Beiträge von Cattlefan

    die Problematik trifft in erster Linie Rüden, da dieser Effekt durch den Rückgang des Testosteronspiegels ausgelöst wird. Bei Hündinnen hat man damit kein Problem.
    Mir sind keine Untersuchungen dazu bekannt, aber theoretisch müsste es bei ihnen sogar den gegenteiligen Effekt haben

    Ist eigentlich logisch:

    Östrogen macht die Bänder weich, das ist schließlich wichtig für die Geburt, dass das Becken sich maximal dehnen kann etc.
    Beim männlichen Tier wird ja auch Östrogen produziert, hat halt nur mengenmäßig wenig Bedeutung gegen das immer vorhandene Testosteron. Fällt dieses nach der Kastra weg, kann es zu leichten Östrogenen Wirkungen kommen. (wie z.B. der eunuchoide Hochwuchs bei Kastration vor Schließung der Wachstumsfugen)

    Die Hündin ist die allermeiste Zeit ihres Lebens eh im Anöstrus, also in der Ruhephase. Wo kaum Östrogen im Blut ist.

    Kein extrem großer Unterschied zur kastrierten Hündin.

    Naja und dem gegenüber stehen dann manchmal Leute mit ihren Hunden, die Öh...wie drücke ich es aus, so Lifestyle mäßig unterwegs sind.
    Das alles geschmückt mit tausend Leinen, bestes (teueres) Futter, megatolle Körbchen und was weiß ich nicht noch, was dazu beiträgt, dass ich mir wie ein Flodder vorkomme.

    Was denn, so wenig Selbstwertgefühl, dass Du Dich von derartigen Äußerlichkeiten so verunsichern läßt?
    Kann ich echt nicht glauben....

    Ich glaube eher, dass das Problem nicht am "früher hatte man ein besseres Bauchgefühl" liegt, sondern daran, dass früher Hunde selten als reine Familienhunde gehalten wurden.

    Früher gab es auch nicht annähernd so viele Hunde wie heute!
    Wenn da ein Rüde andere Rüden fressen wollte, wurde er eben an der nächsten Straßenlaterne festgebunden, bis der andere vorbei war, so oft begegnete man ja keinen Hunden.
    Social Walks gabs da noch nicht.
    Man ist aber eben nicht alle 2 Meter anderen HH begegnet.

    Im Dorf meine Kindheit gab es bei 800 Einwohnern vielleicht 15 Hunde, die meisten von denen kamen selten aus dem Garten raus. 3 oder 4 waren "Familienhunde", mit denen regelmäßig spazieren gegangen wurde.
    Heute gibt es im gleichen Dorf ca. 1200 Einwohner und sicherlich 500 Hunde.
    Dazu kommen noch die, die aus der Stadt oder den umliegenden Dörfern kommen, um im Wäldchen und am Strand spazieren zu gehen.

    Wettkämpfe, Turniere, der Weg zum Erfolg, das alles sei AUS SICHT DER HUNDE eine Zumutung.

    Warum ist ein "Abenteuerspaziergang mit Buddeln etc. dann keine "Zumutung"?
    Der Hund ist am Ende des Tages zufrieden.
    Er hat mit seinem Menschen einen guten Tag gehabt, es wurde sich mit ihm beschäftigt, auf ihn eingegangen, es wurde sich mit ihm gefreut.....

    Ob am Ende für den Menschen ein Pokal dabei rausspringt oder einfach nur eingesaute Klamotten, ist dem Hund völlig egal, er ist ganz sicher nicht unglücklicher, weil der doofe Mensch freudestrahlend einen gewonnenen Pokal nach Hause schleppt.


    Könnt natürlich beurteilen, dass 15 km laufen oder Turniere absolvieren genau DAS ist, was euer Hund möchte und braucht und verlangt.

    Meine Hündin freut sich schon, wenn ich die Laufklamotten anplünne. Wenn´s dann losgeht, rennt sie schon mal zur Tür und wartetdarauf, ihr Geschirr angelegt zu bekommen.
    Ihre Augen leuchten, sie strahlt!
    Das pure Glück ! :herzen1:

    Was andere Dinge angeht, die Hunde von Zeit zu Zeit machen müssen, die sie vielleicht nicht sooooo toll finden (abendliche Runde um den Block oder so): Ja mei, das Leben ist kein Ponyhof und niemand macht 24/7 Dinge, die nur toll sind.
    Da muß Mensch und auch Hund nunmal durch.

    Ohne dass deswegen gleich der Tierschutz auf der Matte stehen muß!

    ...Viel schlimmer sei es, dass der Hund von seinem Halter nicht selten als sportlicher Wettkämpfer missbraucht und zu Turnieren geschleppt werde. Das sei nicht artgerecht und tierschutzwidrig, sagt Riepe. „Pokale interessieren den Hund nicht- hier geht es nur um die Bedürfnisse des Halters. Um seinen Ehrgeiz und Stolz.“

    Diese Aussage so generell finde ich völlig daneben.

    Es gibt sie sicher, die HH, die hauptsächlich "Sportgeräte" in ihren Hunden sehen (auch, wenn ich persönlich keinen solchen kenne), aber Sport mit Hunden ist per se ja nun wirklich nicht gleich tierschutzwidrig!
    Wenn man es gut und vernünftig aufbaut und betreibt, macht es den meisten Hunden viel Spaß, zusammen mit ihren Menschen zu arbeiten.
    Klar, die Pokale sind ihnen egal, aber sie sind abends trotzdem glücklich und zufrieden, weil sie mit ihrem Menschen ´nen guten Job gemacht haben.
    Und warum darf ein HH nicht ehrgeizig sein, warum ist Stolz auf seine und auf die Leistung des Hundes was falsches?

    Meine Hündin liebt es, mit mir zu arbeiten, deswegen ziehen wir jetzt los auf unsere 15km Jogging-Runde.
    Ganz tierschutzwidrig ;)

    So wie die Landwirtschaft momentan rumsaut haben wir auch in 50 Jahren vermutlich 90% des Ackerlandes unbrauchbar gemacht...

    Am meisten "rumgesaut" wird aber nicht für die Fleischproduktion, sondern für die Biogasanlagen.

    Folge ich deiner Argumentation kann eine Prostata möglicherweise auch entzündlich geschädigt sein, ohne dass sich das Blut verändert.??? Oder versteh ich Dich falsch??

    Einen Fingerling anziehen, um die Prostata einmal palpatorisch zu untersuchen, ist kein ganz so großer Aufwand. Auch, wenn das nicht die "Hohe Kunst der Tiermedizin" ist, so ist es doch ein probates Mittel, um Vergrößerungen ausschließen zu können (und sich u.U. zu einer weiteren Untersuchung mittels Ultraschall zu entscheiden)

    Was meinst Du, was ich Nordlicht und Morgenläufer letztes Jahr beim 10Meilen Lauf bei 28° im Schatten (nur gänzlich ohne Schatten!) geflucht habe!!!

    Differenz vor und nach dem Lauf waren 4,5 kg (Wasser, welches ausgeschwitzt wurde, minus der 5 oder 6 Becher zwischendurch....)