Ich bin in den Siebzigern Kind gewesen und damit Lassiegeschädigt. Meine Eltern wollten nie einen Hund, meine Grosseltern hatten einen bissigen, unfassbar verzogenen Pudel, was die Meinung meiner Eltern untermauert hat. Ich mochte den Pudel. Mich hat er auch nicht gebissen. Gassi mit ihm war furchtbar. Gezogen wie ein Ochse und alles angekeifft, was in der Nähe war. War mir egal. ich fand ihn toll, hab ihm Männchen und Pfote beigebracht und ihn mit Keksen vollgestopft.
Irgendwann bin ich ausgezogen und lebte mit meinem Freund (mein jetziger Mann) zusammen. Anfangs zu wenig Geld. Dann Kind, dann Pferd, Hund wollte der Gatte nicht. Dann bekam ich meinen Pudelmix geschenkt, von einer Dame in unserem Stall, die ihn ein halbes Jahr zuvor erst aus dem TH geholt hatte und die wegen eines Umzugs den Hund weggegeben hat. Meine Kinder sind mit ihm aufgewachsen und er war wunderbar. Ganz, ganz toll. Dann kam Chica, ebenfalls aus dem TS und hat mir gezeigt, dass es auch ziemlich schwierige Hunde gibt.
Beide Hunde waren besonders und hatten natürlich einen Platz in meinem Herzen, das Löckchen war sehr nah an mir. Er starb mit 15 Jahren in meinen Armen und ich war so unglücklich, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Wollte SOFORT wieder einen Zweithund (Chica lebte ja noch) und guckte im TS ausschließlich nach Lockenköpfen, ich hab schlicht was gesucht, was dieses furchtbare Loch stopfen kann.
Mein Mann "zwang" mich zu warten und hatte recht. Fast drei Jahre hat es gedauert, bis ich Emil geholt habe. Es war klar, dass zu Chica (BC-Yorki-Mix) nur ein Hüti passen würde, die einzigen Hunde, die sie unterwegs ok fand.
Emil dann, weil ich Sorge hatte, ein Collie wäre zu groß für Chica. Das stellte sich als unbegründet heraus, denn die Maus hat auch die Collies stramm stehen lassen. Größe ist halt relativ.
Mit Emil war der Lassiehunger noch nicht ganz gestillt, dann kam Fiete und der war ja da schon deutlich näher dran (allerdings definitiv nur optisch).
Heutzutage, wo beide Kinder ausgezogen sind, sind die Hunde schon auch mit zum Kümmern da, geb ich offen zu. Das letzte Kind hat Fell. Meinem Mann sind beide zu laut und zu reizoffen, Besuch ist mit Emil auch immer mit Management verbunden. Wobei das alles sehr gut händelbar ist, in meinen Augen.
Vermutlich muss ich mich nach meinen Hunden von der Hundehaltung verabschieden, oder zumindest von den Hütis. Vllt wäre mein Mann einverstanden mit einem etwas gechillteren Hund. Zwei werden es dann eh nicht mehr.
Man wird sehen. Ich glaube nicht, dass ich ohne Hunde leben kann. Wahrscheinlich wäre ich kreuzunglücklich, würde zum Putzteufel werden (wobei mir das an sich zu langweilig ist) und innerhalb eines Jahres 150kg wiegen. Ich bin total gerne mit meinen Hunden unterwegs in der Natur. ist immer sinngebend. Allein eher nur im Urlaub in unbekannten Gebieten. Aber hier in der Umgebung.... wozu....