Beiträge von physioclaudi

    Aber richtig, viele fallen bei mir wegen der Optik raus. Da stehe ich auch zu.

    Ist bei mir auch so.

    Mit sehr vielen Hundetypen könnte ich rein optisch leben. Ich hab so die allgemeine grobe Hundeform, die mir zusagt. Hundekopf, eben wie beim Wolf auch, mit Nase, ob Stehohren, Schlappohren, das ist zweitrangig. Alles andere finde ich seltsam, also eben die Plattnasen. Groß mag ich (und hatte dennoch zwei kleine Hunde) und schlank und langbeinig (wenn ich es schon nicht bin xD ). Wie man an meinen Hunden sieht, darf es gerne mehr Fell sein. Von den Farben her sind meine beiden nicht mein Beuteschema. Ich mag dark sable lieber. Aber das sind Feinheiten, daher hab ich ja auch tricos hier sitzen. Farbe ist zweitrangig.

    Ich könnte mir von der Form gerade noch so einen AL-Labbi vorstellen, auch bei nem weißen Schäfi wäre ich nicht abgeneigt. Huskys gefallen mir sehr gut, auch Eurasier. Also schon einige Hundetypen. Der Charakter muss stimmen. Und natürlich ganz wichtig, dass ich dem jeweiligen Hund gerecht werden kann.

    Mein erster Hund war ein Pudelmix aus dem TS, dem die Rute fehlte. Ich fand ihn pottenhäßlich. Aber er war so eine Seele von Hund, dass er für mich jeden Tag schöner wurde. Als er starb wäre der nächste Hund um ein Haar ein Großpudel geworden.

    Ich war nach dem Besuch ernsthaft irritiert warum nicht jeder Mensch dieser Welt nicht mindestens einen Collie hat. Pöh! 😁😁😁😊

    Ich hätte da so Ideen. Soll ich Dir mal meinen Jodelfreund vorbeibringen? Dann weißt du warum |)

    Er ist ein großartiger Hund, aber kann schlicht wenig unkommentiert lassen. Bellen tut er eher nicht... aber sonst hat er ein buntes Kaleidoskop an Tönen parat. Und zu allem eine Meinung :roll:

    Allein schon mein Gassipensum reichte allerdings, damit man vom Collie Abstand nahm.

    Was hast du denn da genannt, dass die Abstand nahmen? Dann sollte man ja erst gar keinen Hund überhaupt in Betracht ziehen :dizzy_face:

    Wenn die Fellpflegenicht wäre, würde ich Wolke als perfekten Anfänger- und Begleithund zählen. Die erfüllt alle Kriterien.

    Morgens 1-1,5 Std, nachmittags 20 Minuten und abends ne Pipirunde. Im Urlaub, oder wenn ich auf Kurs bin entsprechend mehr. Also nun echt keine Gewaltmärsche. Aber ja, Plüschtier wäre passender.

    Vorurteile bei den Nicht-HH, aber auch bei den HH sind doch generell präsent. Ich nehm mich da gar nicht aus. Auch wenn ich versuche objektiv zu sein. Aber das ist ja eh niemand.

    Wir haben einen neuen Mieter für das Haus meiner Mutter. Knapp 40, Frau und zwei Kinder (6 und 8 glaub ich). Vor zwei Jahren gab es dann den Labbi dazu. Der Hund ist toll, die können nicht alles falsch gemacht haben. Aber die einfachsten Dinge sind ihnen schlicht nicht geläufig. Die Hündin kommt vom Züchter, ist schokobraun und eher zierlich. Ich frag ihn, ob die aus Show- oder Arbeitslinien kommt. Antwort: "Auf sowas geb ich nichts..." Was genau sagt mir das. Auf mein vorsichtiges Nachfragen kam dann raus, dass ihm schlicht gar nicht bewusst ist, dass es da einen Unterschied gibt.

    Er war das erste Mal hier, ich hatte die Hunde, die vorher beim Trailen waren, weggesperrt. Die sollten sich ausruhen. Es klingelt, sie hören eine fremde Stimme, also bellen sie. Nicht unendlich lange, aber der Unmut musste halt raus. Ich lasse sie dann auch und blöke nicht durchs Haus.

    Nächster Besuch von ihm, die Hunde sind unten und bellen auch kurz, gehört halt bei denen dazu. Ich kanns abstellen, daher stört es mich auch nicht. Sein Kommentar: "Ach die sind ja so groß" (wobei Emil.... naja 40cm sind in meiner Welt nicht wirklich groß) "ich dachte das wären so kleine Kläffer". Auch das ja so ein typisches Vorurteil. Hunde die bellen sind a) immer unerzogen und b) klein.

    Dennoch ist er total netter Typ mit einer netten Hündin. Die übrigens zwar viel dabei ist und ja auch zwei Kinder ertragen muss, aber schlicht sonst gar keine rassetypische Auslastung hat.

    Anspruchslos ist keiner von denen. Anspruchslos finde ich aber ehrlich gesagt auch einen sehr traurigen Wunsch, wenn man sich einen Hund anschaffen möchte. Aber vielleicht habe ich eine falsche Definition von anspruchslos im Koof.

    Ja, das find ich auch traurig. Kommt ja an sich nur ein Plüschtier in Frage.

    Also wenn ein Begleithund nicht jagen darf, nicht reizoffen sein darf, nicht territorial, wenig eigenständig, nett zu allem und jedem, da wirds halt auch echt eng. Weil es ja auch in den Rassen nochmal riesige Unterschiede vom Charakter her gibt.

    Der Collie wird ja auch gerne empfohlen als Begleithund. Also Fiete kann einiges von der Liste, der ist wenig reizoffen, jagt nicht, macht jeden Stadtbummel mit und liegt im Restaurant entspannt in der Ecke. Dafür hat er ne echt kurze Lunte, das könnte mit Kindern schwer sein.

    Lucifer ist super nett zu Mensch (Kind) und Hund, lässt jeden ins Haus, dafür ist er sehr reizoffen und jagt. Also innerhalb einer Rasse kann man da schon nicht so einfach was empfehlen.

    Ich komme da drauf, weil ich letztens gefragt wurde nach Collie, als Familienhund. Von einer Familie mit zwei Mädels, die den Luci so toll finden. Allein schon mein Gassipensum reichte allerdings, damit man vom Collie Abstand nahm. Und das allein ist ja noch gar kein riesen Aufwand. Und da kann man schon ne Idee bekommen, warum Menschen dann auf zb auf eine FB kommen. "Die sind schön handlich und brauchen nicht so viel Bewegung". Warum sie die nicht brauchen ist da weniger spannend.

    Schlimm finde ich, wenn eher ein Frenchie, als ein Malteser einzieht, weil der Herr des Hauses mit einem kleinen wuschel nicht rausgehen würde. Sagt ja so einiges aus.

    Mein Kfz Schrauber ist ein Ochse und tätowiert bis unter die Schädeldecke und geht mit dem Rehpinscher seiner Frau raus. Inklusive rosa Mäntelchen und rosa Leine.

    Mein Mann ist damals mit chica raus gegangen und geht auch mit Emil, obwohl beide klein und niedlich.

    Wie traurig, wenn man einen Hund als Statement braucht.

    Finde das auch seltsam, aber habs in meinem Bekanntenkreis ähnlich. Gassi mit Frenchierüde, vier Jahre und dem damals ebenfalls 4-jährigen Fiete. Wohlgemerkt es war FIETE und nicht Lucifer, oder Emil. Fiete ist ein extrem gemütlicher Rassevertreter, schnüffelt viel und ist in meiner Welt in Slowmotion unterwegs. Für mein Empfinden auch eher ein langweiliger Hund, auch wenn sich das fies anhört.

    Wir hatten uns in einem Auslaufgebiet getroffen und Fiete guckte halt viel, wegen der anderen Hunde, aber wirklich aufgedreht hat der nicht, ist ja gar nicht sein Ding. Der Frenchie, ist auch leider einer von denen mit sehr frühen Problemen. Das ist jetzt gute zwei Jahre her dass wir zusammen unterwegs waren, inzwischen geht sie nur noch um den Block weil dem Hund die Luft fehlt.

    Na jedenfalls erzählte sie mir damals, dass sie ein Hund wie Fiete irre machen würde, weil er so "nervös" ist. Ich hatte extra Fiete dabei, weil der eben so ruhig und chillig ist. Die Aussage fand ich sehr strange. Aber es zeigt, was viele HH dieser Rassen bevorzugen. Ruhige Hunde. Wobei ich das bei Mopshaltern noch krasser finde. Ich kenne auch viele Frenchies, die in ihrer Jugend alles sind, aber eher nicht ruhig. Vllt war es ihr damals auch wichtig hervorzuheben, dass sie genau so einen Hund haben WILL. Ich hab keine Ahnung.

    Menschen, die ihre Hunde lieben neigen halt leider dazu Dinge nicht mehr wahr zu nehmen. Oder sich einzureden, dass genau diese Eigenschaft entweder normal und rassetypisch ist, oder eben exakt das, was sie bei einem Hund haben wollen.

    Ich hab ne Kundin, sehr liebevolle HH, auch sehr nette Person, die zwei Möpse hat. Das sind "Retromöpse", keine Ahnung was da mitgemischt hat, sie sind langbeiniger und schmaler, eine atmet in Ruhe geräuschlos, die andere nicht. Aussage der HH: "Ja klar hört man die immer atmen. Die Rasse darf das". Und das kommt im Brustton der Überzeugung.