es einfach nichts gibt.
Finde ich extremst schade. Und so gerne ich den Hund mag und trotz der Vorteile die er mitbringt (die es ja definitiv auch gibt), hier zieht kein solcher Hundetyp mehr ein, und ich glaube es wird mir das Leben sehr viel leichter machen, wenn er mal nicht mehr ist.
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Exakt und 100%-tig ist das hier bei Emil so. Er ist immer auf Sendung. Will ich mit den beiden, gerade jetzt im Winter, zuhause irgendwas machen, schießt Emil sich ab und wird laut und ANSTRENGEND. Lucifer dann gerne im Nachgang auch, aber es geht immer von Emil aus, dass Stress hier rein kommt. Trenne ich beide und mache nacheinander was mit ihnen in einem anderen Raum bleibt Lucifer konzentriert und ruhig, Emil geht gerne hui, durch die Decke.
Ich renne deutlich weniger zuhause herum, als das früher der Fall war, weil es mich nervt, dass Emil mir IMMER hinterher latscht. Schicke ich ihn auf seinen Platz, oder schließe das Türrollo hinter mir bleibt er in Habachtstellung liegen, bis ich wieder in Sicht komme.
Und ja, stelle ich meine Kaffeetasse ab, dann steht er schon neben mir. Mir tut das leid für ihn, er schläft definitiv zu wenig. Sitze ich am Schreibtisch, oder mit Läppi auf der Couch, dann liegt er und schläft. Aber das Schließen des Laptopdeckels ist der Startschuss und er steht schon wieder.
Lucifer macht das nicht. Mal kommt er hinter mir her, wenn er halt erwartet, dass irgendwas passieren könnte. Meist liegt er aber irgendwo herum, auch allein in einem Raum und chillt. Der kann wunderbar runter fahren. Konnten meine Hunde bislang alle, nur Emil kann es nicht. Und das schränkt mich schon ein. Ich denke halt immer, der Hund braucht doch dringend eine Schlafpause, deshalb setze ich mich irgendwohin, anstatt etwas zu machen. Weil der Hund ja Ruhe braucht. Wenn ich sitze, nervt er auch nicht, sondern legt sich hin und ruht. Auch gerne mal neben mir auf der Couch, aber fordernd wird er da nicht.
Tja, was macht man da. Wie gesagt, ich kann ihn wegschicken, bzw ablegen, aber entspannen tut er dabei nicht. Das war auch schon immer so. Ich habe Dinge versucht, wie 135mal aus dem Zimmer und wieder rein, hin und her laufen, ohne Sinn und Verstand, weil Herr Rütter zb sicher ist, dass das jedem Hund zu doof wird. Dem Emil nicht. Der rennt halt 135mal hinterher. Ihn auf den Platz schicken, ihn im Raum zurücklassen, hab ich alles gemacht, er bleibt dann auch brav, jammert auch nicht, aber starrt halt auf die Tür, bis ich wieder da bin. Wenn ich arbeiten bin, schläft er meist durch. Mein Mann arbeitet ja zuhause, gelegentlich läuft er dem mal hinterher, aber ganz oft halt einfach nicht. Keine Erwartungshaltung ihm gegenüber. Komplett allein bleiben war zb nie ein Thema. Kann er zuhause, in einem Hotel, im Wohnmobil.