Beiträge von physioclaudi

    Ich hab meine Jungs letzte Woche gewaschen, aus Emil kam auch unfassbar viel Wolle raus, und schwupps steht er im Sommerlook da. Bei Lucifer hat sich auch einiges gelöst, aber das war nicht so erfolgreich insgesamt. Das Fell verändert sich auch, ich fürchte jetzt bekommt er Kastratenfell.

    Würde Emil allein übrig bleiben, was unwahrscheinlich ist, da er 6 Jahre älter ist als Lucifer und ja auch nicht gesund, würde ich keinen weiteren Hund dazu holen. Emil liebt es mich für sich zu haben und Lucifer ist zwar ok, ich denke aber nicht, dass er einen zweithund braucht.

    Zu Lucifer sollte wieder ein Hund ziehen. Er ist total sozial und mag es auch mit Emil zusammen zu rennen, er würde auch kontaktliegen, was Emil aber nicht will.

    Da Lucifer sich viel an Emil orientiert und auch ne Schissbuxe ist, zieht nach Emil vermutlich eine Colliehündin ein. Aber wohl eher kein welpe.

    Wie sind da bei euch die Erfahrungen?

    Ganz anders. Aber aus Gründen. Meine chica war 12 Jahre, als Emil als welpe einzog. Sie blühte damals auf, was ich nie gedacht hätte und für ihn war sie ein wichtiger Anker. Fiete kam noch dazu und chica führte das kleine Rudel. Was hieß, dass sich Fiete regelmäßig ne schelle abgeholt hat. Mit etwa 16 fing sie an dement zu werden. Fiete hatte weiter Angst vor ihr, bis zu ihrem Tod, was ich ganz praktisch fand, da sie ihm körperlich weit unterlegen gewesen wäre.

    Dann kam Lucifer als Welpe dazu. Er kam aus einem großen Wurf und war sehr kuschel bedürftig. Die Rüden fanden das inakzeptabel. Die demente Chica bekam es nicht mit. Und so kuschelte der immer riesiger werdende Hund sich immer an sie, zum Schluss war sie neben so viel Hund kaum noch zu sehen.

    Mit 18 Jahren starb sie. Wurde bei uns zuhause eingeschläfert. Die Rüden durften sich verabschieden. Emil hat nur kurz geguckt und ging zur Tagesordnung über, was ich seltsam fand. Fiete war vermutlich eher erleichtert, dass sie weg war. Lucifer hat sie, trotzdem er die tote Hündin ja gesehen hat, noch tagelang gesucht. Sie war am Ende immer viel im Garten, weil oft was ins Haus ging und wenn Lucifer dachte sie soll mal wieder rein, hat er an der Terrassentür gekratzt. Und das hat er noch einige Zeit nach ihrem Tod getan. Hab ich ihn dann gucken lassen, lief er durch den Garten und hat sie gesucht.

    Nachdem sie gestorben ist, kippte die Ordnung im Rudel. Fiete und Emil eskalierten und ich habe da keine Ruhe rein bekommen. Daher zog Fiete zu meiner Tochter. Das war an sich die große Änderung, die Chicas Tod mit sich brachte.

    Bei mir wird es immer irgendwas mit Plüsch und Stehohren, oder Stehkippohren sein. Mein Mann kam letztens auf die seltsame Idee, dass nach den beiden Jungs dann mal Schluss sein könnte mit Hunden.... Neeee, geht gar nicht.

    Meine Hunde sind beide recht speziell, vermutlich auch weil Hundeerziehung vllt doch nicht so meine Kernkompetenz ist. Aber sie sind großartig, wichtig für mich und bereichern mein Leben so sehr.

    Sie sind laut und agil und holen mich quasi tagtäglich aus meiner Komfortzone. Dafür liebe und hasse ich sie quasi gleichzeitig.

    Emil zog damals zu chica, die sehr speziell war. Ein Mix aus BC und Terrier. Und sie hasste körperliche Hunde. Alles was bollerig war, wurde sofort in den Boden gestampft. Hütehunde waren in. Also Hütehund. Und nicht groß, deshalb Sheltie. Und dann Collie, weil ich ein riesen Lassiefan war.

    Als Fiete noch bei uns lebte hatte ich Fiete auf einer Seite, Lucifer und Emil auf der anderen. Fiete braucht einen freien Dunstkreis um sich herum. Ich hab ne Doppelleine zum umhängen, Fiete hatte eine Einzelleine und ich so trotz drei Hunden eine Hand frei.

    In der Zeit war ich auch mit drei Flexis unterwegs, zb in der BuS. Da war Emils an meiner Bauchtasche.

    Jetzt mit zwei Hunden hab ich meist trotzdem nur die Doppelleine, ich finde es einfach praktisch, wenn ich mir die Hunde quasi umhänge. Zumal ich, wenn ich Leinenführigkeit erwarte, Luci zusätzlich am HB führe und da noch eine kurze Leine dran ist.

    Was mich jetzt mal interessieren würde - jetzt außer bei Hundesportlern, da erklärt es sich von selbst: Wofür bringt Ihr „Einzelzeit“ auf?

    Meine Hunde drehen mir zu zweit oft zu sehr auf. Ich tricksen ja hauptsächlich mit den beiden und Emil wird ja schnell gaga, und wenn er dann noch warten muss... Bin ich gut drauf nutze ich das zum üben von aushalten. Weiß ich aber, das bellen mich heute stört, schnapp ich sie mir einzeln.

    Mit Luci mach ich auch immer mal ein bisschen Dummy, das findet Emil eher blöd, da bleibt er auch drin. Und wenn ich mit Emil mal dogdance mäßig was am Stück üben möchte, wartet Lucifer im Haus, ist im anderen Zimmer, je nach Jahreszeit.

    Gassi geh ich immer mit beiden. Mit Emil hab ich nie trouble, der ist einfach brav und somit sind sie zu zweit mit mir unterwegs.

    Kommendes we habe ich einen Kurs nur mit Lucifer. Da freu ich mich schon drauf.

    bockig kann Luci auch. Oder eher nölig. Unter bockig stelle ich mir meine schmollenden Kinder vor, die sich mit verschränkten Armen umdrehen, weil sie mich und die Welt an sich hassen.

    nene, Lucifer nölt, möppert, meckert, natürlich alles sehr "wortreich". Der Hippie, der ewig Widerworte hat. Man muss ihn einfach lieben dafür, inzwischen fürchte ich der Erziehungszug ist dahingehend abgefahren, er weiß dass ich es süß finde. Und er darf bei uns auch ne Meinung haben. Zumindest, wenn es am Schluß doch so läuft, wie wir das wollen.

    Emil ist nie bockig. Dafür nen Stresskeks. Auch irgendwie nicht besser.

    Warum haltet ihr mehrere Hunde? Ich weiß das Thema kam schon etliche Male auf, aber ich frag es mich von Zeit zu Zeit auch. Ich schätze ich mag es irgendwie einfach. Meine Traumrudelgröße waren drei, das hat ja leider nicht funktioniert. Und nach dieser unfassbar stressigen Zeit würde mein Mann niemals zustimmen, einen dritten Hund dazu zu holen (um Emils Willen mach ich das eh nicht). Und ab von der Tatsache, dass es mir gefällt viele Hunde zu haben, hab ich schon gemerkt, dass die Beschäftigung mit drei Hunden, wenn jeder Einzelzeit hat, ne echte Challange und ein Zeitfresser ist.

    Ausser Chica, die ja an sich meiner Tochter gehörte, hatte ich ausschließlich Rüden.

    Mit Emil und Fiete ist mir das auf die Füße gefallen, weil die auf einmal beschlossen haben, dass nix mehr geht. Jetzt wohnt Fiete bei meiner großen Tochter, ist dort geliebter Einzelhund und bei mir sind nur noch 2 Hunde. Zwischen Lucifer und Emil stimmt die Chemie. Ich denke das war auch der Kern von Fietes Problem. Er hat es gerne chillig und das ist weder Emils, noch Lucifers Kernkompetenz (meine ja auch nicht |) ).

    Durch diese Erfahrungen würde ich zu Emil niemals wieder einen Rüden dazu nehmen. Lucifer erkennt Emil als Napoleon an, die zwei passen einfach zusammen. Eben auch vom Energielevel her.

    Wenn Emil (in etwa 50 Jahren) nicht mehr ist (ok, wenn er noch so lange lebt bin ich auch nicht mehr), spiele ich nun doch mit dem Gedanken eine Hündin zu Luci dazu zu holen. Vermutlich keinen Welpen, aber wer weiß.

    DerFrechdax so oft du dir wünschst einen angepassten Hund zu haben, so oft wünsche ich mir vermutlich leise Hunde. Und einen nicht jagenden Collie.

    Gerade eben. Wir sind auf Kurs im Womo. Leider gucken uns hier schon vier Kaninchen beim Öffnen der Tür an. Lucifer ist entsprechend an.

    Heute war da jemand, der gerade Pferde gefüttert hat. Luci liebt Menschen, hat Angst vor Pferden. Und das weiß dann auch der ganze Ort. Und Emil kläfft dann halt gerne mal mit, weil kann man ja mal. Emil kann ich mir einen Wort abstellen, bei Luci ist das nicht so einfach. Der ist dann erst mal geistig auf Urlaub. Da ich ungern negativ auffalle, sind laute Hunde schon herausfordernd.