Und bei solchen Sätzen (wie der oben zitierte) steige ich sofort aus.
So ein Schwachsinn! 1. werden viele Nahrungsmittel durch Hitze überhaupt erst geniessbar. Ich würde der Frau sonst mal empfehlen eine rohe Quitte zu essen. Die kann sie dann runterspülen mit frischer, nicht pasteurisierter Milch einer Kuh aus unhygienischen Verhältnissen
2. Sind auch nicht alle Menschen gleich. Schon vom genetischen PRofil her gibt es Leute, die bestimmte Sachen essen könne (wie Milch) und andere werden davon krank.
Ich habe mich mal aus gesundheitlichen Gründen mit dem uralten (und teilweise auch etwas kurios anmutenden) Modell der Traditionellen Chinesichen MEdizin beschäftigt. interessant fand ich unter anderem, dass ich einem Typus zugeordnet wurde dem empfohlen wurde eher wenig Rohkost zu essen und mehr warme Mahlzeiten und Suppen zu essen. Lustigerweise war (und ist) es genau das, was ich seit Jahrzehnten automatische mache.
Ich bin grundsätzlich immer wahnsinnig genervt von Autoren, die sich selber nicht bewußt sind, was sie für Prämissen allen ihren Argumentationen vorsetzen (geschweige denn diese irgendwo mal erwähnen) und bestimmte Dinge als 'gegeben' sehen. In dem Zitat ist das z.B. die Annahme das 'erhitzt' gleichzusetzen ist mit 'zerstört' und 'tot'
Ja, in erhitzen Lebensmitteln krabbeln weniger Bakterien, Einzeller und Parasiten rum und entsprechend 'tot' sind sie dann, aber ich persönlich empfinde das eher als Vorteil.
Ich weiss, es ist ein bisschen engstirnig von mir ein ganze Buch wegen einzelner Behauptungen abzulehnen, aber ich kann mir da nicht helfen. Für mich war z.B ein oft empfohlene Kastra-buch einfach nicht mehr lesbar, nachdem ich in der Einleitung die Behauptung gelesen hatte, dass die Kastration eines Hundes dasselbe ist als würde man einem Jagdhund ein Bein amputieren damit er nicht mehr jagt.
Das ist einfach so haarsträubend schlechte und polemische Rethorik, dass sich mein Verstand einfach weigert weiterzulesen.
Persönlich denke ich, dass man für uns Menschen einen deutlichen Unterschied machen muss zwischen Vollkorn und raffiniertem Getreide. Wir brauchen KH um zu funktionieren. Wenn wir sie nicht essen macht unser Körper sie selber. Zu viele von der falschen Sorte können uns krank machen, aber grundsätzlich verkehrt sind sie mMn nciht.
Ich bin ein großer Fan des schönen Satzes von Paracelsus: Gift ist eine Frage der Dosierung.
Das wende ich auch auf meinen Hund an. Da ich nicht 100%ig weiss, was für sie das optimale ist (wenn es nach ihr ginge, würde sie aussschließlich Fleisch essen und zwar am liebsten gekocht. Vielleicht noch ein paar Beeren oder Hagebutten und ein paar Kräuter aber das war's) gibt es von allem etwas mit dem Schwerpunkt auf rohem Fleisch. Bislang fahren wir damit ganz gut, ich muss ihr nur jeden Tag etwas rohes geben und nicht nur ein paar Mal die Woche, sonst bekommt sie Magen/Darmprobleme
eta: noch eine Überlegung: Wenn ich manchmal lese wie manche Leute (nicht hier im thread!) über Nahrung schreiben oder reden, frage ich mich, ob sie auf ihrer Suche nach einer Religion in der guten alten Kirche nicht besser aufgehoben wären.