Beiträge von physioclaudi

    Mir wurde aber auch von einigen Ami Züchter quasi Angst vor Briten gemacht. Die wären übermäßig ängstlich, geräuschempfindlich und hätten Probleme mit verschiedenen Untergründen, trauen sich nicht Treppen zu laufen und die Fellpflege wäre ein Albtraum.

    Ja, Fiete passt da wohl rein. Er ist aber auch Showlinie und sowas vom britisch, da hat nix im entferntesten amimäßiges mitgemischt.

    Er ist ängstlich, geht innerhalb von Häusern keine Treppen, hatte und hat bei psychischer Unsicherheit Probleme mit wechselnden Untergründen.

    Die Fellpflege ist allerdings nicht übermäßig dramatisch, wenn man es nicht schleifen läßt. Er hat harsches Fell, was nicht zum Filzen neigt.

    Ansonsten gibts irgendwie einfach Rassen die werden oft unkomplizierter/besser dargestellt als sie sind und sämtliche Probleme tendenziell gern verheimlicht oder runter geredet. Sowas is dann immer scheiße.

    Collie ist halt nicht gleich Collie. Fiete und Lucifer könnten aus unterschiedlichen Universen kommen. Außer einer gewissen Geräuschempfindlichkeit haben die halt einfach nix gemeinsam.

    Ich hör hier oft das Argument, dass Claudi ja wusste, was sie sich an einer Linie ins Haus holt, aber ich grüble schon ein wenig, wie viel Wissen man sich da als Welpenkäufer vorher aneignen sollte, damit man den Hund findet, der zu den Ansprüchen passt.

    Ich wußte es nicht. Mir wurde die Zucht hier im DF von einer Person angepriesen, die hatte einen Zuchtrüden, der auch daher kommt. Und wenn sie Beiträge im Colliethread schrieb, sich da über Zucht ausgetauscht hat, hat man schon gemerkt, dass sie schon Ahnung vom Thema hat. Ja, ich hab mir auch die Abstammung der Eltern angesehen, aber ehrlich gesagt hat mir das nix gesagt. Mit der Züchterin gesprochen, die meinte halt, sind keine Couchpotatoes. War ja auch mein Plan. Nen langweiligen, ewig schlecht gelaunten Collie, hatte ich ja schon |) . Aber von Sportskanone war halt auch nicht die Rede.

    Mich hat dieser Hund auf sehr vielen Ebenen sehr überrascht. Aber inzwischen läufts ja ganz gut. Dass er laut ist und sein Hirn unterwegs gerne über Bord wirft muss ich wohl einfach ein Stück weit akzeptieren. Wenn er Angst im Dunkeln hat und die herausbrüllt hilft ihm, wenn ich sehr ruhig bin, ihn hinter mich schicke und schlicht kein Gewese um sein Theater mache. Das klappt ganz gut.

    Heute tobte an unserem Zaun ein Berner Sennen herum, der würde Lucifer gerne mal kennenlernen, während ich mit Luci ein bisschen Fußarbeit im Nieselregen gemacht habe :regenschirm2:. Und Luci musste kurz bellen, weil da war einfach sehr viel Dynamik im Fremdhund und das an UNSEREM Zaun, hat sich dann aber dafür entschieden es auszublenden und weiter mit mir zu arbeiten. Das fand ich schon sehr cool. :herzen1: Emil hat mir sowas geschenkt, weil er so an mir klebt, bei Luci muss ich es mir viel mehr verdienen, dass er vom Kopf bei mir bleibt. Um so schöner, wenn es dann klappt.

    In meiner Umgebung lebt eine etwas über 1 Jahr alte Malinois Hündin.

    Das Kennenlernen mit der Sheltie Hündin lief so ab, dass sie mit Bürste vom Nacken bis zur Rute auf die Sheltie los ist und sie in den Rücken gepackt hat. Ich habe sofort getrennt und die Malinois weg geschickt. Die Sheltie hatte nur Speichel am Rücken, aber war ziemlich entsetzt.

    Kannst du weitere Interaktionen verhindern? Ich hab da sofort Faye von Lucy_Lou vor Augen. So ne Sheltiemaus hat nem Mali schlicht wenig entgegen zu setzen.

    Ich würde dafür sorgen, dass die sich frei nicht mehr begegnen.

    Seit Emil den Halswirbelschaden hat, neige ich zu einer gewissen Hysterie, wenn Hunde ohne Spracheingabe in uns reinrauschen. Zuletzt ein unangeleinter Amstaff - Rüde, wo die, sehr coolen Jugendlichen, die mit ihm unterwegs waren, gar keinen Einfluss auf den Hund hatten. Und von Weitem brüllten, dass der lieb ist. Ja wunderbar. Ich lass dann Lucifer nach vorn (nett und deeskalierend) und schicke Emil (weder nett, noch deeskalierend) hinter mich und bete dann. Dass der Collie heil bleibt und der Fremdhund nicht um mich herum zu Emil rennt.

    Ich hatte einmal ein unangenehmes Erlebnis, was sich erstmal einfach blöd anfühlte für eine Zeit.

    Damals hatte ich noch alle drei Rüden und war mit dem alten Womo unterwegs und stand auf einem Parkplatz im Wald. Direkt an einem Hof, aber eben außen vor dem Tor. War ein Kursort, ich war öfter dort. Nachts ist da halt niemand. Ich hab geschlafen und nachts um vier oder, so, fangen alle drei Hunde an zu toben. Aber so richtig. Tiefes, böses Alarmbellen, das volle Programm.

    Ich fahre aus dem Schlaf hoch und denke mir, dass vermutlich irgendein Reh draußen vorbei gestapft ist, was für Aufregung sorgte, hab mich aber schon über die Vehemenz gewundert. Bin vom Hubbett runter, die Hunde beruhigt, da höre ich ne Autotür und ein Auto fährt weg. Dass da Autos wegfahren kannten die Hunde. Den Ausraster kann ich mir nur so erklären, dass jemand am Womo hantiert hat. Die Nacht endete mit wenig Schlaf.

    Ich muss sagen, dass ich mich im Kastenwagen aber generell sicherer fühle als im alten vollintegrierten mit seinen 3mm dicken Türen.

    Yelly : Ich hoffe, ich kapere deinen Thread nicht; ich leser hier mit, weil ich das Thema einfach spannend finde. Daraus ergibt sich bei mir eine Frage an das hier versammelte Wissen: Mag jemand etwas mehr zu der Collie-Zucht in der DDR schreiben? Hier kam ja mehrmals auf, dass die Collies dort bestimmte Prüfungen absolvieren mussten, was sich evtl. auch auf das Wesen ausgewirkt hat?

    Wichtig: Das ist jetzt eher historisches Interesse. Wie bereits geschrieben wurde, ist der Mauerfall 35 Jahre her, also wirklich viele Zuchtgenerationen.

    Das hab ich mal auf die Schnelle gefunden

    donnagalerie

    Was immer wieder auftaucht ist "Bopparder Hamm" und "vom Schwarzen Feuer", wenn es um Collies geht, (Lucifers Mama hat beide in den Papieren) die eben dem DDR-Typ nahe stehen.

    Ich bin aber Frau Ahnungslos, geb ich offen zu. Mehrhund hat da deutlich mehr Ahnung, denke ich.

    Meine HUTA-Betreiberin ist "Ossi" und auch nicht mehr so ganz jung und die wußte sofort, was ich meine. Sie kannte Collies im Schutzdienst. Beschreibt sie als hart, kernig und ihren DSH sehr ähnlich. Sie mag Lucifer sehr, ihr liegt dieser Hundetyp. Ihr geht eher das kleine Plüsch auf den Keks. Weil der sich von ihr wenig sagen lässt.

    Ich bin immer nicht so sicher, was ich mir unter "hart" vorstellen soll. Lucifer ist schon zu beeindrucken. Evtl reagiert er auf Korrektur weniger fiddelig wie Emil, ja. Und man muss sich schon wirklich durchsetzen. Ich würde Lucifer eher als meinungsstabil bezeichnen. Ist das "hart"? Ich weiß es nicht.

    Ich bin bei Durchfall auch recht entspannt. Lucifer hatte schon immer Last damit, Emil nur wenn ich länger nicht da bin und er nicht mit kann.

    Bin da recht pragmatisch. Liegt vllt an den zwei Kindern, die ich groß gezogen habe.

    Ich habe Moro Suppe im TK und diätetisches Futter im Schrank.

    Sorgen mache ich mir erst, wenn sie sichtbar schlecht drauf sind, oder Fieber bekommen.

    Collies sind immer sanft, immer defensiv, nie körperlich und überhaupt, schon im Standard steht doch „niemals nervös oder aggressiv“.

    Ähm ja

    Sanft? Jo kann Lucifer schon. An sich ist er aber eher Modell Abrissbirne

    Defensiv? Ist er mit anderen Hunden, mit Menschen eher nicht 😂

    Nie körperlich? Haha, ich hatte ich nie einen dermaßen körperlichen Hund. Er ist der Labbi im Colliekostüm

    Niemals nervös? Oh doch. Leider schon. Vor allem im Dunkeln. Sehr sogar.

    Niemals aggressiv? Yes, jetzt haben wir es. Wenigstens EINEN Punkt können wir bestätigen.