Zitatund schade ist für mich auch, dass der Pudel an sich unterschätzt und fast schon verachtet wird, aber Doodle sind ja immer toll. wie oft wurde ich schon gefragt, ob meiner was gedoodletes ist. Nein, er ist "nur" ein Pudel. Dann staunen die Leute, wie süß er doch ist. Und ich habe ihn wirklich wegen Allergien (hatte aber noch nie Vorurteile gegen Pudel, die Nachbarn hatten schon die letzten 30 Jahre immer Pudel mit kurzer Schur, die fand ich immer schon toll). Wenn ich mir vorstelle, ich hätte auf was gedoodletes gesetzt und dann wäre da doch der haarende Part durchgekommen und ich muss nen Hund, den ich lieb gewonnen hab wieder abgeben... das wär hart für mich. :/
klar, passt es beim Pudel auch nicht bei jedem und ich musste es vorher abklären, aber nun passt es zum Glück und ich hab nen Traumhund mit Traumeigenschaften.
Ja, komisch, dass der Pude so einen schlechten Ruf hat, oder?
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mir nen Pudel anzuschaffen und hab die Rasse nur recherchiert als mir eben diese Mischlings/Designerwelpen untergekommen sind und ich die Elternrassen gegoogelt habe.
Mein Problem damals war, dass die online Rassebschreibungen zu ca 50% aus sinnlosem Gelaber über Pudelfrisuren und deren Geschichte besteht.
Und ich persönlich mag die kurzen Locken des Pudels optischnicht. Den ganzen Rest (Charme, anpassungsfähigkeit, Körperbau, Grazie) finde ich toll - die Locken nicht.
Ich würde mir nicht noch mal einen Vermehrerhund kaufen (immerhin hat die 'Züchterin' nie das Wort Designerhund oder Doodle in der Anzeige erwähnt sondern die Welpen einfach nur als relativ teure Mischlinge verkauft) aber ich bin tatsächlich ein großer Fan von Pudelmixen, denn ich habe das Gefühl, dass sich Gesicht, Charme und eine gehörige Portion Grazie fast immer durchsetzen, gleichzeitig das Fell aber nicht aus diesen Miniplilöcken besteht.
Ob da jemals jenseits der F1 Generationen eine gescheite Rasse draus wird - keine Ahnung.
Zum Thema Gesellschaftshund: so viele Gesellschafthunderassen haben wir eigentlich gar nicht, besonders nicht in größer als kniehoch. Ich glaube alle größeren Hunde sind ursprünglcih Gebrauchshunde und haben entsprechende Bedürfnisse - und wenn die nicht erfüllt werden müssen halt die unzähligen Hundeschulen und Trainer ran, die es mittlerweile gibt.
Das Mischlinge angeblich gesünder ist ein sehr hartnäckiger Mythos an den Hundeanfänger gerne glauben (ich damals auch) Aber dass Hundeanfänger Rassehunden gegenüber misstrauisch sind hat einen Grund, und ich denke, dass diese ganze Rummixerei unter anderem eine Antwort auf das systematische Verhunzen populärer Rassen in den letzten 100+ Jahren ist. Verkrüppelte Schäferhunde, Cavalier Spaniel mit Schmerzkrämpfen, Dobermänner mit explodierenden Herzen...wen wundert's dass sich ein Hundeanfänger angesichts solcher Meldungen (und angesichts von Hunderten von Rassen) einen putzigen Mischling kauft, der mit etwas Glück nicht haart?