Beiträge von Cattlefan

    Wenn man das hier so liest heißt das ja das die Hunde dieser Rassen bis zum 31.12.2014 Mischlinge waren und ab dem 1.1.2015 Rassehunde, so schnell kann das gehen.

    Weil EIN User hier geschrieben hat, dass alle Hunde, die (noch) nicht im FCI anerkannt sind, Mischlinge sind?

    Die Rassen, die (noch) nicht in der FCI sind, können nichtsdestotrotz sehr seriöse Vereine mit guter Transparenz und sehr viel Zuchtbemühen haben. Nicht jeder "Dissi"Verein ist automatisch schlecht.

    Aber naja, kann jeder sehen wie er will für mich ist sie schon ein Rassehund

    Naja... die allermeisten hier haben ja geschrieben, dass ein Hund, der phänotypisch wie ein Vertreter seiner Rasse aussieht im Alltag ein "Rassehund" ist.

    Nur eben züchterisch gesehen gehört dann was anderes noch mit dazu.

    Wenn von Deinem Hund jetzt beide Papiere haben, reicht das alleine nicht, um "mit Papieren züchten" zu können, dazu bedarf es der Zuchtzulassung (beider Elterntiere), evt mit Einschränkungen, die verschiedene Rüden als Partner ausschließt und die Nachvollziehbarkeit des Wurfes. Mit sämtlichen Dokumentationen und Besichtigung durch einen Zuchtwart. (Kostet alles eine gute Menge Kohle, die den Preisunterschied zwischen "Mal eben so-Welpen" und Welpen mit Papieren meist sehr nachvollziehbar machen)

    So kannst Du für Deinen Hund lediglich Register-Papiere bekommen.

    Es sind übrigens FCI Papiere, für den Bruder meiner Hündin hat sie die nachträglich beantragt.

    Weil sie auch erst vor kurzem beschlossen hat, mit ihm weiter zu züchten.

    Das wundert mich ein wenig...

    Eigentlich (zumindest in "meinem" Verein) gibt es Papiere natürlich nur dann, wenn unter den Bedingungen, die die ZO festlegt gezüchtet wurde.
    Das bedeutet bei uns: Zur Zucht zugelassene Eltern mit allen erforderlichen Unterlagen (Von Gentest über HD-Auswertung zur jährlichen Augenuntersuchung u.v.m.), der Wurf muß seit Bedeckung überprüfbar sein (Deckbescheinigung), in einer zugelassenen (FCI-) Zuchtstätte gefallen sein, es muß eine Wurfabnahme durch den Zuchtwart wenige Tage nach der Geburt erfolgt sein sowie eine weitere nach vollendeter 8.Woche, die Welpen müssen bei der 2 Abnahme gechipt (eindeutig identifizierbar) und geimpft sein......

    Anders gibt es keine Papiere, wenn man welche "nachträglich" haben wollte, dann eben nur Register-Papiere.

    Da steht, dass sie die Zulassung zum Vertrieb von Bio-Produkten haben. Mehr nicht. Das macht das angebotene Fleisch noch lange nicht zum Bio-Fleisch.

    Ein Trick, den auch das Tierhotel nutzt....

    Allerdings haben die auch eine Sparte mit Bio-Fleisch, meist hat es da Huhn.

    Ich frag mich gerade:

    Wenn jemand sich einen Hund OHNE Papiere kauft, warum ist es dann so verdammt wichtig, dass alle Welt (an)erkennt, dass man einen Rassehund, der absolut reinrassig ist, hat?

    Wenn jemand sich einen Hund ohne Papiere (Ahnentafel) kauft, wird derjenige ja seinen Grund dafür haben (sich "verliebt", weniger aufwendige Suche nach einem Züchter, häufigere Möglichkeiten den Saugwelpen zu besuchen, weil näher, weniger Kosten....).
    Das bedeutet ja, dass der Grund / die Gründe für denjenigen wichtiger ist/ sind als der Nachweis der Rassereinheit. Und scheinbar sind diese Gründe für den Halter ja wichtiger (was NICHT wertend ist!) als die Vorteile, die Papiere nunmal mit sich bringen (Verfolgung von evt. Genetischen Erkrankungen, Vergleiche mit Geschwistern, etc. p.p.)

    Dann ist es doch später auch völlig wumme, ob der Hund jetzt überall gleich als rassereiner DSH oder was auch immer gesehen wird, oder?

    Aber das kann doch irgendwie nicht richtig sein....

    Ich denke (sowohl bei Hunden als auch z.T. bei Pferden) ist die Populationsdichte ein diesbezügliches System. Die ist weder "natürlich", noch sind die jeweils männlichen Individuen wegen der extremen Zunahme der Dichte in den letzten paar Jahrzehnten auch nicht auf eine Reduktion des normalen Verhaltens gezüchtet worden. Fortpflanzungstrieb mit allem was dazu gehört, steckt eben in den Tieren drin, bei Hunden, die schon VIEL länger in riesigen Meuten gehalten wurden (einige Jagdhunderassen) ist haltungsbedingt die geschlechtsspezifische "Aggression" ja kaum noch vorhanden.

    Ein weiteres Problem ist sicher das nachlassende KnowHow der Tierhalter, nicht jedes einzenen, aber prozentual gesehen in Bezug auf die Menge der gehaltenen Tiere...

    Andere Frage: Ist es dann auch "nicht richtig" einen Beutegreifer das Jagen zu verbieten?

    Wenn ich beim Welpen schon absehen kann, daß er schwere zuchtausschließende Fehler hat KANN ich NICHT den vollen Preis verlangen. Die "Ware" ist schlichtweg mangelhaft. Punkt.

    Verlangen KANN man immer, ob´s bezahlt wird, ist was anderes ;)

    Hätte einer meiner Puppies z.B. Hodenhochstand, wäre das a) bei der Wurfabnahme vermerkt worden und b) würde ich das niemals verscheigen. Dann geht er halt als Pet weg, würde ihn evtl. sogar nur kastr. abgeben. Auf keinen Fall aber zum vollen Preis!

    Hodenhochstand hat aber auch gesundheitliche Folgen, ein nicht aufgestelltes Ohr eher weniger ;)

    Denn ich denke, die Vorgaben für die Aufnahme von Registerhunden in die Zucht kommen von der FCI.

    Bei uns kann auch mit Register-Hunden gezüchtet werden, wird aber eigentlich nicht/ kaum praktiziert.

    Aus der ZO des ACDCD.eV (welcher Mitglied des VDH ist)

    "4. Zucht
    4.1. Zuchtvoraussetzungen
    4.1.1. Allgemeines
    Als Zuchttiere werden nur reinrassige, gesunde und wesensfeste Rüden und Hündinnen zugelassen, die in einem von der FCI oder dem VDH anerkannten Zuchtbuch oder Register eingetragen sind, einen Abstammungsnachweis besitzen und durch Tätowierung oder durch Mikro- Chip nach der ISO- Nummer 11784 gekennzeichnet sind.

    Vor einem Zuchteinsatz benötigen Registerhunde ab sofort einen MRD1-Gentest. Es können
    nur MRD1-freie Hunde mit dem Gentyp MRD1+/+ zur Zucht eingesetzt werden."