Beiträge von Cattlefan

    Es geht uns nicht darum möglichst "Gewinn" aus dem Hund zu ziehen. Aber wie schon einige User geschrieben haben, kann man einen Hund nicht an fremde verschenken... Da kann ja wirklich jeder den Hund einfach abnehmen und weiß Gott wie behandeln. Wir möchten der kleinen ein genau so schönes Zuhause mit viel Liebe schenken wie es bei uns ist. Wie wird jemand wohl einen Hund behandeln, der einem geschenkt wurde?
    Und wie wird jemand ihn behandeln wenn er bereit ist einen X Wert dafür zu zahlen?

    Meine heißgeliebte erste Hündin bekam ich geschenkt.
    Von einer Freundin, die eingesehen hat, dass sie neben Studium zu wenig Zeit für diesen Hund hatte.
    Bei mir war sie den ganzen Tag dabei.

    An Deiner Stelle würde ich mich intensiv im Freundes- und Bekanntenkreis umhören, vielleicht überlegt zufällig grad jemand, ob man sich jetzt einen Hund anschaffen könnte und das passt!

    DANN würde ich sie verschenken!

    An Fremde abgeben ist so ´ne Sache, da ist viel Gesprächsbedarf wichtiger und ich würde denjenigen dann auch schon 2 - 3 mal kommen lassen zu gemeinsamen Spaziergängen . Schauen wie evt zukünftiger Halter und Hund aufeinander reagieren.

    Wenn Du da das Gefühl hast: PASST!, dann vielleicht 100Euro Schutzgebühr.

    Wenn Du das Gefühl NICHT hast: Weitersuchen!

    Na dann hast Du bestimmt eine Erklärung für mich?
    Meine Frage war ernst gemeint.

    Die Nase besteht nicht nur aus der äußerlich sichtbaren Nase.

    Der allergrößte Teil ist eben nicht sichtbar und ein ziemlich kompliziertes Gerüst aus Nebehöhlen, Nasengängen, feinen und feinsten Knochenlamellen, Schleimhaut.....

    Wenn also die Nase äußerlich ein wenig länger ist, sagt es noch nichts darüber aus, wie es innen aussieht. Also, wie deformiert.
    Und über die Lage des Gaumensegels sagt die Länge der Nase alleine auch nichts....
    Wenn das Gaumensegen falsch liegt oder "schlottert", ergibt das schnarchende Atemgeräusche.

    Fazit: JRT reintun, um die Nase zu verlängern, ist Kosmetik.

    Beim Retromops fragt auch keiner nach dem Wesen..... :hust: :pfeif:

    Einer, den ich kenne hat seinen Retro, auf den er als Welpe so unermesslich stolz war weil" ist ein gesunder Mops" nach 1,5 Jahren abgegeben. Der gesunde Mops hatte so gar nichts Mopsiges......

    Das ein paar Züchter das alleine nicht schaffen kann ich mir vorstellen, wenn dann sollten alle Züchter in die Richtung züchten. So müssten die Käufer ja einen "untypisch aussehenden " Welpen kaufen. Bzw irgendwann ist der "untypisch aussehende" Welpe in den Köpfen der Leute ein typisch aussehender Welpe.

    Und genau das "irgendwann" ist das Problem.

    Man will nicht auf konsequente Zucht warten, man will nichts verbessert haben, man möchte sein "Wunschprodukt" produziert haben.
    Jetzt hier und gleich!

    Warum darauf warten, dass in 10 oder 15 Generationen (auch mit gezielter, überwachter Einkreuzung von Fremdblut) sich eine gesüdere Variante des Mopses entwickelt hat, wenn man in jedem Kleinanzeigenmarkt sofort die Lösung des Problems kaufen kann.
    Und das ganz ohne den verrufenen VDH!

    Es gibt ja eine enorme Nachfrage nach Retromops, Elo, Doodle usw. Heißt es gibt ja eine Nachfrage nach Alternativen zum Rassehund.

    Leider oft mit Vorurteilen gegenüber "VDH-Hunden" untrennbar verknüpft.

    Ich kenne einige Retromops-Halter (von denen nicht alle Hunde freiatmend und pmperlgesund sind!), die gar nicht erst nach entsprechenden VDH-Hunden geschaut haben, weil "VDH-Hunde sind ja per se schon krank...."

    Abgesehen davon sind Kreuzungen aus 2 Rassen im Moment eben voll im Trent. Dass das keiner Rasse wirklich hilft, ist da recht uninteressant.

    Sie haben versucht sie hoch zu füttern und zu mästen, wollten dann im Herbst ein großes Hähnchengrillen veranstalten - daraus ist aber nichts geworden, weder wurden die Tierchen rund und ansehlich, noch haben sie geschmeckt.

    Im Prinzip ist diese extrem einseitige Auslegung bei den Legehybriden als Qualzucht zu sehen, da 50% der Nachkommen (nämlich alle männlichen) in dieser Gesellschaftsform nicht lebensfähig sind und direkt nach dem Schlupf getötet werden "müssen"

    Es würde ausreichen, wenn entsprechend des Standards gerichtet werden würde.

    Und entsprechend der Standards zu Zucht zugelassen würde und DANN noch entsprechend Interessenten für gesunde Tiere da wären.


    Ein Träumchen...... =)

    Da die Qualzuchtmerkmale im Standart der Rassen nicht vorgeschrieben sind, wenn ich das richtig verstanden habe ist das ja so, könnten die Züchter doch gesünder/vernünftiger ( keine platten Nasen, keine starken Falten, keine krumme Beine usw.) züchten. So weit wie es der Standart erlaubt.

    Sollte man und das ist auch der richtige Weg.

    Und dazu muß eben der potenzielle Hundekäufer "aufgeklärt" werden, denn wie hier ja schon häufiger geschrieben wurde, bleiben die Züchter, die versuchen, tierschutzkonform zu züchten oft genug auf ihren Welpen sitzen.
    Weil sie dem Käufer nicht extrem genug sind.

    Was nützt es der Rasse, wenn diejenigen Züchter, die es versuchen, das Handtuch werfen und die Zucht nach 1 oder 2 dieser Würfe einstellen, weil keiner ihre "untypisch aussehenden" Welpen kauft?

    Und es gibt Menschen wie mich, die gern 800 km eine Strecke für einen Welpen fahren. Die können natürlich Züchter regelmäßig besuchen.

    Ja, meine momentanen Welpen gehen 800 - 1200 km weit weg.
    Da "verzeihe" ich den zukünftigen Haltern, dass sie nicht regelmäßig bei mir auf der Matte stehen....


    Den "Wisch" muß der Züchter jährlich neu beantragen. Der VDH kontrolliert keine Zuchtstätten. Dafür sind die Rassehundezuchtvereine zuständig. Wenn der Zuchtwart auf beiden Augen blind ist, ist das auch nichts, was man dem VDH ankreiden kann.

    Nö, ich muß nichts jährlich neu beantragen und der Zuchtwart zu Wurferstbesichtigung in der ersten Lebenswoche und zur Wurfabnahme ab der 8. Woche kommt vom VDH.

    (Was aber daran liegen kann, dass zumindest in 500km Nähe kein Zuchtwart des Vereins selber existiert.)

    Der schaut sich aber natürlich nicht nur die Welpen an, sondern auch die Aufzuchtbedingungen, man muß bestätigen, dass die Entwurmungen vorschriftsmäßig durchgeführt wurden und die Welpen müssen zu Wurfabnahme gechippt und nachweislich geimpft sein.


    Von Gesundheitsuntersuchungen, die der Dorftierarzt ausgstellt hat, will ich mal gar nicht anfangen.

    Kenne ich auch, dass Cattle-Vermehrer dann stolz erzählen, ihre Welpen würden auf PRA untersucht vom TA bevor sie weggehen, sie hätten noch nie blinde gehabt....
    Ist ja nett, aber PRA tritt erst im Alter von ab 5 -6 Jahren auf, früher kann man es eben nur über Gentest feststellen.
    Engagement ist ja nett, aber es reicht ohne die entsprechenden Kenntnisse nunmal leider nicht.
    Auch Taubheit kann man nicht durch Fingerschnipsen erkennen, dazu muß ein BEAR-Test durchgeführt werden (Vorschrift bei uns im Verein VOR der Wurfabnahme).

    Ich würde auch, wenn Dein Hund sich gut umgestellt hat, 1 - 2 mal in der Woche den Blättermagen durch Leber oder Niere (darfst Du u.U. auch leicht anbraten anfangs, wenn Dein Hund das sonst verschmäht ;) ) ersetzen.

    Blättermagen ist für die meisten Hunde extrem lecker und wenn er nicht gewaschen ist, enthält er auch reichlich Probiotika, die der Darmflore bei der Umstellung helfen können.

    Aber ansonsten ist Blättermagen sehr Bindegewebig, enthält also hauptsächlich minderwertiges Protein.
    Das wird zum größten Teil nicht im Dünndarm durch Enzyme der Bauchspeicheldrüse zersetzt und dort in den Körper aufgenommen, sondern verfault mithilfe der Darmflora im Dickdarm. Was zu Durchfällen und Pupserei führen kann. Was aber auf jeden Fall den Harnstoff im Blut erhöht, weil bei der probiotischen Zersetzung Ammoniak anfällt, das als Harnstoff in die Blutbahn gelangt.

    Aber die ersten 1 - 2 Wochen zum Einstieg ist das so absolut ok :)

    Abwechselungsreiches pflanzliches Angebot finde ich prima, so deckst Du eine Menge Nährstoffe ab.

    Meine bekommen auch gerne mal gemahlene Nüsse oder Mandeln mit ins Futter gemischt, sie lieben das :D