Beiträge von physioclaudi

    Emil hasst Welpen genauso wie alle anderen Hunde. Es ist sehr schade, dass er so unverträglich geworden ist. Bis er ca 7 Jahre war, war er immer sehr aufgeschlossen und in der Sheltie Gruppe mit der ich lange Gassi war, hat er immer die Welpen adoptiert und ist mit ihnen gerannt. Das ist komplett vorbei. Aber er hat halt auch chronische Schmerzen und daher meidet er Körperlichkeit, wenn er nicht einschätzen kann in welche Richtung das geht.

    Lucifer findet Welpen spannend. Ein sehr netter Nachbar hat eine freundliche Aussiehündin und seit ein paar Wochen einen Welpen dazu. Irgendwas doodeliges. Der Kleine ist leider schon in den ersten Tagen hier von nen Terrier übel gebissen worden, lief auch einige Zeit auf drei Beinen und ist jetzt eher ängstlich. Er fürchtet sich vor Lucifer, weshalb ich das Kalb auch nicht an ihn ran lasse. Schade, vllt wird das noch was, da könnte das Löckchen gute Erfahrungen machen. Lucifer geht sehr umsichtig mit kleinen Hunden um, da hat Emil ganze Arbeit geleistet.

    Freitag fahre ich mit dem Womo und meiner Tochter über das we nach Prag. Habe einen Stellplatz gefunden mit Klo, Dusche, etc für 25 € die Nacht. Mit Anbindung der Öffis und man ist wohl flott in der Altstadt. Ich bin gespannt und werde berichten. Meine Schwester überlegt auch ob sie mitkommt, drei Personen wäre Premiere in diesem Womo. Da wir vermutlich eh nur zum Schlafen drin sind, sollte das machbar sein.

    Ich bin in den Siebzigern Kind gewesen und damit Lassiegeschädigt. Meine Eltern wollten nie einen Hund, meine Grosseltern hatten einen bissigen, unfassbar verzogenen Pudel, was die Meinung meiner Eltern untermauert hat. Ich mochte den Pudel. Mich hat er auch nicht gebissen. Gassi mit ihm war furchtbar. Gezogen wie ein Ochse und alles angekeifft, was in der Nähe war. War mir egal. ich fand ihn toll, hab ihm Männchen und Pfote beigebracht und ihn mit Keksen vollgestopft.

    Irgendwann bin ich ausgezogen und lebte mit meinem Freund (mein jetziger Mann) zusammen. Anfangs zu wenig Geld. Dann Kind, dann Pferd, Hund wollte der Gatte nicht. Dann bekam ich meinen Pudelmix geschenkt, von einer Dame in unserem Stall, die ihn ein halbes Jahr zuvor erst aus dem TH geholt hatte und die wegen eines Umzugs den Hund weggegeben hat. Meine Kinder sind mit ihm aufgewachsen und er war wunderbar. Ganz, ganz toll. Dann kam Chica, ebenfalls aus dem TS und hat mir gezeigt, dass es auch ziemlich schwierige Hunde gibt.

    Beide Hunde waren besonders und hatten natürlich einen Platz in meinem Herzen, das Löckchen war sehr nah an mir. Er starb mit 15 Jahren in meinen Armen und ich war so unglücklich, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Wollte SOFORT wieder einen Zweithund (Chica lebte ja noch) und guckte im TS ausschließlich nach Lockenköpfen, ich hab schlicht was gesucht, was dieses furchtbare Loch stopfen kann.

    Mein Mann "zwang" mich zu warten und hatte recht. Fast drei Jahre hat es gedauert, bis ich Emil geholt habe. Es war klar, dass zu Chica (BC-Yorki-Mix) nur ein Hüti passen würde, die einzigen Hunde, die sie unterwegs ok fand.

    Emil dann, weil ich Sorge hatte, ein Collie wäre zu groß für Chica. Das stellte sich als unbegründet heraus, denn die Maus hat auch die Collies stramm stehen lassen. Größe ist halt relativ.

    Mit Emil war der Lassiehunger noch nicht ganz gestillt, dann kam Fiete und der war ja da schon deutlich näher dran (allerdings definitiv nur optisch).

    Heutzutage, wo beide Kinder ausgezogen sind, sind die Hunde schon auch mit zum Kümmern da, geb ich offen zu. Das letzte Kind hat Fell. Meinem Mann sind beide zu laut und zu reizoffen, Besuch ist mit Emil auch immer mit Management verbunden. Wobei das alles sehr gut händelbar ist, in meinen Augen.

    Vermutlich muss ich mich nach meinen Hunden von der Hundehaltung verabschieden, oder zumindest von den Hütis. Vllt wäre mein Mann einverstanden mit einem etwas gechillteren Hund. Zwei werden es dann eh nicht mehr.

    Man wird sehen. Ich glaube nicht, dass ich ohne Hunde leben kann. Wahrscheinlich wäre ich kreuzunglücklich, würde zum Putzteufel werden (wobei mir das an sich zu langweilig ist) und innerhalb eines Jahres 150kg wiegen. Ich bin total gerne mit meinen Hunden unterwegs in der Natur. ist immer sinngebend. Allein eher nur im Urlaub in unbekannten Gebieten. Aber hier in der Umgebung.... wozu....

    Glotzig ist der nicht, wird nur maulig, wenn sich Menschen uns direkt nähern, also auf mehr als drei Meter rankommen.

    Hach, wie ich das beneide. Hier sind´s etwa 300 m, bei ungünstigem Wind auch noch weiter...

    Na daaafür hab ich ja den Collie. Ein Radar wie ein Atom-U-Boot und wenn irgendwas registriert wird, dann geht es los das Gejodel. Also ich hab beides an Bord. Pest und Cholera :smiling_face_with_horns:

    Mein alter Rüde, halber Pudel, ist geschwommen, getaucht, wo Wasser war, da war er weg. Aber nie einer, der sein Hirn weggeworfen hat.

    Meine jetzigen Hunde, inklusive Fiete, gehen nicht ins Wasser. Emil und Lucifer sind beide, jeweils als Junghund, beim Zocken mit einem anderen Hund, der dann ins Wasser rannte und schwamm, bis zur Brust ins Wasser gerannt. Es folgte ein Einfrieren mit entsetzt aufgerissenen Augen und dann Kängurusprünge aus dem Wasser, halbstündiges Schütteln und das wars. Never ever. Emil ist dann noch einmal, im Winter in Dänemark hinter Möwen hergerannt und dabei in den eiskalten Fjord. Ergebnis, siehe oben.

    Wir haben jetzt hier fußläufig einen Fenn mit Badestelle. Emil mit seiner kranken Halswirbelsäule soll auch gar nicht schwimmen, aber ich werde es mit Luci nochmal probieren, ob er rein geht, wenn ich reingehe. Gerade bei 30 Grad+ ist das doch irgendwie ganz schön, wenn ein Hund Wasser zur Abkühlung nutzt.

    Unser Hund liegt wirklich brav vorm Camper, egal was wenige Meter vor seiner Nase passiert. Dafür ist allein im Camper nicht selbstverständlich. Weil ich das sehr ungern tue, kommt es sehr selten vor.

    Na da hab ich den Vorteil, dass meine Hunde das kennen, seit ich den Camper habe und ja schon in dem davor. Bin ich an Kursorten, dann gehts morgens ne große Runde und dann bin ich drei Std weg, komme mittags für ne Std und bin dann nochmal drei Std weg.

    Funfact, wenn wir mal privat mit dem Camper unterwegs sind und ich nach der großen Runde dann Frühstück mache, im Camper krame, ne Zeitschrift lese, whatever, bekomme ich von den Schlafplätzen her genervte Blicke, nach dem Motto "Was hängst Du hier noch rum, nu hau endlich ab, wir wollen pennen." Seit mir das aufgefallen ist, bin ich sehr entspannt damit sie im Camper allein zu lassen. In der Nähe bin ich allerdings auch eh immer.

    Aber so sitze ich oft abends allein vor dem Camper, solange kein Viehzeugalarm ist und die Hunde sind drinnen. Hab ich nur Emil mit, dann kommt er auch mit raus. Glotzig ist der nicht, wird nur maulig, wenn sich Menschen uns direkt nähern, also auf mehr als drei Meter rankommen. Das weiß ich ja und mit entsprechender Ansage hält sich der Zwerg ja auch zurück.

    Das Wetter sollte noch nett sein. Gerne „ausklingender Sommer“ und nicht „hier haste frisch temperaturigen Herbst“.

    Italien, Südfrankreich (da ist netter Waldboden allerdings Mangelware) oder Istrien? Oder ist das zu weit?

    Und ich hab den Collie, der im Camper bleiben muss, weil er alles und jeden lautstark kommentieren/ anjodeln würde, wäre er vor dem Camper angebunden. Gar nicht territorial, dafür ist Emil zuständig, wenn jemand zu nahe kommt, sondern einfach nur, weil er es GESEHEN hat. Und das dann mit 120dB.

    Im Camper sind beide leise und können auch allein bleiben.