Beiträge von physioclaudi

    Gelehrt haben meine Hunde mich sehr viel.

    Ich habe eine narzistische Mutter und hatte einen Vater, der sich raus gehalten hat, weil konfliktscheu.

    Daher hat meine Mutter, mangels Empathie, versucht uns Töchter in eine Form zu pressen. Das merkt man als Kind und jugendlicher nicht so flott. Ich habe dran gearbeitet, weil mein Mann irgendwie in keine Form wollte. Aber in schwierigen Situationen mit den Hunden merke ich, daß ich versuche die in eine Form zu pressen. Ohne Erfolg. Ist auch gut so, aber in den Momenten fehlt mir schlicht die Idee für Alternativen

    Ein Mesh-gepolstertes Geschirr

    Mesh ist etwas, was mir genau deswegen nicht ins Haus kommt. Ich würde auf jeden Fall noch am Material und an der Art optimieren. Ein Zugstop sitzt viel lockerer, das kann man nicht vergleichen. Ich hab mit Leder gute Erfahrungen gemacht.

    Bei Lucifer hab ich auch ein Leder zugstopp. Und eines aus Mesh. Letzteres ist viel leichter, aber liegt halt mehr auf dem Fell und ist schnell abgestriffen. Das etwas schwerere Leder sinkt tiefer ins Fell und bleibt daher eher am Hund.

    Ich denke auch viel über solche Themen nach. Zumal ich sehr sensible Hunde habe, aber selber bei Stress mal emotional reagiere. Und vllt auch mal zu drastisch für diesen Hundetyp bin. Reagiere dann aus dem Bauch, ohne drüber nachzudenken. Kann auch mal passend sein, ist es aber nicht immer.

    Emil beobachtet mich nun seit 9 Jahren sehr genau. Und ich finde er hat sich mir angepasst. Wenn er hohl dreht und ich sauer reagiere lässt er das augenblicklich sein. So wichtig isses dann nicht sich mit Mutti an zu legen.

    Ganz anders Lucifer. Leider oft mit seiner Umwelt überfordert, Wild, Pferde, Menschen,... Und vieles geht mir auf den Zeiger, weil es nicht besser zu werden scheint. Wenn ich da sauer werde ist er gestresst, weil er KANN gerade nicht anders. Und da ist dann viel mehr Ruhe und Gleichmut erforderlich, kann ich dann leider nicht immer.

    Oh, hatten wir heute auch.

    Mutti, mach schnell es ist eeeeklig (Emil)

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    Von Lucifer hab ich nur ein Nachherbild, völlig geschafft im Bademantel. Man bringe ihm ein Kopfkissen...

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    Ich wollte damit nur sagen, dass es mich wundert, dass es Hundehalter wundert, was für mich total logisch ist. =) :ka:

    Ich denke du meinst mich? Ich hab mich nicht darüber gewundert, dass flüchtendes Wild mehr triggert, als stehendes, das leuchtet sogar mir ein :roll: . Selbst Emil, der soviel Jagdtrieb hat wie ein Meerschwein, hüpft mal nen Meter vor, wenn ein Kaninchen wegrennt.

    Ich hab mich gewundert, dass er Wild zu dem er Blickkontakt hat relativ ruhig beobachten kann, aber am Rad dreht, wenn er es riecht. Ohne Gerenne im Unterholz, ohne dass es zu sehen, oder zu hören ist., also da flüchtet nix, da riecht es dann nur nach Wild.

    BeardiePower das Herz ist natürlich für die schönen Bilder. Dir wünsche ich weiter viel Kraft...

    Grüße aus der Schweiz und mal wieder ein Bild, wo die Genervtheit des Colliekindes unübersehbar ist.

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    Luci hat auch eine super Phase. Gestern haben wir Rehe geguckt. Er blieb stehen und starrte in den Wald, 20m im Unterholz steht ein Reh und starrt zurück. Dann ein zweites und ein drittes. Interessanterweise bleibt Lucifer ruhiger, wenn er sie sieht. Zumindest wenn sie stehen. Wenn sie flitzen, dann isses vorbei. Aber auch wenn er sie nur riecht ist er sehr aufgeregt.

    Na jedenfalls standen wir dann und haben geguckt. Ich hab mich neben ihm gehockt und die Rehe benannt. Und wollte ihm kekse in den Hals stecken. Das klappte allerdings nicht wirklich.

    Natürlich werde ich es nicht ausprobieren, dass arme Wild. Aber ich frage mich wirklich was er machen würde, wenn er offline wäre und Rehe sieht, die stehen.

    Mir kommt sein Getröte immer eher verunsichert vor.

    Jedenfalls war er brav, kein Versuch durch zu starten und nach ein paar Minuten konnte er dezent vor sich hin fiepend weiter gehen. Ohne verbale Kommentare kommt dieser Hund nicht aus.

    Hach, irgendwie beneidenswert. Mein territoriales Tierschutztier ist leider vor dem Camper völlig falsch.

    Würde ich in der Wildnis mit gefährlichen Wildtieren oder im Krisengebiet übernachten, wäre mein Tier draußen toll.

    Meine beiden sind auch weniger die gechillten Camper. Daher bleiben sie meist im Womo. Stehen wir allein irgendwo, dann dürfen sie raus, natürlich angeleint und nur in meiner Nähe. Da darf gesessen, gelegen oder mit mir gekuschelt werden, aber ich hab da den Daumen drauf. Muss ich auch.

    Emil spricht ja allem, was nicht in seinem Haus wohnt die Lebensberechtigung ab und ist durchaus territorial, Lucifer versucht sich im Wachen, bis er irgendwas gruselig findet (zb Dunkelheit) und er sich zu Mutti flüchtet. Aber leise machen beide eher nix davon.

    Sie sind auch eher froh, wenn wir IM Camper sind. Meist stehe ich ja an Kursorten. Da gibt es entweder andere Hunde (Emil will sie verhauen, Lucifer will sie adoptieren), oder es gibt Pferde, die sind Emil egal, Luci hat LAUTSTARK Angst. Oder es rennen viele Menschen rum. Da reagieren beide erstmal nicht drauf. Aber meist kommt irgendwer angelatscht und will einen Hund kuscheln. Emil versteckt sich dann und mault vor sich hin, Lucifer flippt völlig aus und schmeißt sich den Leuten an die Beine. Ist mega frech, aber die Kuschler denken dann ja der Hund liebt sie.

    Und da ich alle diese Szenarien kenne und sämtlich nicht möchte, bleiben sie eher drin. Da wir viel unterwegs sind, sind sie damit auch zufrieden. Sich draußen hinlegen und pennen, das schafft evtl Emil, wenn ich mich nicht bewege und nix los ist, Luci glotzt stundenlang herum. Und irgendwas findet er dann schon als Aufreger.