Beiträge von Cattlefan

    Mitte Juli kam sie von der Straße, ist ihres gewohnten Lebens völlig beraubt worden und wird in eine komplett andere (Menschen-)Kultur geworfen.

    Ich finde ihr Verhalten extrem normal, sogar sehr nett sie könnte auf diesen, für sie unbegreiflichen Kulturschock schließlich auch mit Angstaggressionen oder völlig verängstigtem Verhalten reagieren.

    Gib ihr Zeit!

    Viel, viel Zeit!

    Und erwarte einfach gar nichts ;)

    Wenn Du mal einen Pferdeschädel sezierst, wirst Du sehen, dass die naturgemäße "Füllung" dieser Augenkuhlen reinstes Fettgewebe sind.
    Sind diese Kuhlen nicht tief, ist also definitiv noch Fettgewebe im Pferd vorhanden. Die äußeren Indikatoren wie Kammfett, Schulterfett Augenkuhlen usw. sind nur Indikatoren und zeigen an, dass Fettgewebe noch vorhanden ist. Und wenn äußerlich sichtbar, dann auch innerlich (Bauchhöhlenfett).

    Wenn en Pferd deutlich abnimmt, greift es eben Fettreserven an. Auch das Fettgewebe der Augenkuhlen, die dann eben tiefer werden.

    Hier im Norden sind fast alle reinen Pferde-Praxen fest in Frauen-Hand, Kliniken mal außen vor gelassen,
    Die Praxen wo Männer die Inhaber sind, sind meist Gemischtpraxen mit relativ großem Anteil an landwirtschaftlichen Nutztieren.

    Reine Pferdepraxen fallen mir spontan 5 hier in Reichweite ein, davon sind bei 4 Frauen Inhaber, eine ist in Männerhand.

    Du stellst das so dar, als ob das körperliche Gründe hätte oder lese ich das falsch? Ich glaube ja, dass es eher moralische sind.

    Mitunter ist es auch so, dass die Praxisinhabern auf jeden Fall Männer einstellen wollen (was irgendwo verständlich ist, da bei Frauen bei Bekanntwerden einer Schwangerschaft SOFORT die Schwangerschaftsbeurlaubung zu starten hat), nur dummerweise studieren Männer diesen beruf kaum noch und wenn dann gehen sie oft in die großen Kliniken oder in die Forschung.
    So finden viele Großtierpraxen nur sehr schwer den Wunschassistenten.

    Ich kenne genügend TÄ, die in der Anfangszeit so bei 5 - 6 Euro/ Stunde lagen bzw. liegen.
    Das kommt einmal durch den geringen Verdienst selber, aber auch durch die Arbeitszeiten: Mo - Fr ist Arbeitszeit von 8 - 20 Uhr eigentlich normal, dazu kommen Bereitschaftsdienste, je nach Praxisgröße 2 - 3 Nächte / Woche und jedes 2. WE.

    Meine Bekannten kommen allerdings überwiegend aus der Pferdepraxis.

    In Praxen mit höherem Anteil an landwirtschaftlichen Nutztieren ist der Verdienst weitaus größer. (10 - 12 Euro/ Stunde), wie es in der Kleintierpraxis aussieht, weiß ich nicht, aber da ist schon das Inventar einer "normalen Praxis" heutzutage sehr modern und entsprechend teuer.
    Dazu kommen die Fortbildungen, um dieses Inventar auch möglichst sinnbringend einsetzen zu können.....

    Also, wegen der Rippen würde ich mir auch keine Sorgen machen. Kenne das so : Normalgewicht ist, wenn du im Frühjahr auf Entfernung Rippen zählen kannst.

    Ja, das weiß heute irgendwie niemand mehr, dass man bei einem GUT ernährtem Warm- oder Vollblut die Rippen sehen SOLL.

    Ob ein Pferd fett oder mager ist erkennt man nicht an den Rippen (außer im Kontext) sondern am Hals, in den Augen-Kuhlen, Schulter, Kruppe (vor allem am Schweifansatz).
    Der Widerrist zeigt sich deutlicher, wenn die Muskeln fehlen, dahin gehört gar kein Fett (auch wenn es heute bei fast allen Pferden vorhanden ist....)

    Krebs

    Die Wahrscheinlickeit einer Krebserkrankung läßt sich nicht reduzieren, indem man die Hündin decken und Junge bekommen läßt.

    Dazu kommt, dass es auch beim Krebs eine gewisse erblich bedingte Neigung gibt.
    Das bedeutet in Deinem Fall: Entweder hat Deine Hündin diese erbliche Neigung nicht, dann ist die Gefahr einer Krebserkrankung im Gentaltrakt nicht so hoch. Ein Decken wäre dann also selbst wenn es das Risiko senken WÜRDE (Was es nicht tut!) sinnlos.
    Oder aber sie hat diese erbliche Neigung.
    Und gibt sie an ihre Nachkommen weiter!!

    (Und bekommt Krebs auch wenn sie geworfen hat)